IBM Blockchain Pilotprojekt soll das ‘Last Mile’ Problem lösen

Max Kops

von Max Kops

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Das IT-Konglomerat IBM arbeitet mit einem Startup aus Singapur zusammen, um eine gemeinsame Blockchain-Lösung für das sogenannte „last mile“ Problem in Logistikprozessen zu lösen.
Das last mile Problem: Der kurze Weg zum Kunden?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Das last mile Problem: Der kurze Weg zum Kunden?

Das sogenannte last mile Problem ist eine Herausforderung im Bereich des Supplay-Chain-Managements, bei dem es um die Zustellung von Sendungen an die Haustür des Kunden, ausgehend vom Logistikzentrum geht. Während sich der Weg zwischen unterschiedlichen Logistikzentren in der Zukunft sehr weit automatisieren lässt und durch Technologien wie autonome Fahrzeuge großes Einsparpotenzial bietet, stellt die „letzte Meile“ Transportdienstleister vor ein umfangreiches Problem: Ein Paket bis an die Haustür zu liefern ist ohne menschliche Hilfe sehr schwierig, weil die Wege sehr unstetig sind und – anders als weite Autobahnstrecken, die über Navigationsprogramme geplant werden können – Unternehmen nicht bekannt sind.

Hinzu kommen überproportional steigende Kosten im Stadtverkehr, die die letzte Meile auf dem Weg zum Kunden verursacht. Unternehmen bauten deshalb bereits spezielle Mini-Fahrzeuge mit einem geringen Paketvolumen, die sich im Stadtverkehr zurechtfinden.

Während das Projekt der Packstationen von DHL in Deutschland mittlerweile sehr bekannt ist, bieten andere Dienstleister außerhalb der Ablage in einem Paketshop in der Nähe meist keine Alternativen.

Freshturf: Paketschließfach soll das Problem über die Blockchain lösen


FreshTurf möchte die entwickelte (Blockchain-) Technologie auf das Tracking von Sendungen anwenden. Dazu soll ein dezentrales Netzwerk an Schließfächern aufgebaut werden, die gemäß dem distributed ledger Prinzip aneinander gekettet sind. Dies soll Kunden vor allem die Möglichkeit bieten, ihre Pakete an einem sicheren Ort abzulegen. Anders als bei einer Ablage an einem festgelegten Ort kann so nur der Kunde auf das Schließfach zugreifen und soll vor Diebstahl geschützt werden.

Das Projekt geht aus der „IBM BlueMix garage“ hervor, einem globalen Netzwerk aus Innovation Hubs, das sich zum Beispiel mit Blockchain-Technologien befasst. Das Bluemix Netzwerk ist dabei ein Teil der Kernstrategie von IBM für Anwendungen der Blockchain.

Beherrschen Roboter die Zukunft?

Für die Lösung des last mile Problems gibt es viele Ansätze. Roboter, Drohnen und sonstige autonome Zusteller. Dieses Entwicklungsfeld stellt Dienstleister vor große Herausforderungen: Eine Drohne beispielsweise einen Kilometer weit gerade aus fliegen zu lassen, ist mit entsprechenden Stromversorgungen deutlich einfacher als die automatisierte Ablage direkt vorder Haustür. Wie sieht es rechtlich aus, wenn ein Roboter ein Paket an der Haustür ablegt? Darf ein Roboter, der technisch dazu imstande ist, ein Hochhaus betreten, den Aufzug benutzen und den Kunden mit der Lieferung seiner Bestellung beglücken? Wie steht es um sicherheistechnische Konzepte, die verhindern, dass Roboter einfach mit ihren Lieferungen „entführt“ werden? All das sind Fragestellungen des Supply-Chain-Managements, denen sich die Transportdienstleister stellen müssen.

FreshTurf: Wie geht es weiter?

Beide Unternehmen haben noch kein Statement dazu abgegeben, ob es in nächster Zeit zur Ausrollung des Services für die kommerzielle Nutzung kommt. Das Projekt befindet sich damit aktuell in der Pilotphase und wird untersucht.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Gautham via newsBTC


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