Huobi: Erste EOS-Börse der Welt kommt Anfang 2019

Quelle: Shutterstock

Huobi: Erste EOS-Börse der Welt kommt Anfang 2019

Die chinesische Bitcoin-Börse Huobi plant, eine Börse basierend auf der Kryptowährung EOS aufzubauen. Das soll über ihre Mining-Tochter Huobi Pool geschehen. Die weltweit erste EOS-Börse soll bereits im ersten Quartal 2019 an den Start gehen.

Dass der Krypto-Markt nach wie vor vom Branchenprimus Bitcoin dominiert wird, spiegelt sich nicht nur in der Marktkapitalisierung wieder. Bei den großen Krypto-Börsen dient bislang vor allem Bitcoin als Tauschpartner für die „kleineren“ Coins und Token. Die in Singapur ansässige Krypto-Exchange Huobi plant nun eine Plattform, bei der sich alles um EOS dreht. Das gab die Huobi Group am 29. Dezember in einer Pressemitteilung bekannt.

Hinter dem Projekt steht die Mining-Tochter der Exchange, Huobi Pool. Die Gründung der EOS-Börse sei ein „logischer Schritt“ in der Erweiterung des EOS-Ökosystems:

„Als EOS Supernode hat Huobi Pool dessen ökologische Entwicklung ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt“,

erklärt Cao Fei, CEO von Huobi Pool, in der Pressemitteilung.

Huobi Pool ist der größte Blockproduzent des DPoS-basierten EOS-Netzwerks. EOS hat den Anspruch, eine Art dezentralisiertes Betriebssystem zu bilden und dabei bis zu einer Million Transaktionen pro Sekunde umsetzen zu können. Das soll durch den Delegated-Proof-of-Stake-Konsensmechanismus ermöglicht werden. Bei diesem entscheiden 21 gewählte Blockproduzenten über den Zustand des Netzwerks.

EOS-Kurs zeigt sich bislang unbeeindruckt


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Während EOS hoch in der Gunst der chinesischen Regierung steht und deren Krypto-Rating regelmäßig anführt, reiben sich Kritiker an dem DPoS-Mechanismus. Zuletzt hat Whiteblock EOS unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass Anspruch und Wirklichkeit bei EOS bislang noch auseinanderklaffen – sowohl hinsichtlich potenziellen TPS als auch bezüglich des Dezentralisierungsaspekts. Whiteblock kritisierte zudem die Rolle der Blockproduzenten, die im Netzwerk als Mittelsmänner fungieren. Demzufolge bildeten diese nicht nur einen zentralen Angriffsvektor für Hacker; aufgrund mangelnder Einsicht in die tatsächliche Rechenkapazität der Block Producer sei es ferner nicht gesichert, dass der EOS-Token diese eins zu eins abbildet.

Am Tag der Ankündigung der EOS-Exchange konnte der EOS-Kurs zunächst einen Anstieg von über fünf Prozent auf 2,77 US-Dollar verbuchen. Die Kursgewinne hielten jedoch keine 24 Stunden vor. Aktuell bewegt sich der Kurs der fünftgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung wieder unterhalb der 2,7-US-Dollar-Marke.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

Smart Contract Security Alliance will für Sicherheit bei Ethereum sorgen
Smart Contract Security Alliance will für Sicherheit bei Ethereum sorgen
Altcoins

Die Smart Contract Security Alliance gibt ihren Gründungsrat bekannt. Auf ihrer Agenda stehen – man ahnt es – Sicherheit für Smart Contracts. Die Vereinigung freut sich über Mitglieder wie Fujitsu, Quantstamp und LayerX.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Angesagt

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.