Huobi: Mauschelei bei EOS-Voting?

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die Krypto-Börse Huobi steht unter Verdacht, sich bei der Abstimmung über die 21 Block Producer (BP) für die EOS-Blockchain mit anderen Stimmberechtigten abgesprochen zu haben. Ein Leak unterstellt der Börse unter anderem den Kauf von Stimmen.

Ein Wal wäscht den anderen – zumindest wenn es um das Abstimmungsverhalten der Krypto-Börse Houbi geht. Diesen Eindruck erweckt ein vor Kurzem geleaktes Dokument, das zuerst von EOSONE veröffentlicht wurde. Bei dem Urheber der Tabelle soll es sich mit Shi Feifei um einen Mitarbeiter der Krypto-Börse handeln.

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EOS steht schon lange in der Kritik, aufgrund seines Delegated-Proof-of-Stake-Systems (DPOS) über stark zentralistische Tendenzen zu verfügen. Anders als bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin, bei denen sich (zumindest in der Theorie) jeder als Miner betätigen kann, sind bei EOS dazu nur 21 sogenannte „Block Producer“ zugelassen. Wer letztlich EOS minen und die dafür fälligen Belohnungen einstreichen darf, darüber darf im Prinzip jeder abstimmen, der EOS-Token hält. Dabei gilt: Je mehr Token man hält, desto größer ist das Gewicht der Stimme. So weit, so fair – könnte man meinen. Unfair wird es nämlich, wenn die „Großen“ damit beginnen, sich untereinander abzusprechen – und sich gegenseitig in ihrer Rolle als Block Producer bestätigen.

Genau so lautet einer der Vorwürfe, die aus dem Leak hervorgehen. Demnach habe Huobi bei 16 von 20 gewählten BPs jenen die Stimme gegeben, die im Gegenzug für die Börse stimmten. Außerdem sollen sich drei der zur Wahl stehenden Blockproduzenten Houbi-Votes gekauft haben. So soll der BP eosiosg11111 sich gegen täglich 170 EOS und cochainworld für 150 EOS die Stimme der Börse gesichert haben. Bei eospaceieos steht eine Beteiligung der Mining-Einnahmen in Höhe von 50 Prozent im Raum.

Huobi soll sich durch die Absprachen ein tägliches Zusatzeinkommen in Höhe von rund 1.116 EOS – rund 5.400 Euro – verschafft haben.

EOS – der Regierungsliebling?

Laut einem Tweet von cnLedger bestreitet Huobi Geschäftsbeziehungen mit den involvierten BPs zu unterhalten, jedoch ohne die Authentizität des Leaks infrage zu stellen:

Auf ihrer Homepage hat die Krypto-Börse indes noch keine Stellung genommen.

Zu den Manipulationsvorwürfen gesellen sich weitere Bedenken. Diese betreffen vor allem den Aspekt der Zentralisierung. So befindet sich beinahe die Hälfte der Blockproduktion in chinesischer Hand. Dabei sollte diese im Idealfall geographisch, organisatorisch und politisch ausgewogen verteilt sein. Mit dem Fokus auf China steht hinter dieser Ausgewogenheit ein großes Fragezeichen. Hinzu kommt, dass EOS bei der chinesischen Regierung hoch im Kurs steht – zumindest nach dem monatlichen CCID-Ranking. Dem Hodler, der an Rankings nach Marktkapitalsiserung à la Coinmarketcap gewöhnt ist, bietet sich hier ein ungewohntes Bild: EOS rangiert beim CCID konstant auf Rang eins, während Bitcoin, sonst „Tabellenführer“, im Mittelfeld dümpelt. Als das CCID-Ranking erstmals erschien, wurde bereits über die Favorisierung von EOS spekuliert. Dabei wurde der Verdacht geäußert, dass die zentralistischen Tendenzen von EOS der chinesischen Regierung zu Pass kommen könnten. Die aktuellen Vowürfe gegen Huobi würden sich gut in dieses Bild einfügen.

Vitalik Buterin hat sich ebenfalls zu der Causa Huobi geäußert. Auf Twitter spottete der Ethereum-Erschaffer:

„Interessant! Ich meine, es war komplett vorhersehbar und ich habe es vorhergesehen, doch ich dachte nicht, dass es so gründlich und so zeitnah passieren würde!“

Buterin nutzte den Anlass, um erneut gegen das Delegated-Proof-of-Stake-Konzept Stimmung zu machen:

„[…] Jede [DPOS]-Chain […] ist anfällig für ‚Ich stimme für dein Kack-Projekt, du stimmst für mein Kack-Projekt‘.“

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