Google zeigt wieder kryptofreundlichere Haltung

Michael Sprick

von Michael Sprick

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Michael Sprick

Michael Sprick hat Vergleichende Literaturwissenschaft in Englisch, Französisch und Deutsch in Frankfurt und Bonn studiert. Seit Anfang 2018 arbeitet er im Marketingbereich für Kryptoprojekte und Startups.

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Nachdem Facebook bereits Mitte Juni sein Verbot wieder gelockert hat, folgt nun auch Google. Seit einigen Tagen findet man wieder Werbung für Kryptoprojekte im Netz. Die Lockerung fällt zeitnah mit der Bekanntgabe eigener Partnerschaften im Bereich Blockchain zusammen.

Die Entscheidung von Facebook, Google und Twitter, Werbung für blockchainbasierte Projekte zu verbieten, zog viel Feindseligkeit in der Kryptowelt auf sich. Es entstand der Eindruck, dass die Tech-Giganten Start-ups und neue Projekte kleinhalten wollten. Zudem wurde spekuliert, dass die großen Unternehmen womöglich selbst an eigenen Blockchain-Produkten arbeiten und deshalb ein generelles Verbot für Werbung aussprachen.

Richtlinie wird nun offenbar anders ausgelegt


An dem Wortlaut von Googles Richtlinien hat sich nichts verändert. Während die Richtlinie noch vor einer Woche so ausgelegt wurde, dass keine Kryptoprojekte mehr beworben werden konnten, hat sich dies inzwischen geändert. Nun darf man auch wieder Kryptoprojekte, Konferenzen und Blockchain-Produkte bewerben. Allerdings gilt das Verbot für ICOs und andere Investitionsformen nach wie vor. Zuvor realisierte man das De-facto-Verbot durch Stoppworte. Fielen bestimmte Begriffe wie beispielsweise „Blockchain“ oder „Crypto“, wurde die Anzeige nicht freigegeben. Dies hatte auch zur Folge, dass man das Werbeverbot auch umgehen konnte. Nun wird spekuliert, dass Google eine Whitelist besitzt. Dies würde voraussetzen, dass Google beworbene Projekte nun eingehender prüft.

Weshalb hebt Google das Verbot jetzt auf?

Interessant ist der Zeitpunkt, den Google sich ausgesucht hat, um Kryptowerbung wieder freizugeben. Denn erst am 25. Juli stellte Google seine Partnerschaften mit den Start-ups Digital Asset und BlockApps auf der Konferenz Google Cloud Next in San Francisco vor. Außerdem zog der Tech-Gigant nun bereits zum zweiten Mal mit Facebook gleich. Facebook hob sein Verbot Ende Juni auf.

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