Großbritannien will Handelsplätze für Kryptowährungen regulieren

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Großbritannien

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Online-Handelsplätze in Großbritannien müssen sich darauf einstellen, dass sie künftig unter Aufsicht der nationalen Regulierungsbehörden gestellt werden. Dies soll der Bekämpfung von Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terror-Finanzierung dienen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Britische Medien berichten übereinstimmend, dass Großbritannien ein hartes Durchgreifen gegen den Bitcoin und andere Kryptowährungen plant. Dies teilte am gestrigen Montag ein Vertreter des Finanzministeriums dem Parlament in London mit. Die Regulierung soll voraussichtlich in den nächsten Monaten in Kraft treten. Das Timing kommt nicht von ungefähr. Bei der weltgrößten Derivatebörse CME darf man in London ab dem 18. Dezember auf steigende oder fallende Kurse des Bitcoin wetten. Der Wettbewerber Cboe beginnt mit dem Handel von Bitcoin Futures bereits am 10. Dezember.

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Für Geldwäsche sieht man beim Finanzministerium derzeit kaum Beweise, obwohl dieses Risiko nach eigenen Angaben voraussichtlich noch wachsen wird. Im britischen Finanzministerium wurden allerdings Bedenken laut, dass digitale Währungen vermehrt zur Finanzierung von Terrorismus oder zur Steuerhinterziehung missbraucht werden. Anbieter britischer Online-Wallets müssen sich darauf einstellen, dass sie auf Wunsch der Behörden die Identität ihrer Kunden preisgeben müssen. Auch sollen verdächtige Transaktionen proaktiv von den Betreibern der Handelsplätze gemeldet werden. Angeblich waren in der Vergangenheit virtuelle Währungen vor allem deswegen attraktiv, weil sie für den Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten eingesetzt wurden.

In dieses Horn blasen auch Geschäftsführer der Finanzdienstleister Goldman Sachs und JP Morgan. Sie gaben bekannt, Bitcoin sei lediglich als ein „Vehikel für Betrugsfälle“ anzusehen. Wenn der Wert über Nacht um 20 % zunimmt, so fühle sich dies für sie nicht wie eine Währung an. „Es ist ein Werkzeug, um damit Verbrechen zu verüben“, sagte Lloyd C. Blankfein, CEO von Goldman Sachs, Medienvertretern Ende November.

Vor einigen Tagen hatte bereits die Zentralbank des asiatischen Staates Malaysia einen ähnlichen Vorstoß angekündigt. Wer dort Cyberwährungen in konventionelles Geld umtauschen will, soll ab 2018 dazu verpflichtet werden, dies den Behörden zu melden. Wann genau in Malaysia die neue Regelung in Kraft treten soll, steht noch nicht fest. Auch diese Vorgabe soll der Eindämmung von Terrorismus und Geldwäsche dienen.

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