Identität 2.0: Die Dezentralisierung der Identität

Quelle: capital city and glow line as business global network connection . Block chain network concept , Distributed ledger technology via shutterstock

Identität 2.0: Die Dezentralisierung der Identität

Wir begeben uns auf die Reise zur Persönlichkeit: Was bedeutet Identität? Wie kommt man von der analogen zur digitalen Identität? Auf dem Weg dorthin beleuchten wir historische Konzepte von Identität, bis wir beim Thema Digitale Identität und Blockchain ankommen – und uns fragen können: Wer und wie werden wir sein? Heute: Identität 2.0.: Die Dezentralisierung der Identität.
Identität 1.0: Geschichte der Identität
Identität 2.0: Die Dezentralisierung der Identität
Identität 3.0: Das Ich im digitalen Spiegel
Identität 4.0: Der goldene digitale Fußabdruck – Von Daten und Konzernen
Identität 5.0: Digitale Identität und Blockchain
Identität 6.0: Was wir von Mr. Robot lernen können

Identität 1.0: Geschichte der Identität

Identität 2.0: Die Dezentralisierung der Identität

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Identität 4.0: Der goldene digitale Fußabdruck – Von Daten und Konzernen


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Identität 5.0: Digitale Identität und Blockchain

Identität 6.0: Was wir von Mr. Robot lernen können

Erinnern wir uns an Teil 1 dieser Reihe. Zur Zeit der Aufklärung sah man in gewissen Denkrichtungen Identität als den festen Kern von Individuen an. Eine unveränderbare Eigenschaft also, die Menschen ein eindeutiges Zentrum verleiht. Diese Sichtweise sollte sich jedoch bald ändern. Der „Kern“ des Menschen wurde als beweglich verstanden werden, als etwas, das im Wandel begriffen ist. Und damit in einem gewissen Sinne: dezentral.

Identität wird dezentral

Zunächst gab es in diesem Zusammenhang eine Trennung von einem Innen und einem Außen von Identität. Gerade im soziologischen (G.H. Mead, C.H. Gooley), aber auch im psychologischen (Sigmund Freud, Jacques Lacan) Kontext setzte sich im 19. und 20. Jahrhundert die Meinung durch, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Arten gibt, wie Menschen ihre Identität „erhalten“. So gibt es, je nach Denkrichtung – eine „innere“ und eine „äußere“ Identität.

Die äußere Identität wird im soziologischen Kontext in der Beziehung zur Umwelt geformt. Durch den Kontakt zu Familie, Lehrern und kulturellen Insitutionen erlernen wir Werte, Normen und Konventionen, die unsere (äußere) Identität formen. Diese „äußere“ Identität steht hier also nicht mehr als unveränderbarer Kern, sondern wird im Zusammenspiel von Mensch und Umwelt geformt. Diese Formungen haben auch Einfluss auf die innere Identität, den Charakter, die Denkweisen und verinnerlichten Verhaltensmuster.

Die Geschichten, die wir erzählen


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Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde dann der Begriff des Narrativs wichtig – die Geschichte(n), die wir (uns) über uns erzählen. Stuart Hall etwa, einer der führenden Kulturtheoretiker Großbritanniens, ging davon aus, dass wir keinen festen Kern als Identität haben, sondern dass die Identität von den Kontexten abhängig ist, in denen wir uns befinden und in die wir uns begeben.

Wir spielen alle Theater

Nicht nur Shakespeare machte Theater. Eigentlich spielen wir alle Theater – jeden Tag.

In diesem Zusammenhang verwendete Erving Goffmann in Anlehnung an Theorien aus der Theatertheorie den Begriff der sozialen Rollen. Er ging davon aus, dass man in verschiedenen sozialen Situationen und Kontexten verschiedene Rollen einnimmt. Je nachdem, wie man wirken möchte und welchen Eindruck man bei Menschen in seinem Umfeld wecken will, verhält man sich anders. So gibt man sich auf der Arbeit sicher anders als im vertrauten Kreis der Familie, während man mit Freunden wahrscheinlich andere Gespräche führt als mit der Großmutter. Ob das bewusst oder unbewusst geschieht, spielt bei dieser Betrachtung keine Rolle – man wirkt, lebt und spricht unterschiedlich –  je nach Kontext.

Man kann in diesem Zusammenhang also Identität nicht als etwas Feststehendes, Unveränderbares, gar als einen Kern betrachten. Vielmehr ist es ein im Wechsel begriffenes Spiel von Innen und Außen, von Selbst- und Fremdwahrnehmung, das sich aus vielen verschiedenen Augenblicken zusammensetzt.

Man erinnere sich hier auch nochmals das Zitat Mark Zuckerbergs aus dem ersten Teil. Seine Äußerung über den Mangel von Integrität bei mehreren Identitäten kann hiermit als äußerst zweifelhaft gelten. Doch wie man in den nächsten Teilen erfahren wird, liegt dahinter die Idee der Zentralisierung von Daten. Mehr dazu in der nächsten Woche.

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Disclaimer: Identität ist ein hochkomplexes Thema, das seit Jahrhunderten Thema der Forschung ist. Der Autor versucht dieses bestmöglich und verdaulich zu präsentieren, weswegen er um gewisse Verknappungen nicht umhinkommt. Der eingenommene Blickwinkel ist geprägt vom Studium der Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften, angereichert mit philosophischen, soziologischen und psychologischen Wissensausschnitten. Dennoch kann weder Vollständigkeit garantiert, noch absolute Wahrheit reklamiert werden. Daher soll die vorliegende Artikelreihe als das begriffen werden, was sie ist: eine Möglichkeit, den Horizont zu erweitern. Und darüber hinaus: viel Spaß beim Lesen bereiten.

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