IOTA: Ivancheglo und Popov jetzt Board Member – Streit beigelegt?

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Serguei Popov und Sergey Ivancheglo sind am Dienstag, dem 14.08., in das Board of Directors der IOTA Foundation aufgenommen worden. Damit findet der Streit um deren Aufnahme, der in der letzten Woche eskaliert war, ein vorläufiges Ende. Ob mit dieser Lösung jedoch alle Parteien zufrieden sind, darf bezweifelt werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

In der vergangenen Woche berichteten wir von einem Streit innerhalb der obersten Führungsebene der IOTA Foundation. Durch einen Leak, der durch einen der IOTA-Gründer, Sergey Ivancheglo, an die Öffentlichkeit getragen wurde, konnten alle Zeugen innerer Zerwürfnisse des Board of Directors werden. Im Wesentlichen ging es darum, dass David Sønstebø die beiden fehlenden Mitgründer Sergey Ivancheglo und Serguei Popov in den Vorstand aufnehmen und diesen von drei auf fünf Köpfe erweitern wollte. Dominik Schiener, der Vorsitzende des Boards, hatte sich bis zuletzt dagegen gewehrt, musste letztendlich jedoch klein beigeben.

Memorandum of Understanding: Ivancheglo und Popov an Board

In der gemeinsamen Erklärung, die die fünf Gründer im Nachgang des Leaks herausgaben, verkündeten sie, dass man sich auf ein Memorandum of Understanding geeinigt habe. So sollten die beiden noch fehlenden Mitglieder nun in einem schnellen Verfahren in das Board of Directors aufgenommen werden.

Wie David Sønstebø am Dienstag über den offiziellen Medium-Kanal der IOTA Foundation bekannt gab, ist dieser Schritt nun vollzogen. Er hieß beide neuen Mitglieder offiziell willkommen. Damit besteht das Board of Directors nun aus allen fünf IOTA-Gründern. Aus nicht näher erläuterten Gründen hatte man Ivancheglo und Popov bei der Gründung der Foundation zunächst außen vor gelassen.

Ist Dominik Schiener der große Verlierer?

Der Vorsitzende des Boards, Dominik Schiener, dürfte über das Ergebnis des Kompromisses nicht gerade glücklich sein, hatte er doch im Vorfeld versucht, die Ernennung der beiden fehlenden Mitglieder hinauszuzögern. Wie aus dem Leak hervorgeht, fürchtete er eine Machtverschiebung zuungunsten seiner Person. So verdächtigt er Ivancheglo und Popov, bei strittigen Entscheidungen als Mehrheitsbeschaffer für David Sønstebø zu fungieren, auf dessen Initiative sie ins Board aufgenommen wurden.

Offenbar blieb Schiener keine andere Wahl, als sich dem Druck der anderen Boardmitglieder zu beugen, nachdem Ivancheglo und Sønstebø ihm öffentliche Rücktrittsforderungen angedroht hatten. Zumindest diese Option scheint inzwischen vom Tisch zu sein – Dominik Schiener bleibt weiterhin Vorsitzender des Board of Directors. Wie vertrauensvoll sich die zukünftige Zusammenarbeit gestalten wird, müssen wir allerdings noch abwarten.

Der IOTA-Kurs hat sich indes – der gesamten Marktlage entsprechend – in den letzten 24 Stunden erholt. Er liegt nach einem Plus von gut 15 Prozent inzwischen wieder bei 0,45 US-Dollar.

BTC-ECHO

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