Großbritannien: Hacker muss für 10 Jahre ins Gefängnis

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: A closeup of view of a jail cells iron bars casting shadows on the prison floor with copy space via shutterstock

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Ein Hacker aus Großbritannien wird die nächsten 10 Jahre im Gefängnis verbringen. Er wurde für schuldig befunden, 63.000 Kredit- und Debitkarten gestohlen zu haben. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten außerdem eine beachtliche Menge Bitcoin, Bargeld und Cannabis.

Blockchain, Bitcoin und die „Unterwelt“ sind so eine Sache. Während es den Kryptowährungen und der sie umgebenden Industrie nach wie vor schwerfällt, aus der dunklen Ecke zu treten, gibt es immer wieder Vorfälle, die ihr Image gerade dorthin zurückdrängt. Die Rede ist von Hackern, kriminellen Machenschaften und der scheinbaren Anonymität, die immer wieder für solche Vorkomnisse (mit-)verantwortlich gemacht wird.


Ein solcher Hacker, der sich im Schutz der Anonymität zu wissen glaubte, wurde nun von der britischen Justiz ertappt. Mit 26 Jahren hatte er es geschafft, via Hacking insgesamt 63.000 Kredit- und Debitkarten zu stehlen. Er verwendete ein Phishing-Schema mit dem er laut BBC England die Daten von 165.000 Menschen ausspähte. Laut Behörden habe er damit 180.000 Britische Pfund erbeutet und diese in Bitcoin umwandeln lassen.

Daten-Fischerei gegen Bitcoin

Seine Methode ähnelte der des aktuellen EOS-Scams. Er sendete E-Mails vom Online-Lieferservice Just Eat und forderte die Nutzer darin auf, ihre Daten online einzugeben. Indem er die Originalseite neu aufsetzte, indem er sie kopierte, konnte er damit zahlreiche Nutzer täuschen und so an ihre Daten kommen. Er lockte mit Gutscheinen als Belohnung dafür, dass die Nutzer ihre Daten eingeben. Die erbeuteten Kreditkartendaten verkaufte er unter anderem auf Darknet-Märkten. Nachdem er vor Gericht gestanden hatte, wurde er dafür zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Neben Just Eat soll er zudem Sainsbury’s, Asda, Uber, Argos und andere Unternehmen angegriffen haben, um dort an Daten zu kommen.

Die Polizei konnte letztlich 25.000 Britische Pfund (etwa 28.500 Euro) in bar und 500.000 Britische Pfund (etwa 573.000 Euro) in Bitcoin und ein halbes Kilo Cannabis sicherstellen. Außerdem fanden die Behörden den Laptop seiner Freundin, den der Hacker genutzt und darauf Informationen von mehr als 100.000 Menschen gespeichert hatte.

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