Bitcoin, ISIS soll Sri-Lanka-Anschlag mit Bitcoin finanziert haben
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ISIS soll Sri-Lanka-Anschlag mit Bitcoin finanziert haben

Der Anschlag der Terrororganisation ISIS in Sri Lanka soll unter Zuhilfenahme von Bitcoin durchgeführt worden sein. Dabei verwendeten die Terroristen den Krypto-Dienstleister CoinPayments, der mit mindestens einer weiteren Terrororganisation in Verbindung steht.

Trotz seiner Pseudonymität scheint Bitcoin für Terroristen attraktiv zu sein, um Gelder zu bewegen. Denn wie das israelische Businessmedium Globes berichtet, soll der kürzliche Anschlag des ISIS in Sri Lanka am 21. April, bei dem mehr als 250 Menschen starben, mit Bitcoin in Verbindung stehen.

So sollen die Bewegungen im Bitcoin-Spendenkonto des ISIS einen Tag vor den Anschlägen extrem ausgeschlagen haben. Die sonst recht ruhige Adresse, auf der gewöhnlich 0,5 Millionen US-Dollar lagerten, sei in kurzer Zeit auf 4,5 Millionen US-Dollar angestiegen.

Dies fand offenbar das Blockchain-Analyse-Unternehmen Whitestream heraus. Wie Globes weiter berichtet, stellte Whitestream jenen starken Anstieg in der Wallet von Coinpayments fest, ein Unternehmen, über das ISIS sein Spendenkonto betreibt. Dieses füllte sich kurz vor den Anschlägen mit vier Millionen zusätzlichen US-Dollar. Gleich am nächsten Tag jedoch sollen diese wieder abgezogen worden sein. Coinpayments wiederum ist ein Anbieter, der auf den Cayman-Inseln registriert ist und aus Kanada heraus agiert. Gegenüber Globes bestätigte Whitestream:

In den letzten zwei Jahren hat ISIS eine Massenfinanzierungskampagne durchgeführt, um Spenden für Bitcoin zu sammeln. Ziel der Kampagne ist es, zur technologischen Aufrüstung des Unternehmens beizutragen, die sich mit den Bereichen Medien, Werbung und Computerinfrastruktur beschäftigt. Die Hauptanstrengungen werden über eine eigene Website durchgeführt. Sie ändern die Domain-Adresse häufig, sie wollen so eine Verfolgung durch Behörden auf der ganzen Welt verhindern.

Der Zusammenhang von Bitcoin, ISIS und Coinpayments


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Die Verbindung zu ISIS wird von Coinpayments indes bestritten, Whitestream beharrt jedoch auf ihrer Feststellung:

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Name von CoinPayments mit einer terroristischen Vereinigung in Verbindung gebracht wird. Im Februar letzten Jahres haben wir gesehen, dass die Hamas auch einige ihrer Spenden, die sie in Bitcoin erhalten hatten, an diese Plattform geschickt hat, wahrscheinlich um sie von regulärem Geld zu konvertieren. Terroristische Organisationen nutzen in der Regel unregulierte kommerzielle Plattformen aus und arbeiten sie aus. Whitestream arbeitet mit dem National Council for Fighting Terror Financing des israelischen Verteidigungsministeriums zusammen, um diese Geldtransfers zu verhindern und zu stoppen.

Letztlich seien zumindest die Verbindung zwischen der CoinPayments-Wallet und ISIS eindeutig. Denn letzteres entspricht offenbar derselben Adresse, die die Terrororganisation als Spendenkonto listet.

Was die Terroristen offenbar nicht wissen: Durch die Transparenz der Blockchain dürfte es Ermittlern nun zumindest leichter fallen, die Zahlungsströme zurückverfolgen.

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