Großbritannien will Handelsplätze für Kryptowährungen regulieren

Quelle: https://www.shutterstock.com/download/success?src=eGprBomXK_uoAyYxN_aL5A-1-4

Großbritannien will Handelsplätze für Kryptowährungen regulieren

Online-Handelsplätze in Großbritannien müssen sich darauf einstellen, dass sie künftig unter Aufsicht der nationalen Regulierungsbehörden gestellt werden. Dies soll der Bekämpfung von Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terror-Finanzierung dienen.

Britische Medien berichten übereinstimmend, dass Großbritannien ein hartes Durchgreifen gegen den Bitcoin und andere Kryptowährungen plant. Dies teilte am gestrigen Montag ein Vertreter des Finanzministeriums dem Parlament in London mit. Die Regulierung soll voraussichtlich in den nächsten Monaten in Kraft treten. Das Timing kommt nicht von ungefähr. Bei der weltgrößten Derivatebörse CME darf man in London ab dem 18. Dezember auf steigende oder fallende Kurse des Bitcoin wetten. Der Wettbewerber Cboe beginnt mit dem Handel von Bitcoin Futures bereits am 10. Dezember.

Für Geldwäsche sieht man beim Finanzministerium derzeit kaum Beweise, obwohl dieses Risiko nach eigenen Angaben voraussichtlich noch wachsen wird. Im britischen Finanzministerium wurden allerdings Bedenken laut, dass digitale Währungen vermehrt zur Finanzierung von Terrorismus oder zur Steuerhinterziehung missbraucht werden. Anbieter britischer Online-Wallets müssen sich darauf einstellen, dass sie auf Wunsch der Behörden die Identität ihrer Kunden preisgeben müssen. Auch sollen verdächtige Transaktionen proaktiv von den Betreibern der Handelsplätze gemeldet werden. Angeblich waren in der Vergangenheit virtuelle Währungen vor allem deswegen attraktiv, weil sie für den Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten eingesetzt wurden.

In dieses Horn blasen auch Geschäftsführer der Finanzdienstleister Goldman Sachs und JP Morgan. Sie gaben bekannt, Bitcoin sei lediglich als ein „Vehikel für Betrugsfälle“ anzusehen. Wenn der Wert über Nacht um 20 % zunimmt, so fühle sich dies für sie nicht wie eine Währung an. „Es ist ein Werkzeug, um damit Verbrechen zu verüben“, sagte Lloyd C. Blankfein, CEO von Goldman Sachs, Medienvertretern Ende November.

Vor einigen Tagen hatte bereits die Zentralbank des asiatischen Staates Malaysia einen ähnlichen Vorstoß angekündigt. Wer dort Cyberwährungen in konventionelles Geld umtauschen will, soll ab 2018 dazu verpflichtet werden, dies den Behörden zu melden. Wann genau in Malaysia die neue Regelung in Kraft treten soll, steht noch nicht fest. Auch diese Vorgabe soll der Eindämmung von Terrorismus und Geldwäsche dienen.

BTC-ECHO

Bitcoin & Altcoins kaufen: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Ähnliche Artikel

Schock bei Tether (USDT) und Bitcoin-Börse Bitfinex: Das steckt hinter der 850 Millionen-US-Dollar-Klage
Schock bei Tether (USDT) und Bitcoin-Börse Bitfinex: Das steckt hinter der 850 Millionen-US-Dollar-Klage
Märkte

Der Krypto-Markt und insbesondere der Stable Coin Tether wurden heute Morgen böse überrascht.

Security Token veranlassen BaFin zum „Paradigmenwechsel“
Security Token veranlassen BaFin zum „Paradigmenwechsel“
Regulierung

Die Tokenisierung von Vermögensanlagen sorgt für eine zunehmende Verschmelzung von traditionellen und  Krypto-Finanzinstrumenten.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Jetzt wird es ernst: Wie Facebook, Nike und Samsung die zweite Welle der Blockchain-Adaption einleiten
    Jetzt wird es ernst: Wie Facebook, Nike und Samsung die zweite Welle der Blockchain-Adaption einleiten
    Kommentar

    Bislang ähnelten sich die meisten Meldungen von Konzernen zur Blockchain-Adaption.

    Schock bei Tether (USDT) und Bitcoin-Börse Bitfinex: Das steckt hinter der 850 Millionen-US-Dollar-Klage
    Schock bei Tether (USDT) und Bitcoin-Börse Bitfinex: Das steckt hinter der 850 Millionen-US-Dollar-Klage
    Märkte

    Der Krypto-Markt und insbesondere der Stable Coin Tether wurden heute Morgen böse überrascht.

    XRP im Wert von 170 Millionen US-Dollar verkauft – Ripples Umsatz wächst um 31 Prozent in Q1
    XRP im Wert von 170 Millionen US-Dollar verkauft – Ripples Umsatz wächst um 31 Prozent in Q1
    Märkte

    Die Nachfrage nach Ripples XRP hat seit Anfang des Jahres signifikant zugenommen.

    Samsung investiert 2,6 Millionen Euro in den französischen Wallet-Hersteller Ledger
    Samsung investiert 2,6 Millionen Euro in den französischen Wallet-Hersteller Ledger
    Sicherheit

    Der südkoreanische Technik-Gigant Samsung beteiligt sich an Ledger. Samsung investierte 2,6 Millionen Euro in den Wallet-Hersteller.

    Angesagt

    Desinformation à la Ayre: Bitcoin SV sponsert schottischen Zweitligisten
    Kommentar

    Unter der Federführung von Calvin Ayre vermeldet Bitcoin Satoshi Vision (BSV) das Sponsoring eines schottischen Fußball-Zweitligisten.

    Binance DEX erlässt Guidelines für Token Listings
    Unternehmen

    Die offene Börse für Kryptowährungen Binance hat neue Community-Richtlinien erlassen, in denen sie genau erklärt, wie neue Token eingereicht und gelistet werden können.

    Tether-Konkurrent TrustToken kündigt vier neue Stable Coins an
    Altcoins

    TrustToken wird vier neue Stable Coins einführen. Sie werden im Verlauf des Jahres auf dem Markt verfügbar sein.

    Bitcoin Mining – Wie die Anreizstruktur im Netzwerk den Kurs bestimmt
    Bitcoin

    Der Zusammenhang von Bitcoin Mining und -Kurs wird gemeinhin unterschätzt.