Isle of Man reguliert zukünftig Bitcoin-Unternehmen

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © niyazz, Fotolia

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Unternehmen, die auf der Isle of Man in der digitalen Währungsbranche aktiv sind, müssen zukünftig die Gesetzte der Anti-Geldwäsche (AML) einhalten und fallen ab dem Sommer wohl möglich in den Zuständigkeitsbereich der Financial Service Comission (FSC).

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Die Regierung der Isle of Man hat den Crime Act 2008 so angepasst, dass nun auch beispielsweise die auf der Isle of Man ansässigen Bitcoin-Börsen von dem Gesetzt betroffen sein werden.

Die Änderungen der Gesetzte wurden bereits genehmigt und folgende Unternehmen müssen ab dem 01.04.2015 AML konform handeln:

“Unternehmen die übertragbare virtuelle Währungen (inkl. Kryptowährungen oder vergleichbare Währungen) ausgeben, übertragen, speichern, verwalten, managen, verleihen, verkaufen, tauschen oder von Personen als Zahlungsmittel für Produkte oder Dienstleistungen akzeptieren, werden von der neuen Regelung betroffen sein.”

Diese Unternehmen müssen den Behörden Bericht erstatten, sobald sie den Verdacht haben, ein Nutzer könnte illegale Geldwäsche betreiben. Daraus resultierend werden die Unternehmen quasi dazu angehalten die sogenannten “Know-your-Customer” oder kurz KYC (kenne deine Kunden) Praktiken anzuwenden und persönliche Daten zur Verifizierung abzufragen.

Die Anmeldung

Die Änderung der Gesetzgebung beinhaltet zudem eine Verpflichtung zur Anmeldung der betroffenen Unternehmen, damit diese von der Financial Service Comission (FSC) der Isle of Man beaufsichtigt werden können.

Der Gesetzesentwurf wird am Dienstag durch das Parlament abgesegnet werden. Sobald das Gesetz die königliche Zustimmung erhält, welche im Sommer 2015 zu erwarten ist, wird die FSC die zuständige Aufsichtsbehörde für Anti-Geldwäsche Angelegenheiten werden.

Phil Braidwood, Mitglied des Finanzministeriums wies darauf hin, dass sich die Unternehmen innerhalb der nächsten sechs Monate nach Inkrafttreten des Gesetzten  registrieren müssen.

Positive News?

“Zusammengefasst können wirken sich die News positiv auf die Unternehmen aus, da diese gerade um die Legitimität und die Vertrauenswürdigkeit der Kunden und Banken kämpfen,” so Sian Jones, Mitgründer des European Digital Currency & Blockchain Technology Forum.

Andrian Forbes, Mitgründer des Bitcoin Unternehmens TGBEX zeigt sich jedoch nicht so erfreut über die Neuigkeit:

“Die neue Gesetzgebung sendet zwar ein positives Signal an die auf der Isle of Man ansässigen Bitcoin Unternehmen, aber die damit verbundenen Extra-Kosten erscheinen mir für die Startups zu hoch.”

Bisher musste das Unternehmen von Forbes das Know-Your-Customer Verfahren nur auf Kunden anwenden, die Bitcoin im Wert von über 12.000 Euro erwerben wollten. Unter dem neuen Gesetzt müsste das Unternehmen diese Daten aber bereits von Kunden sammeln, die BTC im Wert von 1.000 Euro kaufen.

Forbes sieht das Gesetz als eine positive Entwicklung für Bitcoin-Unternehmen mit Hinblick auf das Vertrauen der Kunden. Er glaubt jedoch nicht daran, dass sich die Banken davon beeinflussen lassen und den Bitcoin-Unternehmen ab sofort ein Konto zur Verfügung stellen.

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Englische Originalfassung von Emily Spaven via CoinDesk
Image Source: Fotolia
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