Indien möchte Bitcoin wie Gold besteuern

In kaum einem anderen Land wurde in den letzten Wochen und Monaten so kontrovers über die Bitcoin-Regulierung diskutiert wie in Indien. Nun gibt es Neuigkeiten über die Besteuerung.

Um Bitcoin in die Rechtsstrukturen zu integrieren, wurde eine extra Arbeitsgruppe eingerichtet und in der Bevölkerung wurden Umfragen zum Thema: “Wie soll Bitcoin reguliert werden” durchgeführt. Anstatt eines anfänglich denkbares Verbotes von Bitcoin, kam es zu einem insgesamt positiven Feedback der Beteiligten.

Das Thema Steuern steht dabei natürlich ganz weit oben in der Liste zu regulierender Rechtsnormen. Laut einem Bericht wird voraussichtlich das Securities and Exchange Board of India (SEBI) die Überwachung und Regulierung von Bitcoin übernehmen. Für die Steuern bedeutet dies, dass Bitcoin wahrscheinlich einen ähnlichen Status bekommt wie Gold oder Wertpapiere.

Des Weiteren würde dies auch bedeuten, dass Bitcoin-Transaktionen registrierungspflichtig werden würden. Eine wichtige Bedingung für die Legalisierung von Bitcoin, da der Staat Anti-Geldwäschestandards und Know-Your-Customer-Prinzipien zwingend durchsetzen möchte.

BTC-ECHO


Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er Politik und Wirtschaft in Münster studiert und verschiedene berufliche Stationen, etwa in einer der führenden Unternehmensberatungen und im Bundeswirtschaftsministerium, absolviert. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Speaker, zuletzt etwa auf dem St. Petersburg International Economic Forum 2017, referiert er über das makroökonomische Potential der Blockchain.