Indischer Zentralbankier: Potenzial für Blockchain-Währungen ‘überschätzt’

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © razihusin - Fotolia.com

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Das Potenzial für digitale Währungen wie Bitcoin soll “überschätzt” werden. Ein hoher Beamter der Indischen Zentralbank äußerte dies heute in einer Rede der Reserve Bank of India.

Der stellvertretende Direktor der Reserve Bank of India, Rama Subramaniam Gandhi, sprach auf einer Technologiekonferenz für Finanzen in Mumbai und nahm dort einen kritischen Blick auf die Technologie vor. Seiner Ansicht nach ist der Glaube, dass digitale Währungen jene Währungen von Regierungen ersetzen werden übertrieben.


Gandhi äußerte bereits in der Vergangenheit seine Kritik gegenüber Forschungen zur Blockchain, die von der Zentralbank angestrebt wurde. Er erklärte heute den Anwesenden:

“Die Blockchain, welche die Basis für Währungen wie Bitcoin bietet, wird von vielen als Todesstoß für (gebräuchliche) Währungen gesehen. Ich glaube ihr Potenzial wird überschätzt. Wir sehen, dass die Lösung mit virtuellen Währungen keine Zentralbank oder finanzielle Institution benötigt. Dies birgt mögliche finanzielle, betriebstechnische, rechtliche, sicherheitstechnische und verbraucherspezifische Risiken.”

Der stellvertretende Direktor gründete seine Argumentation auf zwei Annahmen: einerseits, dass die meisten Menschen kein System mit digitalen Währungen trauen würden, dass nicht von einer Institution ausgegeben würde, und andererseits, dass die Schwierigkeit eine Währung nachzuverfolgen sie noch lange nicht anonym macht – für ihn ein Kernpunkt einer Währung.

“Genau aus diesem Grund ist es ein Wunschtraum, dass Blockchain ‘Währungen’ durch ‘virtuelle Währungen’ ersetzen wird”, sagte er.

“Das ‘Vertrauen‘ in Bitcoins oder andere virtuelle Währungen, die auf Blockchain oder anderen Technologien basieren, beschränkt sich lediglich auf die ersten Interessenten bzw. Kreise“, sagte Gandhi weiterhin. “Die erste Runde an Interessenten ist immer von Abenteurern und Risikosuchern gefüllt; in dem Moment in dem die Masse dazu kommt, kommen die Risikovermeider dazu, sie werden ein größeres ‘Vertrauen’ brauchen und das kommt nur wenn eine ‘Instanz’ hinzu kommt, die die Währung ausstellt.”

Doch Gandhi äußerte sich auch “zufrieden” über die Blockchain-Forschungen die das Institute for Development and Research in Banking Technology (IDRBT) unternimmt. Die Reserve Bank of India unterstützt dieses Vorhaben.

“Es gibt Bewegungen innerhalb der Zentralbanken selbst, um die Blockchain-Technologie zu nutzen”, sagte er. “Natürlich erfordert das eine Menge Forschungen.”

Kommentar von Danny de Boer, BTC-ECHO:

“Die Menschen würden keinem System vertrauen, das von keiner Instanz gesteuert wird? Natürlich möchte Gandhi sein eigenes Nest nicht beschmutzen, aber die Aussage ist für die indischen Bürger schon ein Schlag ins Gesicht – denn wie sieht die Alternative aus?

Nachdem die Demonetarisierung von der Regierung vorangetrieben wurde, explodierte das Interesse an Bitcoin & Co. Das Vetrauen in etablierte Instanzen, wie eine Zentralbank, wurde hier eigentlich ‘zerstört’.

Was die RBI nicht vergessen darf: Vertrauen ist auch Verantwortung, und da darf man das indische Volk nicht ‘hängen lassen’.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk

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