Bermuda bekommt ersten legalen Security Token namens FIRE

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Bermuda bekommt ersten legalen Security Token namens FIRE

Als ersten seiner Art hat das Finanzministerium Bermudas den Security Token FIRE als vollständig legales, digitales Wertpapier anerkannt. Dies verkündete das Blockchain-Start-up TribeOS, der Herausgeber von FIRE, in der vergangenen Woche auf dem Bermuda Security Token Summit. Das Werbeunternehmen sieht in seinem Vorstoß den Weg für Nachfolger geebnet.

Palmen, Strand, Finanzgeschäfte – vielen ist das Inselparadies Bermuda als internationale Steueroase bekannt. Seit dem vergangenen Jahr mausert sich der Zwergstaat allerdings zudem als Vorreiter bei der öffentlichen Akzeptanz von Krypto-Anlagen und digitalen Wertpapieren. 2018 hatte der Gesetzgeber erklärt, den Weg für Unternehmen und Anleger frei machen zu wollen. Nachdem im vergangenen Jahr der erste Initial Coin Offering (ICO) im Land durchgeführt worden ist, feiert die Insel nun eine zweite Premiere.

Wie das Blockchain-Start-up TribeOS in der vergangenen Woche auf dem Security Token Summit verkündete, hat das zuständige Finanzministerium den Security Token Offering (STO) abgesegnet.

Das digitale Wertpapier FIRE funktioniert ähnlich einer Kapitalanlage. Denn TribeOS zahlt den Besitzern sowohl eine Beteiligung an den Umsätzen seiner blockchainbasierten Werbeplattform als auch eine Dividende auf den allgemeinen Erfolg des Unternehmens. Dieses hat sich auf die Fahne geschrieben, mithilfe von Blockchain-Software Werbebetrug im Internethandel zu bekämpfen.

TribeOS-Mitgründer James Wallace sieht in dem Schritt des Finanzministeriums Potential für die Zukunft anderer digitaler Wertpapiere.

Wir werden Zeuge, wie eine Brücke zwischen traditionellem Kapital und aufstrebenden digitalen Volkswirtschaften vor unseren Augen entsteht. [Allerdings] ist die heutige Realität nur möglich, weil Kryptowährungen und andere digitale Wertpapiere streng überwacht werden.

Er lobt die Behörden als „Vorreiter“ für die weltweite Transformation von Volkswirtschaften.

Was sind STOs?

Security Token – tokenisierte Wertpapiere – gelten als der neue Trend im Blockchain-Universum.  Anders als bei ICOs folgt die Tokenisierung jedoch einer gänzlich anderen Logik. Security Token funktionieren wie eine blockchainbasierte Kapitalanlage. Halter können je nach Unternehmen und Projekt Dividenden und Renditen erwarten. Im Kern sind Security Token also digitale Wertpapiere und keine “Blockchain-Gutscheine” wie Utility Token, die für Dienstleistungen eingetauscht werden können.

Die Folge: STOs ermöglichen beispielsweise eine quasi genossenschaftliche Finanzierung und Teilhabe einer ganzen Reihe von Anlageklassen. Diese reichen von Immobilien über Aktienfonds bis hin zu Kunstwerken. Beobachter sehen darin Vorteile. So sind es insbesondere mittelständische Unternehmen, denen der Gang an die Börse bisher verwehrt blieb und die mithilfe der digitalen Wertpapiere ein gangbares Mittel an der Hand haben, Kapital zu sammeln.

Doch auch ein zweiter Aspekt unterscheidet die digitalen Wertpapiere von ICOs und vielen Kryptowährungen. Weil sich die meisten Token explizit als Wertpapiere verstehen, unterliegen sie den Vorschriften der zuständigen Behörden. Zumindest sieht so die Haltung der US-Wertpapieraufsicht SEC aus. Dies macht sie nicht nur für Unternehmen interessant, um notwendiges Startkapital zu sammeln. Auch Investoren deckt die regulatorische Sicherheit den Rücken.

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