IPO vs. ICO – Die Liquidität [Serie Teil 3]

Quelle: Modern online trading on stock exchange concept

IPO vs. ICO – Die Liquidität [Serie Teil 3]

IPOs und ICOs haben vieles gemeinsam, weisen aber auch fundamentale Unterschiede auf. In unserer Beitragsserie erklären wir die wichtigsten Unterschiede vom Initial Public Offering (IPO) an der Börse und einem Initial Coin Offering (ICO) am Kryptowährungsmarkt. Heutiger Inhalt: die Liquidität von Aktien und Token.

Teil 1: Der Zweck und die Verwendung

Teil 2: Das Stimmrecht

Teil 3: Die Liquidität

 

Der Aktienhandel an der Börse

Nach dem IPO und der Emittierung der Aktien können diese an der Börse gehandelt werden. Über das klassische Order-Book können Geschäfte durchgeführt werden. Allerdings ist der Handelszeitraum durch die Börse festgelegt und in der Regel nicht rund um die Uhr verfügbar. In Frankfurt kann von 8 bis 20 Uhr gehandelt werden, selbst in London von 9 bis 17:30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können keine Geschäfte durchgeführt werden, höchstens über einen externen Broker.

Die einzige Möglichkeit, unter der Woche rund um die Uhr Aktien zu handeln, ist die Ausnutzung der Zeitverschiebung. In Shanghai beispielsweise ist der Markt von 2:30 bis 8:00 Uhr in der Nacht geöffnet. Am Wochenende nicht.

Die Börsen sind der klassiche Weg des Handels, andere Formen existieren zwar, kommen insbesondere für Kleinanleger jedoch kaum infrage.

Der Token-Handel

Wie die Überschrift bereits andeutet, muss der Token-Handel nicht zwingend über eine Börse erfolgen. Im Unterschied zum Aktienhandel ist der OTC-handel (Over the Counter) sehr einfach, also Token ohne Mittelsmann über die Ladentheke direkt zu verkaufen.

Dass der Token-Handel nicht zwingend eine Börse erfordert, führt auch dazu, dass man nicht an feste Handelszeiten gebunden ist. Handeln kann man neben Börsen auch über dezentrale Exchanges und OTC.

Wer beispielsweise einen ERC-20-Token besitzt, dem gehört letztlich nur der Zugriff auf die über Ethereum gespeicherten Token. Da Ethereum aber als dezentrales Netzwerk funktioniert und permanent verfügbar ist, können diese ohne die Notwendigkeit einer weiteren Partei transferiert werden. Sogar gegen Bargeld ließe sich damit ein Tauschgeschäft durchführen. Das wäre bei Aktien kaum denkbar, spricht man vom klassischen Anleger.

Fazit: Token sind liquider als Aktien

Token können einfacher und schneller sowie auch zeitunabhängig gehandelt werden. Damit sind sie wesentlich liquider als Aktien.

BTC-ECHO

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Monatsabo inkl. GRATIS Bitcoin Whitepaper (Deutsche Fassung gedruckt)

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Neues aus dem Crypto Valley: Polkadot startet „Initial Futures Offering“
Neues aus dem Crypto Valley: Polkadot startet „Initial Futures Offering“
ICO

Polkadot, ein Start-up aus dem Zuger Crypto Valley, das unter den Fittichen der Web3 Foundation steht, kündigt ein so genanntes Initial Future Offering (IFO) an. Was sich hinter dem Begriff versteckt und welche Rolle CoinFLEX spielt.

SEC schlägt zurück: US-Börsenaufsicht verklagt KiK
SEC schlägt zurück: US-Börsenaufsicht verklagt KiK
ICO

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde hat am 4. Juni verkündet, dass sie das Krypto-Start-up KiK verklagt. Demnach wirft die Securities and Exchange Commission (SEC) KiK vor, ihren Initial Coin Offering (ICO) in der Höhe von 100 Millionen US-Dollar illegal durchgeführt zu haben.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: