Großbank veröffentlicht Blockchain-Projekt

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Die niederländische ING Groep hat ein Blockchain-Tool herausgegeben, das Kunden eine erhöhte Privatsphäre bescheren soll. Das Tool nennt sich Zero-Knowledge Set Membership und ist öffentlich frei zugänglich.

Auch wenn Finanzinstitute für gewöhnlich keine Fans von Kryptowährungen sind, interessieren sich die Unternehmen doch recht häufig für Distributed-Ledger-Technologien wie die Blockchain. So werden Visa und MasterCard nicht müde, vor den Gefahren von ICOs zu warnen. Die beiden Kreditkartenunternehmen kündigten sogar kürzlich an, in Zukunft stärker gegen ICOs vorzugehen. Auch behalten sich die Unternehmen vor, in Zweifelsfällen bis zu 540 Tage nach einer Transaktion Buchungen rückgängig zu machen – wenn sie beispielsweise in Verbindung mit fragwürdigen ICOs stehen. Auf der anderen Seite begeistern sich beide Unternehmen für die Blockchain. So startete Visa eine eigene Blockchain-Plattform. Auch MasterCard wird derweil nicht müde, im Blockchain-Bereich weiter vorzupreschen.

Mit Blockchain zu mehr Datenschutz


Nun reiht sich auch die ING Groep in die Reihe der Finanzdienstleister ein, die sich mit der Blockchain-Technologie und ihren Implikationen befassen. Die niederländische Großbank veröffentlichte am 22. Oktober ihr Open-Source-Blockchain-Tool Zero-Knowledge Set Membership.

Das Tool zielt auf die Wahrung der Privatsphäre der Kunden. Mithilfe des Tools lässt sich die Zugehörigkeit von Daten überprüfen. Das Ganze geschieht automatisiert und anonym – die Blockchain übernimmt bei diesem Prozess die Überprüfung. Damit können beispielsweise Anwärter auf Kredite nachweisen, dass ihr Einkommen für den Kredit ausreicht, ohne ihre Konten offenlegen zu müssen. Dadurch will die ING mithilfe des Tools gleichzeitig Transparenz gewährleisten und die Daten der Kunden schützen. Das Tool lässt sich letztlich auch für Know-Your-Customer-Prozesse verwenden, bei denen es darum geht, den Wohnort oder ähnliche persönliche Daten nachzuweisen.

Die ING Groep hat ihren Sitz in Amsterdam und zählt zu einer der 30 Großbanken, die das Financial Stability Board als systemisch bedeutsames Finanzinstitut eingestuft hat. Mit ihrem Vorstoß in Sachen DLT geht sie nun einen richtungsweisenden Schritt für die Finanzbranche.

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