Ist das Verbraucherschutz? Verbraucherzentrale erwägt Werbeverbot für Kryptowährungen

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

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Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen.

Quelle: Blindfolded businessman with cardboard head finding a way and walks on the cliff with a city background

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat gefordert, dass Kryptowährungen als Vermögensanlage weder verkauft noch beworben werden dürfen. Der Grund sei, dass nur so Anlegern klar werden würde, dass Bitcoin ein hochspekulatives Produkt sei. Wie ein derartiges Werbeverbot bestehende Anleger vor dem vielzitierten Totalverlust schützen soll, wird leider nicht gesagt. 

Laut eigenen Angaben sorgt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dafür, dass die Stimme der Verbraucherinnen und Verbraucher in Politik, Wirtschaft und Medien Gehör finde. Ob Dorothea Mohn, Leiterin des Finanzmarktteams vom vzbv, vor ihrer Forderung auf die Verbraucherinnen und Verbraucher aus dem Krypto-Bereich hörte, kann man sicherlich in Frage stellen. Zugunsten des Anlegerschutz hatte sie strenge Vorschriften zum Umgang mit Kryptowährungen gefordert.

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Konkret sprach sie sich gegen ein Verkaufen und Bewerben von Kryptowährungen, hinter denen im Kern eine Geldanlage stehe, aus. Sicherlich ist eine derart radikale Forderung durch die passive Haltung der G20-Staaten motiviert. Beim Treffen in Argentinien konnten sie sich zu keinen globalen Maßnahmen durchringen und sahen vielmehr auch keinen Handlungsbedarf.

Anlegern müsse laut der Verbraucherschützerin bewusst sein, dass Bitcoin ein hochspekulatives Produkt sei. „Wer trotzdem Geld in Kryptowährungen steckt, sollte von möglichen Verlusten nicht überrascht sein“, meint Mohn gegenüber der dpa.

Wen schützt der Verbraucherzentrale Bundesverband?

Nach der Werbezensur auf Facebook, Twitter, Google und Mailchimp will auch Deutschland nachziehen. An sich verständlich und ein Vorgehen gegen windige ICOs ist nachvollziehbarer Verbraucherschutz.

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Ob aber mit einem Werbe- und Verkaufsverbot Verbrauchern geholfen ist? Mohn und ihre Kollegen in dem vzbv sollten sich die Frage stellen, wer die Verbraucher, die sie schützen wollen, eigentlich sind. Es handelt sich dabei nämlich zu einem Großteil um Anleger, die jetzt schon in Kryptowährungen investiert haben.

Sich jenen anzuschließen, die Werbe- und Verkaufsverbote fordern, schützt diese Verbraucher nicht, sondern schadet ihnen. Wenn es tatsächlich um einen Verbraucherschutz gehen würde, sollte der Fokus auf Aufklärung, geordnete Prozesse und einer sinnvollen Regulierung von ICOs liegen.

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