Islands Piratenpartei könnte den Weg für Bitcoin ebnen

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Auroral over the glacier lagoon Jokulsarlon in Iceland.

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Die Piratenpartei in Island ist kein Team aus Seefahrern mit Papageien auf der Schulter, sondern eine politische Partei die ihren Weg in die Machtposition Islands sucht.

Die Gruppe wurde vor rund vier Jahren aus einem Team angeblicher Hacker und Aktivisten gegründet; im darauffolgenden Jahr erlangte die Partei seinen ersten Ruhm als knapp 5 % (drei Sitze) für das Parlament erreicht wurden. Im Parteiprogramm sind Unterstützungen für die Demokratie, Regierungstransparenz, Legalisierung von Drogen und Asyl für Edward Snowden (falls ihm jemals langweilig in Moskau wird).


Die Piraten, wie sie auch dort genannt werden, könnten an diesem Samstag ungefähr 18 bis 20 der 63 Sitze im nationalen Parlament durch neue Wahlen gewinnen. Leiterin Birgitta Jonsdottir erklärte:

“Das Volk von Island hat Korruption und Vetternwirtschaft satt… Wir definieren uns selbst nicht als links oder rechts, eher als eine Partei die sich auf das System fokussiert. Genauer gesagt sehen wir uns – sozusagen – als Hacker unseres derzeitigen überholten Regierungssystems.”

In ihrem Bestreben die Demokratie in Island weiter zu bringen, könnte die Piratenpartei auch den Weg für Bitcoin und andere digitale Währungen zur isländischen Gemeinschaft ebnen. Das Land hat bereits eine kurze Geschichte mit virtuellen Währungen. Damals versuchte man den Auroracoin einzuführen, aber das Land zeigte auch große Verachtung gegenüber Korruption während der Großen Rezession (dass der Ministerpräsident im letzten April auch noch in die Panama Papers verwickelt war, hilf der ganzen Situation nicht).

Man vermutet, dass die Nation eine der ersten sein könnte, die das Zentralbankensystem letztendlich ganz aufgeben könnte, beobachtet man die Vorfälle die sie mittlerweile seit 2008 ausgraben. Sollte dies wirklich passieren, dann sehen sich Bitcoin und andere digitale Währungen im Scheinwerferlicht. Das Land öffnete vor kurzem seine erste Krypto-Börse. Island könnte damit das erste Land werden, dass Bitcoin als nationale Währung akzeptieren würde.

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Englische Originalfassung von Nick Marinoff via newsbtc


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