Huobi Pro öffnet seine Tore in Südkorea

Huobi Pro öffnet seine Tore in Südkorea

In Südkorea geht es wieder voran. Die zweitgrößte Kryptobörse nach Handelsvolumen hat nun ihre Zweigstelle Huobi Pro eröffnet. Die Richtlinien mögen vergleichsweise restriktiv sein. Die Eröffnung zeigt jedoch, dass Kryptowährungen nicht aufzuhalten sind.

Befasst man sich mit Kryptowährungen, kommt man um Südkorea nicht herum. In den letzten Monaten brachen die Neuigkeiten nicht ab. Erst ging das Gerücht um, dass man Kryptowährungen verbieten wolle, dann dachte man lediglich über ein Verbot anonymer Transaktionen nach. Schließlich wehrte sich das südkoreanische Volk mit einer erfolgreichen Petition, was die Regierung wiederum unter Zugzwang stellte. Seit dem 30. März gibt es wieder Positives zu berichten: Die Kryptobörse Huobi eröffnete eine Zweigstelle im ostasiatischen Staat.

Huobi Pro verspricht erhöhte Sicherheit

Wie die Betreiber in der offiziellen Ankündigung berichten, kann man dort künftig 201 Handelspaare von 99 Altcoins handeln. Ferner weisen sie darauf hin, dass sie die Richtlinien von Südkorea befolgen. Darüber hinaus erklären sie unter anderem, dass sie lediglich eine Handelsplattform bieten, ohne selbst digitale Assets zu verkaufen – man zahlt lediglich für den Service. Die Gebühren liegen dabei bei 0,2 % des gehandelten Preises.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, VIP-Konten zu eröffnen. Diese haben fünf verschiedene Stufen, die bei den Gebühren einen Rabatt von 10 bis 50 % gestaffelt in 10er-Schritten bieten. Laut eigenen Angaben bietet Huobi Pro zudem eine Offline-Lagerung, was zusätzliche Sicherheit garantieren soll. Zudem arbeiten sie mit einer 2-Faktor-Authentifizierung. In ihren Nutzungsbedingungen weisen die Betreiber jedoch darauf hin, dass sie keine endgültige Garantie für Verluste bei technischen Ausfällen übernehmen können. Das begründen sie unter anderem damit, die „Stabilität und Brauchbarkeit des Internet“ nicht kontrollieren zu können.

Mindestalter: 16 Jahre, Grundbedingung: Echte Namen

Gemäß den südkoreanischen Richtlinien für den Handel mit Kryptowährungen verweisen sie auf die Tatsache, gegen mögliche illegale Aktivitäten strikt vorzugehen und gegebenenfalls mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Außerdem verpflichten sich Mitglieder bei der Anmeldung zu Huobi Pro dazu, sich mit ihren echten Namen anzumelden und das Mindestalter von 16 Jahren erreicht zu haben. Schließlich behält sich die Börse das Recht vor, jederzeit die Richtlinien zu ändern, ohne die Nutzer explizit vorzuwarnen. Versäumen es die Nutzer in solchen Fällen, die Börse zu verlassen, stimmen sie den Änderungen automatisch zu. Letztlich behält sich Huobi Pro vor, Konten, die länger als ein Jahr inaktiv sind, abzumelden – was dann mit eventuell noch vorhandenem Vermögen passiert, wird nicht explizit erwähnt. Falls man sich den Vorschriften widersetzen sollte, muss man der Börse eine Strafe über mindestens 200 Millionen US-Dollar bezahlen.

Gute Aussichten trotz Einschränkungen

Wie eingangs erwähnt und die Ausführungen zu den Richtlinien zeigen, widersprechen die Grundzüge von HuobiPro den Grundgedanken von Kryptowährungen. Auf Dezentralität und Anonymität wird hier (gezwungenermaßen) wenig Wert gelegt. Aber, und das ist viel wichtiger: Trotz staatlicher Restriktionen und entsprechenden Regulierungsversuchen finden Kryptowährungen und -börsen ihren Weg.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er sammelte während des Studiums mehrjährige Redaktionserfahrung und war danach als freiberuflicher Journalist tätig, bevor er im Januar 2018 begann, als Redakteur bei BTC-ECHO zu arbeiten. Phillip hat einen Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften, für den er an der Uni Konstanz und an der Universidad de Valparaíso studierte.

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