Gerichtsprozess wegen SIM Swapping: 550.000 US-Dollar in Kryptowährung gestohlen?
SIM, Gerichtsprozess wegen SIM Swapping: 550.000 US-Dollar in Kryptowährung gestohlen?

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Gerichtsprozess wegen SIM Swapping: 550.000 US-Dollar in Kryptowährung gestohlen?

Dem 21-jährigen Eric M. sowie seinem mutmaßlichen Komplizen, dem 20-jährigen Declan H. wird vorgeworfen, über 550.000 US-Dollar in Bitcoin und anderen Kryptowährungen von Online-Wallets ihrer Opfer entwendet zu haben. Zugang zu den Wallets der Geschädigten sollen die Angeklagten via SIM Swapping erhalten haben.

Zwei junge Männer aus dem US-Bundesstaat Massachusetts sind angeklagt, über 550.000 US-Dollar in Kryptowährungen erbeutet zu haben. Laut einer Pressemitteilung, die das US-Bezirksgericht in Boston am 14. November publiziert hat, wirft man Declan H. und Eric M. vor, sich via SIM-Swapping Zugang zu Online-Wallets von Geschädigten verschafft zu haben. War der Zugang zu den Konten einmal erreicht, konnten die Angeklagten die Wallets leeren sowie Passwörter ändern. Betroffen waren laut Bezirksgericht in erster Linie bekannte Persönlichkeiten aus dem Krypto-Space, wie etwa CEOs von Bitcoin-Börsen. Wer genau unter den Geschädigten ist, ist allerdings nicht bekannt.

Laut Anklageschrift verübten die Angeklagten einige der Angriffe bereits im Jahr 2017.

SIM Swapping – ein neues Phänomen?

Beim sogenannten SIM Swapping handelt es sich um eine Art Hacking-Angriff, bei dem die Betrüger Mobilfunkanbieter davon überzeugen, die Rufnummer vom Smartphone ihres Opfers auf das eigene Gerät zu übertragen. Im Zuge dessen ist es ein Leichtes, etwa Zwei-Faktor-Authentifizierungen für Online-Benutzerkonten zu umgehen. Schließlich beruhen diese in aller Regel auf einer individuellen PIN, die an das Smartphone des Kontoführenden gesendet wird.


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Sobald sich die Täter Zugang zu den Exchange-Konten verschafft hatten, konnten sie diese gänzlich übernehmen und etwa Zugangspasswörter ändern und Krypto-Vermögen abzweigen. Opfer von SIM-Swapping-Attacken stellen indes plötzlich fest, dass sie weder erreichbar sind noch Nachrichten versenden können.

SIM Swapping schlägt in jüngerer Vergangenheit insbesondere im Bitcoin Space hohe Wellen. Schließlich setzen Börsen allzuoft auf die Zwei-Faktor-Identifikation, die Täter durch einen solchen Angriff leicht umgehen können. Erst im Februar dieses Jahres verurteilte ein kalifornisches Gericht Joel O. zu zehn Jahren Haft. Der US-Amerikaner hatte sich per SIM Swapping Zugang zu Exchange-Konten von 40 Opfern verschafft und konnte somit Kryptowährungen im Gesamtwert von über fünf Millionen US-Dollar stehlen. BTC-ECHO berichtete.

Bei den Fällen, die an die Öffentlichkeit geraten, handelt es sich indes nur um die Spitze des Eisbergs. Samy Tarazi von der kalifornischen Polizeieinheit REACT spricht von Hunderten von Anzeigen über SIM-Tauschangriffe alleine im Jahr 2018.

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