Japan will Bitcoin-Spekulation salonfähig machen

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: tokyo,japan: stone tablet with japanses word tokyo stock exchange by zhudifeng on May 23 2016 via shutterstock

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Eine von Japans führenden Börsenunternehmen beginnt mit Vorbereitungen, Bitcoin-Derivate im Finanzmarkt einzuführen. Damit reagieren sie auf die Rivalen aus Übersee, die Bitcoin-Futures noch in diesem Jahr planen. Der Spekulation mit der Kryptowährung wird damit der Weg bereitet.

Das Tokyo Financial Exchange Inc., das unter anderem mit JPMorgan Chase und der Barclays Bank zusammenarbeitet, plant laut Bloomberg für Januar eine Arbeitsgruppe, die sich ausschließlich mit Kryptowährungen beschäftigt. Laut Hauptverantwortlichem Shozo Ohta will man mit den geplanten Arbeitsgruppen so weit vorankommen, bis man entsprechende Gesetzesvorwürfe vorlegen kann. In Japan ist das Gründen solcher Arbeitsgruppen häufig der erste Schritt zur Gesetzesänderung.

„Sobald Kryptowährungen vom „Financial Instruments and Exchange Act“ als Finanzprodukte anerkannt werden, werden wir so schnell wie möglich Futures registrieren. Um das zu erreichen, werden wir diese Arbeitsgruppe ins Leben rufen, um verschiedene Aspekte der Sache zu beleuchten. Dazu gehört der aktuelle Status von Bitcoin, seine Zukunftsaussichten und welche Formen er in der japanischen Gesellschaft annehmen wird.“


Der Financial Instruments and Exchange Act, auf den sich Ohta bezieht, ist ein Gesetz aus dem Jahr 2006, das die Regulierung von Wertpapieren und anderen Finanzprodukten festlegt. Die dortige Einordnung durch die Arbeitsgruppen wird also den legalen Status von Kryptowährungen in Japan regeln. Außerdem will man dadurch erreichen, Bitcoin-Derivate einzurichten. Derivate sind Finanzinstrumente, die unter anderem gegen Wertverluste aufgrund von Kursschwankungen schützen sollen.  Dadurch werden sie zum Beispiel als Futures zu Spekulationsobjekten und schließlich dem bestehenden Börsen- und Finanzsystem angepasst.

Japan bleibt  positiv gegenüber Bitcoin & Co.

Japan schließt sich mit diesem Vorgehen nicht nur den Börsenkollegen aus USA und dem Vereinigten Königreich an. Vielmehr setzt der Staat im Pazifik eine Politik fort, die das Potential von Bitcoin & Co. erkennt und für sich nutzen will. Nicht nur hat man bereits im September mit dem J-Coin Überlegungen vorangebracht, eine staatliche Kryptowährung rauszubringen. Vielmehr wurden im Zuge der zahlreichen Verbote in China Lizenzen für Börsen verteilt. Daher haben viele Kryptobörsen aus China ihren Hauptsitz verlegt und sind nach Japan ausgewichen.

Das zeigt sich schließlich auch in den Statistiken. So hat der japanische Yen mit knapp über 50 % den größten Anteil am Handelsvolumen von Bitcoin. Auf den nächsten Plätzen folgt der US-Dollar mit knapp 25 % und der südkoreanische Won mit 9,4 % (Stand 05.12.2017).

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