ING’s Ethereum Handelsplattform für Öl könnte den Rohstoffhandel revolutionieren

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © xmentoys - Fotolia.com

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Die niederländische Bank ING zeigt sich offen für weitere Blockchain-Anwendungen. Insgesamt arbeitet die Bank bereits an 20 solcher Anwendungen und das ist ein gutes Zeichen, so der Leiter der Innovationsabteilung.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Aus einer Vielzahl von Experimenten, bei denen sich die Bank einen großen Wissenspool aufbauen konnte, haben sich insbesondere fünf Anwendungen herauskristallisiert. Diese Anwendungen sollen zukünftig fokussiert und weiterentwickelt werden.

Ein Großteil der Projekte wird zunächst hinter verschlossenen Türen entwickelt, während zwei Projekte jetzt den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt haben. Eines davon ist eine Handelsplatform für Gas, welches schon bald gelauncht werden soll. Das andere Projekt beschäftigt sich mit dem Handel von Öl über die Ethereum-Blockchain. Erste Live-Transaktionen sollen hier bereits getätigt worden sein.

Der Leiter der ING Innovationsabteilung Ivar Wiersma hat CoinDesk gegenüber bestätigt, dass zukünftig auch andere Banken einen Zugang zu der Handelsplattform für Öl erhalten sollen. Sie sollen dadurch nicht nur Kosten einsparen können, sondern auch Umsätze generieren.


Wiersma erklärte die Strategie hinter dem Vorhaben:

“Zunächst ist es einfacher mit einem kleinen internen Team an einem Projekt zu arbeiten und diverse Hypothesen zu testen. Der nächste logische Schritt ist dann das Netzwerk weiter auszubauen.“

Erste Details über das Projekt verriet die ING während eines Meetings mit potentiellen Partnern auf der  International Petroleum Week im vergangenen Monat. Hier gewährte die Bank einen kurzen Einblick darin, wie die auf Ethereum basierte Plattform zukünftig aussehen könnte.

Einen ersten Testlauf soll die Bank bereits hinter sich gebracht haben. Hier wurde auf dem „Easy Trading Connect“ Blockchain Prototypen eine Live-Transaktion zwischen der ING, der Société Générale und dem Rohstoffhändler Mercuria für einen afrikanischen Ölfrachter abgewickelt. Auf dem Weg nach China wurde das Öl über den Prototypen drei Mal verkauft.

In dem Liveversuch benötigte die Transaktionsabwicklung der Banken gerade einmal 25 Minuten. Unter herkömmlichen Bedingungen dauert ein solcher Vorgang mehr als 3 Stunden. Für die Trader bedeutet das eine Effizienzsteigerung von 33%, so die ING.

Mit einer Kosteneinsparung von Mercuria geschätzten 30% ist das Potential der Handelsplattform immens.

Derzeit steht das zukünftige Geschäftsmodell unter Berücksichtigung weiterer teilnehmenden Banken noch nicht genau fest. Wiersma erklärte gegenüber CoinDesk, dass sich die Bank sowohl ein Abonnement-Modell als auch ein Modell vorstellen könnte, welches jede Transaktion einzeln berechnet.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via CoinDesk (gekürzte Fassung)


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