Japan: Opposition fordert Steuererleichterungen für Krypto-Anleger

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Das Halten und Handeln von Kryptowährungen soll steuerlich besser berücksichtigt werden, fordert Oppositionsmitglied Takeshi Fujimaki. Wenn es nach ihm ginge, würden Krypto-Investoren von steuerlichen Erleichterungen profitieren und die Adaption von Bitcoin & Co. einen großen Sprung nach vorn machen.

Es tut sich was in Japan: Erst seit Kurzem wird im Land der aufgehenden Sonne darüber diskutiert, ICOs wieder zu legalisieren. Nun könnten größere Veränderungen des Steuergesetzes zu einer erhöhten Krypto-Adaption und Erleichterungen für Anleger führen.


Zumindest warnte Takeshi Fujimaki, der Vertreter der drittgrößten Oppositionspartei Japans, Nippon Ishin, in einem Treffen Anfang des Monats davor, dass das derzeitige Steuersystem in Japan die Zukunft der digitalen Währungen und der Blockchain-Technologie „zerstören“ könne. Daher forderte er japanische Steuerkommission, die die Verbreitung und Adaption von Bitcoin & Co. in der Gesellschaft fördern sollen.

Kryptos sind auch Anlagemöglichkeiten

Aktuell müssen japanische Krypto-Investoren einen Steuersatz von bis zu 55 Prozent auf ihre Krypto-Gewinne zahlen. Fujimaki betont allerdings, dass diese Einnahmen nicht stabil sind wie beispielsweise Gehaltszahlungen. Da deswegen die Gefahr von Verlusten besteht, fordert er, dass man Kryptowährungen wie andere Anlagemöglichkeiten (wie Aktien oder Investmentfonds) mit einem Steuersatz von 20 Prozent besteuert.

Auch im Hinblick auf die Verluste sollte die Besteuerung von Bitcoin & Co. der von herkömmlichen Anlagen entsprechen, meint Fujimaki. Nur so könne man ein faires System in Japan schaffen. Derzeit können Krypto-Anleger ihren Verlust aus dem Vorjahr nicht steuerlich geltend machen. Bei anderen Anlageformen wie Aktien und Immobilien könne der Steuerzahler jedoch Verluste vom Gesamtgewinn abziehen und müsse dann entsprechend nur die Differenz versteuern. Wenn es nach Fujimaki ginge, wäre dies auch bei der Besteuerung von Kryptowährungen möglich.


Krypto-zu-Krypto-Transaktionen erleichtern und Adaption fördern

Auch den Handel innerhalb der Kryptowährungen möchte der Politiker steuerlich erleichtern. Dazu erklärte Fujimaki:

„Um das Transaktionsvolumen zwischen virtuellen Währungen zu erhöhen und den virtuellen Devisenmarkt wiederzubeleben, sollte der Handel zwischen virtuellen Währungen steuerfrei sein.“

Die aktuelle Berechnung der Gewinne bzw. der Verluste für solche Transaktionen empfindet er als zu komplex und „äußerst umständlich“.

Doch sieht Fujimaki in Bitcoin & Co. nicht nur Anlagemöglichkeiten. Er erkennt auch den eigentlichen Sinn der virtuellen Währungen, nämlich das Bezahlen. Um die Adaption zu fördern, setzt er sich auch hier für die Steuerbefreiung ein. Derzeit muss man bei der Begleichung der Restaurant-Rechnung mit Bitcoin den Gewinn bei der Umrechnung von Fiat zu Krypto besteuern. Diesen Umstand hält Fujimaki für fatal:

„Wenn Sie so etwas tun, können Sie nicht auf den Durchbruch der Kryptowährungen in der realen Gesellschaft hoffen. Der kleine Betrag der Kryptowährungsabrechnung sollte steuerfrei sein, und die Kryptowährungsabrechnung sollte in der realen Welt ausgebaut werden. “

Erst im Oktober hatte die japanische Steuerkommission nach Möglichkeiten gesucht, um das derzeitige System der Steueranmeldung für Kryptowährungen zu vereinfachen. So wollte man sicherstellen, dass die Anleger ihre Gewinne auch korrekt melden.

BTC-ECHO


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