IWF: Lagarde betont Vorteile von Kryptowährungen

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: Christine Lagarde IWF via Shutterstock

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Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat auf einer Konferenz in London betont, dass es falsch wäre, Kryptowährungen zu ignorieren.

Dabei wies Frau Lagarde auf die Chancen hin, die Kryptowährungen gegenüber Fiatwährungen bieten können. Gerade in Ländern mit schwachen Institutionen und einer schwachen Währung könnten Kryptowährungen sinnvoll eingesetzt werden, so Lagarde. In diesem Zusammenhang könnte auch die Dollarabhängigkeit für viele Länder reduziert werden, da durch eine “dollarization 2.0” neue, virtuelle Alternativen zum US-Dollar oder aber auch zu anderen nationalen Währungen entstehen könnten.

Wenn auch nicht von Lagarde direkt angesprochen, so drängt sich hierbei natürlich das Land Venezuela auf, das gegenwärtig einen enormen Boom bei Kryptowährungen erlebt. Dieser Boom ist allerdings notgedrungen, da die Währung Bolivar praktisch keinerlei Werthaltigkeit und Kaufkraft mehr aufweist und Krptowährungen gegenüber dem US-Dollar einfacher zu beschaffen sind. Aus dieser makroökonomischen Schwäche heraus entsteht also zur Zeit eine “Krypto-Ökonomie”, wie sie Lagarde in ihrer Rede thematisiert hat.

Entscheidend für die Adaption von Kryptowährungen sei aber ihre Verbraucherfreundlichkeit. Durch eine zunehmend einfachere und sichere Handhabe kann eine Mainstreamadaption vorangetrieben werden. Ebenfalls erfolgsentscheidend ist laut Lagarde eine höhere Stabilität bzw. geringere Volatilität des Krypto-Marktes, um die Menschen von Kryptowährungen zu überzeugen.

Einen positiven Nebeneffekt von Kryptowährungen sieht Lagarde auch darin, dass Kryptowährungen den Druck auf Zentralbanken erhöhen können. Schließlich können Kryptowährungen das Notenbankmonopol umgehen und eine Alternative darstellen. Umso schlechter die Notenbankpolitik, umso größer die Gefahr, dass sich die Menschen stärker den Kryptowährungen zuwenden. Durch diese neue Konkurrenz ist es für die Zentralbanken noch wichtiger geworden, eine effiziente und glaubhafte Notenbankpolitik durchzuführen.

Bei allem Optimismus räumte Lagarde aber auch ein, dass Kryptowährungen noch einen langen Weg vor sich haben, da sie “gegenwärtig noch zu volatil, riskant, energieintensiv und zu wenig skalierbar sind.”

Insgesamt kann aber festgehalten werden, dass der IWF, zumindest vertreten durch Lagarde, eine tendenziell neutrale bis positive Position zu Kryptowährungen bezieht.

BTC-ECHO


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