Das Berliner Blockchain-Startup Xtech im Interview

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: https://xtech.ai/company/press/

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Das Berliner Blockchain-Startup Xtech ist vielen noch unbekannt – zu Unrecht, wie wir finden. Nicht ohne Grund hat der Energiekonzern innogy vor kurzem einen sechsstelligen Betrag in das Startup investiert.

Xtech hat das Zeug dazu umfassende Anwendungen für die Schnittstelle Blockchain und IoT zu liefern und damit Bezahlvorgänge zwischen Maschinen auf Blockchain-basis zu ermöglichen. Der Mitgründer von Xtech, Christian Gorgas, war so freundlich uns zu einem Interview in sein Büro am Hackeschen Markt in Berlin einzuladen.

Christian, kannst du uns zu Beginn kurz erläutern was Xtech macht und was deine Rolle ist?

Wir sehen einen klaren Zusammenhang zwischen Distributed Ledgern und autonomen Maschinen / Robotern. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht beide Welten miteinander zu verbinden und somit Machinen bezahlfähig zu machen. Das schafft eine neue Form der Economy – die Machine Economy. In diesem Bereich sehen wir riesiges Potenzial auf drei Ebenen: als erstes die Bezahlungen von Maschinen untereinander (beide Parteien sind in diesem Fall voll Crypto ready) – als zweites die Interaktion von Mensch und Maschine. In diesem Fall gilt es, auch den Euro besitzenden Menschen – Crypto ready zu machen und drittens natürlich die Identifikation beider Parteien.


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Ich bin Mitgründer, CO-CEO und Produkt-Architekt. Ich kümmere mich also vorrangig um die Produktvision und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Ich arbeite mit unseren Entwicklern an einem Produkt, das von der Business- und Kundenseite entsprechend verstanden und verkauft werden kann.

Was macht euer Team aus und wie habt ihr schon heute eine Blockchain-Anwendung auf den deutschen Markt bringen können?

Wir haben als interdisziplinäres Projektteam schon 2014 einen Bitcoin-Exchange mit Trading-Engine bei einer deutschen Vollbank ins Kernbankensystem implementiert.

Jetzt haben wir im Projekt Share and Charge, gemeinsam mit Slock.it eine der allerersten Blockchain-basierten P2P-Anwendungen auf den Markt gebracht. Beides technisch sehr unterschiedliche Herausforderungen in juristisch hochregulierten Bereichen (Energiehandel, Banking, Trading). Da gilt es die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit, technischem Knowhow, Systemsicherheit, Rechtssicherheit und Bedienerfreundlichkeit zu finden. Aber genau das, zeichnet uns aus.

Kannst du uns die Abwicklung einer Machine-to-Machine-Transaktion über eure Plattform erläutern?

Bei einer Machine-to-Machine-Transaktionen treten zwei mit einer einmaligen ID versehenen und einer Wallet ausgestatteten Parteien in einen direkten Werteaustausch.

Insofern diese Transaktion ausschließlich mit einer kryptischen Währung vollzogen wird ist der Prozess einfach, da beide Parteien ohnehin nur in Form von Protokollen kommunizieren. Die Blockchain signiert hier lediglich die Transaktion und stellt somit das benötigte Trustlevel her.

Sobald ein Akteur in die Transaktion einschreitet, der nicht Crypto-ready ist, muss die Transaktion zusätzlich über unsere Clearing und Reconciliation Engine verifiziert werden. Hierzu benutzen wir z.B. beim Projekt Share and Charge einen Euro backed Token. Endkunden können dabei über ihre Kreditkarte Geld in das System einzahlen, zeitgleich erzeugt ein Smart Contract die Token zur internen Verrechnung. Über unsere Engine wird dann sichergestellt, dass alle Systeminternen- und externen Transaktionen am Ende zum selben Ergebnis kommen.

Erst vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass ihr eine sechsstellige Kapitalspritze von innogy erhalten habt, wofür benötigt ihr das Kapital konkret?

Innogy als Investor zu haben ist für uns in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Schritt gewesen. Erstens hat sich innogy’s eigener Innovation Hub auf die Fahne geschrieben Horizon 3 Technologien, also neuartige Ideen aus dem Pilot- und Forschungsbereich, schon heute  praktisch umzusetzen. Zweitens kann innogy auf gut 23 Millionen Kunden zurückgreifen. Drittens  wird in einer Welt in der Maschinen eine Menge unserer Aufgaben erledigen, sehr viel Energie benötigt.

Das rein finanzielle Investment ist bei dieser Kooperation für uns also fast schon zweitrangig. Dennoch werden wir mit der Kapitalspritze unser Entwicklerteam noch einmal aufstocken.

Könntet ihr euch trotzdem in Zukunft vorstellen ein ICO zu machen oder gibt es sogar schon konkrete Pläne?

Unser Modell von Euro backed Token aber auch ein Machine Coin könnten so einen Schluss natürlich zulassen…

Wo wird eure Plattform Xtech bereits in der Praxis eingesetzt?

Wie bereits erwähnt, ist Share and Charge der aktuelle Use Case auf der Straße. Außerdem haben wir noch ein Startup aus Seattle dazu gewinnen können, welches mit einem Token im E-Sports Bereich unterwegs ist.

Unser Fokus liegt aber ganz klar auf Machine Economy Themen, daher sprechen wir aktuell mit Logistik und Mobility Anbietern über weitere Einsatzmöglichkeiten und Kooperationen.

Nun baut eure Plattform auf der Ethereum-Blockchain auf. Der zugrunde liegende Token Ether hat sich, wie viele andere Kryptowährungen, vervielfacht in den letzten Wochen und steht aktuell bei 380 US-Dollar. Glaubst du, der enorme Kursanstieg ist gerechtfertigt oder doch eher einer Investmentblase zu zuschreiben?

Unfassbar. Nicht ganz einen Monat ist es her, da haben mich viele meiner Freunde angesprochen und nach meiner Einschätzung eines guten Krypto-Investments gefragt. Da habe ich nur gesagt, dass ich am meisten auf Ethereum und Bitcoin setze. Den enormen Zuwachs, hätte aber ich auch nicht erwartet. Ich sollte mich zum Essen einladen lassen (lacht). Natürlich freue auch ich mich als früher Ethereum- und Bitcoin-Investor über die Entwicklung. Eigentlich möchte ich aber lieber die Coins im Daily Business einsetzen können. Da stockt, zumindest der europäische Markt noch ein wenig…

Aber mal im Ernst: ein derart schnelles Wachstum konnte niemand prophezeien. Dass sich die Werte in einer solchen Geschwindigkeit bewegen, sollte man zumindest hinterfragen.

Könntet ihr euch vorstellen auch auf eine andere Blockchain umzuswitchen? Und wenn ja, welche?

Definitiv ja. Wir haben von Anfang an unsere Architektur so gebaut, dass wir nahezu “Blockchain-agnostisch” agieren können.

Ethereum ist aktuell aber genau die richtige Plattform für uns. Wenn ich mir überlegen könnte, welche in der Zukunft ggf. interessant sein könnte, denke ich als erstes an Ripple.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Die Entwicklung im Blockchain-Bereich ist rasend schnell. Viele Anwendungsfälle der Zukunft sind noch gar nicht entwickelt oder ausgedacht. Wir fokussieren uns darauf, die Plattform zu entwickeln, welche die Maschinen-Ökonomie ermöglicht – daran arbeiten wir.

Vielen Dank für das nette Interview.

BTC-ECHO


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