Hongkong: Kryptowährungen kaum bei Straftaten genutzt

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Hongkong: Kryptowährungen kaum bei Straftaten genutzt

Die Finanzbehörde von Hongkong hat kürzlich einen umfangreichen Bericht zum Thema Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche veröffentlicht. Da an kriminellen Machenschaften nur selten Kryptowährungen beteiligt waren, schätzt man deren Gefahr als vergleichsweise gering ein. Zwar habe die Anzahl der verdächtigen Transaktionen stark zugenommen, dafür hat man im gleichen Zeitraum sehr viel weniger Personen verurteilt.

Hongkongs Behörde Financial Services and the Treasury (FSTB) stellt in ihrem Bericht fest, dass Kryptowährungen bei kriminellen Taten kaum eine Rolle spielen. In der chinesischen Sonderverwaltungszone gibt es beim Umgang mit digitalen Währungen damit keine gesetzlichen Beschränkungen. In dem Bericht heißt es, dass man mangels staatlicher Sanktionen für Transaktionen oder den Umtausch keinen Umweg über die Kryptowährungen benötige. Auch müsse niemand Digitalwährungen einsetzen, um einer hohen Inflationsrate der eigenen Währung zu entgehen wie beispielsweise in Venezuela.

Kriminelle nutzen nur vereinzelt Kryptowährungen

Den Bitcoin und andere Kryptowährungen setzte man dort nur vereinzelt bei Schneeballsystemen oder in erpresserischer Schadsoftware wie nach Bekanntwerden der WannaCry-Lücke ein. Weder beim Schmuggel, dem Handel mit zollpflichtigen Waren oder Drogen haben Kryptowährungen in letzter Zeit eine größere Rolle gespielt. Zwar spiele die Anonymität mancher Coins den Kriminellen in die Hände. Aber da diese selten eingesetzt werden und die vier angemeldeten Kryptobörsen intensiv überwacht werden, sei das damit verbundene Risiko überschaubar.

Vor rund zwei Monaten kündigte die Regierung neue Maßnahmen im Kampf gegen die Kriminalität in Hongkong an, um Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Finanzierung von Terroristen einzudämmen. Zeitgleich wurden neue gesetzliche Grundlagen für den Betrieb von Kryptobörsen, bei Unternehmensgründungen und der Verwaltung von fremden Vermögenswerten eingeführt.

Klassische Bezahldienste werden häufiger missbraucht

Im Dokument wird auch festgehalten, dass Bezahl-Anbieter wie Alipay, Octopus oder PayPal vergleichsweise häufiger für missbräuchliche Zwecke eingesetzt werden. Von daher gehen von traditionellen Bezahldiensten viel größere Risiken aus als von den neumodischen Kryptowährungen.

Fazit: Die FSTB betrachtet Kryptowährungen grundsätzlich als eine Randerscheinung, die man zwar weiter beobachten will. Davon abgesehen beurteilt man sie aber als eher ungefährlich. Als deutlich riskanter schätzt die FSTB das Crowdfunding per Initial Coin Offering (ICO) ein. Ende Januar dieses Jahres startete man in Zusammenarbeit mit anderen Behörden eine PR-Kampagne, um die Bevölkerung über die Risiken von betrügerischen Initial Coin Offerings (ICOs) aufzuklären.

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