Globales Blockchain-Netzwerk für Finanzinstitute: Russlands NSD launcht D3ledger

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Globales Blockchain-Netzwerk für Finanzinstitute: Russlands NSD launcht D3ledger

Russlands National Settlement Depository (NSD) steht kurz davor, ein lange angekündigtes Blockchain-Projekt einzuführen. Artem Duvanov, Innovationschef und Direktor bei NSD, sagte Coindesk gegenüber, er habe die Schweiz als Gerichtsstand für D3 Ledger gewählt, wegen ihres günstigen regulatorischen Umfelds und ihres Marktpotenzials für digitale Vermögenswerte.

Der NSD ist Mitglied der Moscow Exchange Group und der Zentralverwahrer der Russischen Föderation. Er bietet Infrastrukturlösungen und Nachhandelsdienstleistungen für Finanzmarktteilnehmer.

Bereits seit 2017 arbeitet der NSD an D3ledger. Weiterer Joint-Venture-Partner ist Soramitsu, ein führender Hyperledger-Entwickler. Ziel des Projekts ist es, einen Distributed Ledger für Post-Trade-Services mit einer einheitlichen Schnittstelle aufzubauen. Das Netzwerk unterstützt die Verwahrung, Token-Generierung, OTC- und Börsenhandelsabwicklung.

Das Netzwerk besteht aus dem Distributed Ledger zur Verwaltung von Konten und Token, Verknüpfungen zu anderen Blockchains sowie aus Web- und mobilen Schnittstellen.

Während sich andere DLT-Initiativen, etwa in der Schweiz SDX und in den USA der JP Coin, hauptsächlich auf ihre eigenen Kunden und eine eigene Blockchain konzentrieren, geht man bei D3ledger einen Schritt weiter. Es wird nach eigenen Angaben das erste interoperable Blockchain-Netzwerk sein, mit dem Finanzinstitute aus verschiedenen Märkten digitale Vermögenswerte ausgeben, speichern, handeln und tauschen können.

Symbiose aus Private und Public Blockchain


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Der Grundgedanke bei D3ledger ist die Kombination aus öffentlichem und privatem Netzwerk. Start soll im Juni sein, mit verschiedenen Assets: einem Security Token, der Kryptowährung Sora des japanischen Technologieanbieters Soramitu; dazu kommen die beiden größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung, Bitcoin und Ethereum. Außerdem ist die Integration aller ERC20-Token, die auf der Ethereum Blockchain laufen, vorgesehen.

Bei Bitcoin und Ethererum werden sogenannte Hinterlegungsscheine zum Einsatz kommen, ähnlich wie für Aktien. Das soll diese auch im Ausland handelbar zu machen, ohne sie dort zulassen zu müssen. Das Halten der Coins im DL-Netzwerk soll das Risiko vermeiden, das üblicherweise beim Aufbewahren von Bitcoin an einer Börse besteht.

Nach Angaben von Duvanov wird D3ledger im nächsten Schritt um einen Stable Coin erweitert, um sichere Krypto-Transaktionen im Freiverkehr (OTC) zu ermöglichen. Außerdem sollen Handelspartner auf Basis einer Auslieferung gegen Zahlung (DVP) abgesichert werden.

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