Indische Kommission empfiehlt Bitcoin als Zahlungsmittel

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Was hat die Krypto-Ökonomie mit Sportwetten zu tun? Indien prüft derzeit eine mögliche Legalisierung des Wettgeschäfts und könnte damit Bitcoin & Co. nebenbei zur rechtlichen Akzeptanz als Zahlungsmittel verhelfen.

Die Rechtskommission, ein von der Regierung eingerichtetes Beratungsgremium, prüft nach gerichtlicher Aufforderung, ob man Wetten in Indien legalisieren sollte. Der nun veröffentlichte Bericht beinhaltet eine positive Überraschung für alle Krypto-Interessierten. So stellt die Kommission in diesem Zuge Kryptowährungen mit legal akzeptierten Zahlungsmitteln gleich.

Regulierung statt Verbot – für Wetten und für Kryptowährungen


Die Kriminalisierung von Sportwetten hält indische Buchmacher und Wettlustige nicht vom Glücksspiel ab. Nachdem es 2013 im Rahmen eines Cricket-Turniers der Indian Premier League (IPL) zu einem Wettskandal aufgrund geheimer Absprachen kam, reißt die Debatte um eine mögliche Legalisierung im Land nicht ab. Dabei kritisiert man das komplette Verbot heftig, da es dem Wettgeschäft ein erfolgreiches Dasein in der Schattenwirtschaft ermöglicht hat. Entsprechend betont Tuhina Joshi, eine Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei TRA Law, die mehrere Börsen vertritt:

„Die Rechtskommission empfiehlt, die Regulierung des Glücksspiels einem direkten Verbot vorzuziehen. Dies ist das gleiche Argument, das wir im Zusammenhang mit Kryptowährungen haben.“

Staatliche Institution erkennt erstmals Wert von Kryptowährungen an

Dieser Möglichkeit zur Regulierung müsse jedoch zunächst ein Überblick über die Mittel vorausgehen. Bislang konnte die Kommission feststellen, dass Kryptowährungen das Online-Glücksspiel ohnehin leichter gemacht hätten, da die Transaktionen schwer zu verfolgen seien. Dennoch empfiehlt sie in ihrem Bericht, den sie Anfang dieses Monats dem Obersten Gerichtshof in Indien vorgelegt hat:

„Glücksspieltransaktionen sollten bargeldlos gemacht werden, indem elektronische Zahlungsmittel wie Kreditkarten, Debitkarten, Net-Banking oder Kryptowährungen verwendet werden.“

Wie die indische Nachrichtenplattform Quartz berichtete, ist der Gründer und CEO der indischen Kryptobörse WazirX, Nischal Shetty, von dieser Aussage begeistert. Insbesondere da der Entscheidung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema vorausging, sei diese Äußerung von entscheidendem Gewicht:

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„Es ist das erste Mal, dass eine von der Regierung ernannte Stelle virtuellen Währungen Anerkennung zuteilte, dass sie Wert haben und für eine Transaktion verwendet werden können.“

Auch der Hohe Gerichtsverteidiger von Delhi, Mohammed Danish, ist von der Aussage der Kommission überzeugt. Sie sei vor allem deswegen so bemerkenswert, weil die Kommission hierfür den Empfehlungsabschnitt ihres Berichts genutzt hat. Danish ist außerdem Experte für Regulierung bei Crypto Kanoon, einer Plattform, die sich mit regulatorischen Analysen und der rechtlichen Sensibilisierung von digitalen Währungen in Indien beschäftigt.

In der Tat ist diese Empfehlung zur Nutzung von Kryptowährungen von einer staatlichen Institution bemerkenswert, da der indische Finanzminister Anfang des Jahres noch daran festhielt, Bitcoin nicht als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptieren zu wollen.

BTC-ECHO

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