IOTA: Update des Daten-Marktplatzes sorgt für mehr Dezentralität

Sebastian Holz

von Sebastian Holz

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Sebastian Holz

Quelle: Shutterstock

Auch bei IOTA scheint sich in letzter Zeit vieles weiterzuentwickeln. Die auf Zahlungen zwischen Maschinen spezialisierte Stiftung IOTA veröffentlicht nun ein neues Marktplatz-Update. Ziel ist es, einen dezentralen Marktplatz zu integrieren, der Nutzern die Möglichkeit bietet, Daten zu monetarisieren und zu handeln.

Die in Berlin ansässige Stiftung IOTA hat seinen Daten-Marktplatz weiterentwickelt. Die Foundation sieht sich selbst als einer der führenden Innovatoren im Bereich der Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation. Basierend auf der Tangle-Technik entwickeln namhafte Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Fujitsu und Samsung in Kooperation mit IOTA einen IoT-Daten-Marktplatz. Das kürzlich veröffentlichte Update soll vor allem die Dezentralität des Marktplatzes ausbauen. Die Foundation ist der Meinung, dass das Wachstum von Daten-Marktplätzen ein Ergebnis der IoT-Revolution ist. Wenn es nach IOTA geht, werden sie zukünftig die Art und Weise des Datenaustauschs verändern. Daten-Marktplätze dienen der gemeinnützigen Stiftung zufolge als Mittel zum Austausch von Daten, zur Monetarisierung von Datenströmen und damit als Grundlage für neue Geschäftsmodelle. Zukünftig sollen Datenströme über Unternehmensgrenzen hinaus genutzt werden, um traditionelle Wertschöpfungsketten in Netzwerke zu verwandeln.

Was beinhaltet das Update?

IOTA zielt darauf ab, gemeinsam mit der Industrie einen Standard für das Internet der Dinge zu entwickeln und setzt dabei auf einen Daten-Marktplatz. Das kürzlich veröffentlichte Update beinhaltet unter anderem die Integration von Sensoren wie der Netatmo Weather Station, Bosch XDK oder diverse Sensorkits für den Raspberry Pi. Durch das Update besteht nun die Möglichkeit, die Sensoren zu integrieren, die Daten zu erfassen und zu veröffentlichen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, die Daten in einem Cloud-Backend wie Microsoft Azure, Googles Firebase oder Amazons AWS-Cloud zu speichern. Zukünftig sollen diese Funktionen wohl eine kommerzielle Nutzung von Daten ermöglichen. Nutzer des IOTA-Marktplatzes sollen über diesen dezentralen Marktplatz ihre Daten nicht nur dezentral speichern und verwalten, sondern auch monetarisieren können. Im Rahmen des Updates verkündete IOTA, dass der Proof of Concept nun Open Source ist und bittet die Community, bei der vollständigen Dezentralisierung des Cloud Backends um Mithilfe. Derzeit besteht das zentrale Cloud Backend aus den Komponenten Benutzerauthentifizierung, der Benutzer- und Geräteverwaltung, dem Wallet-Management und der Berichterstellung.

Ausblick


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Derweil scheinen sich Daten-Marktplätze immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. Neben Organisationen wie IOTA, sind auch andere Start-ups wie Streamr dabei, eine Open-Source-Plattform für den Austausch von dezentralisierten Echtzeitdaten zu entwickeln. Indes nimmt die Integration von IoT-Prozessen stetig zu. Einer KPMG-Studie zu folge, bietet die Blockchain-Technologie eine Möglichkeit, die interne und externe Kommunikation von IoT-fähigen Geräten zuverlässig nachzuverfolgen und zu überprüfen. IOTA könnte von dieser Entwicklung wohl zukünftig stark zu profitieren. Wie 2018 bekannt wurde, plant beispielsweise Volkswagen die Einführung eines Digital CarPass, der zur Erfassung der Fahrzeugleistung zum Einsatz kommen soll. Die Einführung der Technik ist noch für dieses Jahr geplant.

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