Huobi, Huobi plant Rechenzentrum für 100 Millionen US-Dollar in Argentinien

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Huobi plant Rechenzentrum für 100 Millionen US-Dollar in Argentinien

Der argentinische Ableger der Krypto-Börse Huobi hat eine Investition von 100 Millionen Dollar für ein neues Rechenzentrum angekündigt. Mit der Expansion der Krypto-Börse nach Argentinien etabliert sich das Unternehmen an einem strategisch wichtigen Standort. Die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas befindet sich in einer schweren Rezession – das fördert die Nachfrage nach Kryptowährungen.

Die Bitcoin-Börse Huobi errichtet ein 100 Millionen US-Dollar teures Rechenzentrum in Argentinen. Dadurch will die Exchange ihre Position im lateinamerikanischen Markt weiter stärken. Die Huobi Group ist eine der größten Kryptowährungshandelsplattformen der Welt. Ihr argentinischer Ableger plant bis Ende November den Ausbau eines Fiat-Gateways für den Währungshandel. Dadurch können argentinische Pesos in Kryptowährungen umgetauscht werden.

Carlos Banfi, CEO von Huobi Argentinien, teilte mit:

Argentinien ist Südamerikas vielversprechendster Markt für die Entwicklung von Blockchain. Es besteht bereits ein breiter Konsens darüber, von der Abhängigkeit der lokalen Währung und den Banken abzuweichen, und mit dem Markteintritt von Huobi ist es eine großartige Gelegenheit, die Nadel auf Blockchain und Krypto-Adoption in Argentinien zu bewegen. Der Schritt würde wahrscheinlich dazu beitragen, die lokale Stimmung zu stärken und globale Investitionen anzuziehen.

Aus einer entsprechenden Pressemitteilung geht hervor, dass sich der Gründer und CEO der Huobi Group, Leon Li, bereits im März dieses Jahres mit einer Delegation argentinischer Finanzbeamter getroffen hat. Bei diesen Gesprächen ging es um die Zukunft der Blockchain-Technologie für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der schwächelnden Landeswährung führt derweil zu einer steigenden Nachfrage nach Kryptowährungen und deren Handelsplätzen.

Bitcoin: Hoffnung für Argentinien?

Argentinien befindet sich aktuell in einer schweren Wirtschaftskrise. Daher hat die Regierung kürzlich strengere Währungskontrollen verhängt, um die schwächelnde Landeswährung Peso zu stabilisieren. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet die Regierung mit einer Inflation von rund 23 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat deswegen Argentinien Finanzhilfen in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar zugesichert.


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Alberto Fernandez hat bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober einen Sieg über den Amtsinhaber Mauricio Macri erzielt. Der neue Präsident steht jedoch vor großen Aufgaben. Die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas steckt seit zwei Jahren in einer schweren Krise. Der Peso hat seit 2018 mehr als zwei Drittel seines Werts verloren und allein in diesem Jahr sind drei Millionen Argentinier in die Armut abgerutscht. Daher sollen Kryptowährungen wie Bitcoin stärker in die Wirtschaft eingebunden und alternativ zum Peso gebraucht werden.

David Chen, Senior Business Director bei Huobi Cloud, teilte mit:

Die steigende Nachfrage nach krypto-bezogenen Produkten und Dienstleistungen macht Argentinien zu einem perfekten Einstiegspunkt für Huobi, um größere Projekte zur Förderung von Kryptowährung und Blockchain auf dem Markt zu verfolgen. Mit der Einführung von Huobi Argentinien können wir den lokalen Nutzern erstmals die Möglichkeit bieten, mit der bewährten Sicherheit, Liquidität und Stabilität von Huobi zu handeln.

Laut Unternehmensangaben können die Kunden von Huobi Argentina mit höherer Liquidität, niedrigeren Handelsgebühren und mehr Handelspaaren handeln als an vielen bestehenden lokalen Börsen. Mit dem argentinischen Peso-Gateway können Benutzer zudem Kryptowährungen per Kreditkarte und Überweisung erhalten.

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