Google-Konkurrent Baidu drückt aufs Gaspedal: Der Blockchain-Motor BBE

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Google-Konkurrent Baidu drückt aufs Gaspedal: Der Blockchain-Motor BBE

Der chinesische Google-Konkurrent Baidu hat eine Plattform namens Baidu Blockchain Engine lanciert. Damit gestalte sich die Entwicklung von dApps einfacher. Wie Artificial Intelligence, Big Data und Cloud Computing das Alphabet bestimmen. 

Die Blockchain-Technologie ist längst aus dem engen Korsett ihrer ersten Anwendung, nämlich Bitcoin als Währung, ausgebrochen. Seither hört man Stimmen aus unterschiedlichen Industriezweigen, die die Technologie für sich nutzen wollen und auch in vielen Fällen bereits tatsächlich nutzen. Eine dieser Nutzungsmöglichkeiten für Tech-Unternehmen ist die Entwicklung von dApps, also dezentralen Applikationen. Der chinesische Google-Konkurrent Baidu hat nun eine Plattform geschaffen, mit deren Hilfe es in Zukunft einfacher sein soll, dApps zu entwickeln. Die Rede ist von der BBE, der Baidu Blockchain Engine.

Die Baidu Blockchain Engine

Ausgangspunkt für diesen Vorstoß sei der Entwicklungsstau im dApp-Bereich, der laut Baidu vor allem auf Engpässe in der Rechenleistung und den Speichermöglichkeiten zurückzuführen sei. Die BBE kann man sich wie ein Betriebssystem vorstellen, mit dem man dApps „ähnlich einfach aufsetzen kann, wie herkömmliche Apps“ für Smartphones, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Grundfeste dieses „Blockchain-Motors“ lassen sich mit dem Dreiklang „AI – Big Data – Cloud Computing“, kurz ABC, beschreiben. Eine eingängige Formel, jedenfalls für Kulturen mit lateinischem/römischen Alphabet. Die Plattform soll es den Bedienern erlauben, bequem auf digitale Erkundungstour zu gehen, Anwendungen zu entwickeln und so letztlich zur Kommerzialisierung der Blockchain-Technologie beizutragen.

Blockchain-Gerüst mit modularem Aufbau

Praktisch gesehen findet man in der BBE ein modular aufgebautes Blockchain-Gerüst mit vorgefertigten Masken und Templates für Smart Contracts und anderen wichtigen Bausteinen für dApps. In der Mitteilung heißt es außerdem, dass die Entwicklung und Nutzung von dApps bisher kompliziert gewesen sei. Das soll sich nun ändern. Denn bestehende Blockchain-Entwicklungen, so das Unternehmen weiter, seien mit der BBE kompatibel. Daher könne man sie auf der chinesischen Plattform pflegen und weiterentwickeln. Den „Blockchain-Motor“ als soziales Netzwerk für Arbeitsgemeinschaften und Kooperationen zu denken, liegt indes nicht fern. Darüber hinaus verspricht Baidu die Möglichkeit, Private Chains aufzusetzen.


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Auf der Agenda des chinesischen Unternehmens stehen primär sechs Punkte:

  • Erzeugung einer vertraulichen Programmierumgebung
  • Verbesserung der Geschwindigkeit
  • Angebot von skalierbaren Speichermöglichkeiten
  • Verwirklichung von Cross-Chain-Transaktionen
  • Entwicklung von Smart Contracts
  • Möglichkeiten der Vertragsprüfung

Dass mit Baidu zu rechnen sein wird, deuteten erst in jüngster Vergangenheit die Entwicklung der Foto-App Totem und der unternehmenseigenen Blockchain Xuperchain an, auf der bereits enzyklopädische Artikel gespeichert werden.

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