IWF: Blockchain-Industrie in Malta sorgt für Risiken in Geldwäschefragen

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Internationale Währungsfonds kam bei seinem Malta-Besuch zu der Schlussfolgerung, dass die wachsende Blockchain-Technologie zu Risiken führen könnte. So sei es vor allem der Bereich der Geldwäsche, den die Technologie unter Bitcoin fördere.

Dass Malta aufgrund seiner wohlwollenden Bitcoin-Regulierung ein beliebter Zufluchtsort für Blockchain-Unternehmen ist, gehört im schnelllebigen Blockchain-Ökosystem inzwischen zu einem alten Hut. Schließlich sind es gerade auch die wohlwollenden Steuerrichtlinien, die die kleine Insel für Investoren aller Welt (und allen Kalibers) so attraktiv macht. Gerade auf Diskretion legt man in der Inselgruppe zwischen Sizilien und der Nordküste Afrikas sehr hohen Wert.

Wachsendes Blockchain-Ökosystem führt zu Bedenken bei IWF


Um sich das – und vor allem auch das wachsende Blockchain-Ökosystem – etwas genauer unter die Lupe der Vereinten Nationen zu nehmen, war nun der Internationale Währungsfonds (IWF) zu Besuch. Bei ihren (offenbar akribischen) Untersuchungen kamen die Abgesandten zu einem nicht gerade bahnbrechenden Ergebnis. Die wachsende Blockchain-Industrie sowie das Ökosystem, das die wohlwollende Bitcoin-Regulierung mit sich bringe, bürge erhebliche Risiken. So sprach der IWF gar von „signifikanten Risiken“ für das Geldsystem. Dieses ermögliche unter anderem, auf der Insel Geld zu waschen. Das berichtet das maltesische Medium „Times of Malta“.

Behörden sollen mehr Vorsicht walten lassen

Um solche unerwünschten Nebenwirkungen von (Krypto-)Währungen zu vermeiden, rief die Sonderorganisation schließlich dazu auf, eine größere Vorsicht walten zu lassen. So forderten die Abgeordneten des IWF die Regierung dazu auf, dafür zu sorgen, dass entsprechende Richtlinien eingehalten werden. Es wurde noch konkreter: So forderten die Abgesandten gar dazu auf, einen 50-Punkte-Plan umzusetzen. Dieser sieht es vor, erhebliche Lücken im administrativen Sicherheitssystems der Infrastruktur Maltas zu schließen. Ferner heißt es in der Aufforderung:

„Die zunehmende Zahl der unter Aufsicht stehenden Finanzinstitute, die rasante Entwicklung neuer Produkte, das sich wandelnde regulatorische Umfeld und die Verschärfung des Arbeitsmarktes stellen die maltesische Finanzdienstleistungsbehörde erheblich unter Druck.“

Gender Gap soll geschlossen werden

Um diesen Druck etwas abzubauen, solle die maltesische Regierung dafür sorgen, dass die entsprechenden Ämter bzw. Funktionen (etwa zur Verhinderung von Geldwäsche) mit angemessenen Personen besetzt werden. Um andererseits für mehr Inklusion zu sorgen, solle die Regierung und die Unternehmen dafür sorgen, auch Frauen und Ältere in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das kommt nicht von ungefähr: Malta zählt nach wie vor zu den Ländern in der EU mit der größten Gender Gap. Ob ein Schließen dieser Lücke allerdings etwas an den mafiösen Strukturen freizügigen Steuerrichtlinien ändern würde, bleibt abzuwarten.

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