Investorentag Kryptowährungen 2018 Teil 2

Quelle: BTC-ECHO

Investorentag Kryptowährungen 2018 Teil 2

Heute findet in Berlin der Investorentag Kryptowährungen von BTC-ECHO statt. Wir halten euch während der Veranstaltung auf dem Laufenden und berichten live nach den einzelnen Sessions.

Sven Laepple von Astratum legte zu Beginn der zweiten Session Anlagestrategien zum Investieren in Kryptowährungen dar. Dabei verfolgte er den Ansatz, die Erfahrungen von klassischen Anlageinvestments auf den Krypto-Markt zu übertragen, der eine weitaus höhere Rendite bietet. Entscheidend sei dabei eine akkurate Einschätzung der Kryptowährungen und deren vielfältigen Use-Cases sowie die Möglichkeiten, die sich für ein Investment ergeben. Trotz hoher Risiken bietet das gesamte Krypto-Ökosystem eine einzigartige Investment-Möglichkeit, die mit großer Vorsicht und einem kontinuierlichen Auseinandersetzen mit der Thematik zu händeln ist.

Im Anschluss daran folgte ein hochbesetztes Panel zu einem der aktuell am meisten diskutierten Fragen – Befinden wir uns in einer Krypto-Blase? Dazu diskutierten Bitwala-CEO Jörg von Minckwitz, Florian Glatz vom Blockchain-Bundesverband, Magdalena Isbrandt vom House of Nakamoto und Christian Junger, CEO des Blockchain-Start-ups MADANA. Geleitet wurde das Panel von BTC-ECHO-Chefredakteur Sven Wagenknecht.

Dieser leitete das Panel mit der Frage ein, ob sich das gesamte Ökosystem in einer Blase befindet oder ob sich dies nur für Teile (etwa ICOs) sagen lässt.

Laut Christian Junger ist der Markt definitiv überhitzt und beinhaltet viele Scams, aber auch gute Projekte. Auch Jörg von Minckwitz sieht eine Blase, die er aber nicht unbedingt negativ bewertet. Vergleiche zieht er zu Immobilien und Aktienmärkten, wo Blasen alltäglich seien. Magdalena Isbrandt plädiert dafür, zwischen seriösen Coins (etwa Bitcoin oder Ether) und „Shitcoins“ (99 % aller ICOs) zu abstrahieren. Den Bitcoin sieht sie nicht als klassische Blase, da es immer wieder Korrekturen gibt.

Florian Glatz findet, dass ICOs vermehrt keine Produkte mehr sind, sondern nur Erzählungen. So verschieben sich Krypto-Aktivitäten von Technologiebegeisterung auf monetäre Anreize. Eine Marktkorrektur ist demnach wünschenswert, damit der Fokus wieder auf dem Projekt liegt.

Auch das Thema Regulierung spielte im Panel eine große Rolle. Laut Jörg von Minckwitz bietet Regulierung eine große Chance, da zum einen Verbraucher geschützt werden, zum anderen nachhaltiges Wachstum möglich gemacht wird, da auch institutionelle Investoren in den Bereich einsteigen würden. Auch Christian Junger befürwortet eine aktive Regulierung, die er durch sein ICO auch am eigenen Leib erfahren hat. Florian Glatz weist in diesem Zusammenhang auch auf die Arbeit des Blockchain-Bundesverbands hin, dem er vorsteht.

Als größte Chance wird von Magdalena Isbrandt und Jörg von Minckwitz die Implementierung des Lightning Network angesehen. Christian Junger ergänzte die vermehrten technologischen Neuerungen in 2018, etwa die Öffnung vieler Blockchain-Projekte für ICOs. Florian Glatz sieht in der Tokenisierung von allen möglichen Assets eine große Chance für 2018.

Zum Abschluss der Session hielt Andrei Martchouk von der KI-Group eine Keynote zur Rolle der Banken im Blockchain-Ökosystem. Dabei stellt er heraus, dass es einige Banken gibt, die Chancen realisiert haben, die die Blockchain-Technologie und Distributed Ledger-Lösungen auch für das klassische Bankgeschäft bieten. So stellt er etwa das R3-Konsortium als Zusammenschluss von Banken und Finanzdienstleistern heraus, die intensiv in Forschung und Entwicklung rund um die Blockchain investieren. Generell gebe es jedoch noch eine große Unwissenheit, was das Thema angeht. Dementsprechend rechnet er damit, dass es noch ein wenig dauern wird, bis Banken die neue Technologie in vollem Umfang anwenden können.

Der letzte Teil unseres Berichts folgt am Abend.                                                                                                                     

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