„Großinvestoren haben Krypto-Appetit“ – Huobi antwortet mit OTC-Handelsplatz

David Barkhausen

von David Barkhausen

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David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Shutterstock

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Der Börsen-Riese Huobi eröffnet einen OTC-Handelsplatz für institutionelle Großinvestoren in Gibraltar. Wie es vonseiten der Singapurer heißt, will man mit dem Unternehmenszweig auf das wachsende Interesse etablierter Finanzakteure am Krypto-Sektor antworten. Die regulatorische Aufsicht der zuständigen Behörden soll Kunden dabei vermeintliche Unsicherheiten nehmen und ihnen den Einstieg in den Handel mit Bitcoin & Co. erleichtern.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Glaubt man Beobachtern, könnte eine Wurzel des anhaltenden Bitcoin-Bull-Runs im wachsenden Interesse institutioneller Finanzakteure am Krypto-Zugpferd liegen. Auch die Krypto-Börse Huobi will diesen Trend für sich entdeckt haben und stellt nun ihr Geschäft auf Großinvestoren ein.

Wie der Singapurer Börsenriese an diesem Mittwoch, dem 15. Mai, auf seiner Website bekannt gibt, bietet das Unternehmen seinen Großkunden nun vollständig lizenziertes Over-the-Counter-Trading (OTC) von Kryptowährungen an. Dabei soll es der in Gibraltar ansässige Huobi OTC Desk Kunden nun ermöglichen, große Volumina Bitcoin, Ether und anderer Kryptowährungen in Pfund, Euro, US-Dollar und zurück zu tauschen.


Ein solcher Großhandelsplatz soll den Nerv der Zeit treffen und den „großen Appetit“ institutioneller Investoren stillen. Denn derzeit sehe man einen „ungedeckten Bedarf an Dienstleistungen für diejenigen, die umfangreiche Transaktionen durchführen möchten“, beschreibt Jeff Adams, Verkaufsleiter des Mutterkonzerns Huobi Global, den Vorstoß seines Unternehmens.

Jedoch fühlen sich viele immer noch nicht wohl dabei, den Sprung in den unregulierten Handel [mit Kryptowährungen] zu wagen […]. Der Huobi OTC Desk ist ein großer Schritt vorwärts, um diese beiden Anforderungen zu erfüllen,

so Adams weiter. Dieser institutionellen Zurückhaltung wolle man nun mit regulatorischer Sicherheit begegnen. Bieten soll diese Finanzaufsicht der Wahlheimat Gibraltar. Hier hatte die Börse im vergangenen Jahr den offiziellen Segen für den Krypto-Handel erhalten. Anders als das bereits etablierte Peer-to-Peer-Trading-Angebot von Huobi soll der OTC Desk dabei nun selbst als Tauschpartner agieren. Zuvor beschränkte sich das Unternehmen darauf, potentielle Käufer und Anbieter miteinander zu vernetzen.

Huobi, Coinbase, Fidelity: Institutionelles Interesse an Kryptowährungen wächst

Indes wächst das Interesse des alten Geldes weltweiter Finanzzentren gegenüber Kryptowährungen. Auf der New Yorker Consensus-Messe etwa verkündete die Krypto-Börse Coinbase in dieser Woche Rekordzahlen. In seiner Custody-Sparte will das Unternehmen derzeit nicht weniger als eine Milliarde US-Dollar von über 70 Institutionen zu verwalten. Anfang des Monats wiederum hatte der Investment-Riese Fidelity angekündigt, sein Geschäft für den Handel mit Bitcoin & Co. zu öffnen. Damit wolle man ebenfalls auf ein gestiegenes Interesse aus den Reihen etablierter Großkunden antworten.


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