Isle of Man zeigt sich offen für ICOs

Die Insel im Westen Englands möchte sich nach Aussagen eines Offiziellen offener gegenüber ICOs verhalten und ein tolerantes gesetzliches Rahmenwerk einführen.



Kleine Insel und große Industrie

Auf der Isle of Man leben rund 85.000 Menschen. Die Insel ist zwar im Besitz der britischen Krone, verwaltet sich aber seit 1855 weitgehend autonom. Während in den größeren Ländern, besonders im angrenzenden Vereinigten Königreich, Regulierungen für ICOs fehlen, greifen vor allem kleinere Länder nach der Chance – so haben wir häufig von Singapur gehört.

Doch nicht nur die Isle of Man zeigt sich innovationsfreudig, BTC-ECHO berichtete in der Vergangenheit über Dublin als wachsenden Blockchain-Hub und Knotenpunkt zwischen Amerika und Europa.

Der Abteilungsleiter für FinTech und Digital Development in der Abteilung für Wirtschaftsentwicklung auf der Isle of Man erklärte, dass die ICO-Industrie mit Enthusiasmus betrachtet werde.

Nährboden für Start-ups

In der Vergangenheit wurde die Isle of Man für ihre gesetzliche Regelung gegenüber Kryptowährungen gelobt. Der Mitbegründer von Diacle, Adam Vaziri, erklärte in einem Statement: “Die Isle of Man besitzt die erste Gerichtsbarkeit, für die wir eine Menge Respekt haben. Die Isle of Man entwickelte ein regulatorisches Rahmenwerk für Krypto-Unternehmen, dass Diacle den ersten völlig konformen ICO durchführen ließ.”

Die klare Struktur gegenüber diesen neuen Technologien bringt immense Vorteile und das sogar für das Blockchain-Ökosystem selbst. Ross Wilson von der Bitcoin-Börse Coincorner erklärte:

“Jede Krypto-Börse, die auf der Isle of Man operiert, ist dazu verpflichtet, die Anti-Geldwäsche-Regelungen sowie die Know-Your-Customer-Verfahren (KYC) durchzuführen. Während andere Jurisdiktionen vielleicht etwas in die Richtung gemacht haben, bekam die Finanzbehörde auf der Isle of Man zusätzlich die Möglichkeit dazu, eine Inspektion zur Einhaltung der Richtlinien durchzuführen… Dies gewährt jedem Krypto-Unternehmen auf der Isle of Man Legitimität, denn man kann davon ausgehen, dass sie den AML- und KYC-Richtlinien folgen.”

Die Isle of Man ist die erste Jurisdiktion, die einen Gesetzesapparat speziell zur Förderung von ICOs eingeführt hat, wie Bitcoin.com berichtete. In dieser Woche haben Nachrichten aus China die vorübergehende Einstellung von ICOs verkündet. Die USA, Kanada, Singapur und Hongkong scheinen aktuell offenere ICO-Haltungen einzunehmen.

BTC-ECHO

Über Danny de Boer

Danny de BoerDanny de Boer arbeitet als Social-Media-Redakteur für BTC-ECHO und ist dabei insbesondere auf die Produktion von Videos und Videoreportagen spezialisiert. Er studiert Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Kamp-Lintfort. Seit Jahren ist Danny großer Verfechter des revolutionären Potentials von Kryptowährungen und konzentriert sich entsprechend auch in seinem Studium auf die Bereiche IT-Sicherheit und Kryptographie.

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