IMF warnt vor Griechenlands explosivem Schuldenberg

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Eu and greece flags - Grexit concept

Quelle: © luks7 - Fotolia.com

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Laut des IMF (International Monetary Fund) hat Griechenland nur noch drei Wochen, um eine Lösung für seine Schulden zu finden. Derzeitig verharren Regierung und Kreditgeber in einem Stillstand. Entweder stimmt Griechenland größeren Sparmaßnahmen zu, oder es wird eine neue Regierung gewählt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Keine dieser Lösungen ist für die jetzige Regierung akzeptabel, doch eine Lösung muss gefunden werden. Der IMF sieht voraus, dass Griechenlands Schuldenlast in den nächsten 15 Jahren “explosiv” werden könnte.

Jeder der ein Auge auf den Finanzsektor geworfen hat, ist sich über Griechenlands Schuldenprobleme bewusst. Seitdem das Land ein Rettungspaket erhalten hat, kämpft es mit der Rückzahlung der Schulden. Es ist schwierig einen richtigen Konsens zu finden doch es scheint auch so, als würde sich die griechische Regierung stur geben.

IMF warnt vor Griechenlands Situation

Wirtschaftsprofessor Aristides Hatzis erklärte, dass diese Verhandlungen bis zum 20. Februar abgeschlossen sein müssen. Dies gibt Griechenland drei Wochen Zeit einen Kompromiss zu finden, ansonsten können die Folgen verheerend sein. Tatsächlich sei es nicht unwahrscheinlich, dass das Land an dieser Stelle die EU verlassen will.


Steuerziele wurden bereits bei der Vergabe des Rettungspakets anvisiert. Unglücklicherweise zweifeln die Kreditgeber an der Fähigkeit Athens sich an die vorgegebenen Richtlinien zu halten. Das derzeitige Rettungsprogramm läuft in 2018 aus. Rentenkürzungen und Steuererhöhungen wären notwendig um die jetzige Situation zu retten. Die Griechische Regierung wird keine dieser Methoden in der nächsten Zeit einsetzen wollen. Selbst die Europäische Kommission will Griechenland nicht unterstützen, so lange es seine Gesetzeslage nicht in den Griff bekommt.

Egal auf welche Situation es hinausläuft, die griechische Wirtschaft ist im besten Falle noch als “düster” zu bezeichnen. Reformen einzuführen wird wahrscheinlich nicht genug sein, um eine Schuldenexplosion im Jahr 2030 abzuwenden. Es scheint für das Land fast unmöglich aus seiner Schuldenfalle auszubrechen. Tatsächlich legt der IMF Schuldenentlastungen der europäischen Partner gegenüber Griechenland nahe. Dieses Szenario ist jedoch sehr unwahrscheinlich.

Die finanzielle Unsicherheit in Griechenland bewegt immer mehr Menschen zu alternativen Finanzlösungen. Der Euro zahlt sich für Griechenland nicht aus, auch die Mitgliedschaft in der EU scheint nicht richtig zu funktionieren. Sollte ein Grexit geschehen, braucht das Land eine neue nationale Währung. Bitcoin mag hier die einzig nachhaltige Chance sein, da er nicht an Banken, Regierungen oder Regionen gebunden ist.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von JP Buntinx via newsbtc


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