IBM-Patent: Identifikation von unsicheren Spielorten für AR-Games mittels Blockchain

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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IBM meldete am 1. November in New York das Patent für eine blockchainbasierte Geodatenbank an. Diese soll Spielerinnen und Spielern von Augmented Reality (AR) Games die Identifikation von ungeeigneten Orten erleichtern. 

Vitalik Buterin hat einmal behauptet, auf die Idee mit Ethereum sei er gekommen, weil Blizzard seinen World-of-Warcraft-Charakter willkürlich abgeändert hatte. Diese Ausübung von zentralisierter Entscheidungsgewalt habe ihn so gefuchst, dass sich das damals 19-jährige Wunderkind an die Entwicklung einer dezentralen Plattform gemacht hat, die derlei Pfusch von oben unterbinden kann.

Die Blockchain- und die Videospiel-Industrie können also zusammenfinden. Dass das erste wirklich funktionierende Spiel auf der Ethereum-Blockchain mit der Aufzucht von virtuellen Katzen zu tun hat – geschenkt.

IBM könnte die Symbiose aus Blockchain- und Gaming-Industrie nun neu beleben. Das IT-Unternehmen meldet ein Patent für eine „Location-based augmented reality game control“ an.

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Augmented Reality (frei übersetzt: erweitere Realität) bedeutet in der Videospiel-Industrie die Integration von Plätzen der realen Welt in die virtuellen Inhalte von Videospielen – und umgekehrt. Da die Spieler die Orte dafür physisch betreten müssen, kommt AR in aller Regel bei Smartphone-Spielen zum Einsatz. Ein Beispiel dafür ist die App Pokémon GO. Spieler bewegen sich dabei mit ihren Smartphones durch die Städte und können währenddessen Spielfortschritte erzielen.

Ein großer Kritikpunkt an AR-Spielen ist jedoch die Gefahr, dass Spieler an Orte kommen, die dafür nicht geeignet sind. Dies können für die Spieler riskante Orte wie Viertel mit einer hohen Kriminalitätsrate oder natürlich Privatgrundstücke sein.

Das IBM-Patent bietet jetzt erstmals eine Blockchain-Lösung, um Spieler von sogenannten „unerwünschten Orten“ fernzuhalten. Dabei greift das Unternehmen auf eine sich ständig erweiternde Datenbank an Orten zurück, die für das AR-Game ungeeignet sind und gleicht diese mit dem Standort der Spieler ab. Gibt es einen Match zwischen einer als unerwünscht markierten Örtlichkeit und dem Standort des Spielers, so wird der AR-Spielinhalt auf dem Smartphone modifiziert. Dadurch erkennt der Spieler, dass er sich aktuell auf ungeeignetem Terrain bewegt.

Vertrauen durch Blockchain

Die eingetragenen ortsbezogenen Daten sollten authentisch und sicher sein. Dafür will IBM seine „Augmented Reality Game Control“ auf einer Blockchain lancieren. Im Patent liest sich die Idee folgendermaßen:

„[…] ein wichtiger Aspekt eines ortsbezogenen Augmented-Reality-Spiels [ist] das Vertrauen in die realen Standorte. Akteure oder Nutzer können einen Standort für verschiedene Zwecke missbräuchlich markieren. Daher ist es wichtig, dass das System jede standortbezogene Transaktion überprüft und validiert. […] Das Blockchain-System verfolgt, speichert und verwaltet standortbezogene Transaktionen zusammen mit anderen Standortmetadaten sicher.“

IBM und Blockchain

Das neue AR-Patent reiht sich ein in eine lange Historie an Blockchain-Projekten des Tech-Unternehmens. Zu nennen sind unter anderem die „Dubai Blockchain Platform“, ein Patent zur „unmanned aerial vihicle data management“ und ein Projekt zu Blockchain-Frachtbriefen in Lieferketten. Insgesamt kommt IBM jetzt auf beachtliche 89 Patentanmeldungen für Blockchain-Ideen und liegt damit nur eine Patentanmeldung hinter Alibaba, dem chinesischen E-Commerce-Giganten.

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