Geldwäsche im Namen des Herrn: Pfarrer Trevon Gross muss ins Gefängnis

Ein Pfarrer aus New Jersey muss für 5 Jahre ins Gefängnis. Der 47-jährige Trevon Gross wurde am Montag von Richter Alison Nathan in Manhattan für schuldig befunden. Zusätzlich muss der Geistliche 12.000 US-Dollar Strafe zahlen. Zusammen mit Mitgliedern der Kryptobörse Coin.mx hat er unter anderem Bitcoin dafür verwendet, Steuern zu hinterziehen.

Der amerikanische Geistliche hat außerdem Bestechungsgelder von Coin.mx entgegengenommen. Die Betreiber durften im Austausch die Hope Federal Credit Union benutzen, um Zahlungen an Banken und Regulatoren vorbeizuführen.

Coin.mx war eine in Florida ansässige Börse, die Mitte 2015 schließen musste. Grund dafür war, dass ihre beiden Betreiber, Anthony Murgio und Yuri Lebedev, festgenommen wurden. Sie müssen sich dafür verantworten, illegale Geschäfte mit Finanztransaktionen zu betreiben. Sie führten systematisch Transaktionen am Fiskus vorbei, um Steuern und Gebühren einzusparen. Lebedev, der seine Aktionen unter dem Schutzmantel des „Collectables Club“ vollführte, bekommt eine Strafe von 16 Monaten. Die US-Regierung fand schließlich heraus, dass sowohl Murgio als auch Lebedev zu einem größeren Verbrecherring gehörten, die Unternehmen wie JPMorgan mit Cyberangriffen belegten.

Trevon Gross und der Collectables Club

Wie man vermutet, ist Gary Shalon, der Besitzer von Coin.mx, der Verantwortliche für die Angriffe. Durch die Angriffe wurden Informationen von mehr als 100 Millionen Menschen gestohlen. Die Informationen dienten unter anderem dazu, Werbe-E-Mails zu schreiben, um Börsenpreise hochzutreiben. Shalon hat seine Tat bis jetzt noch nicht eingestanden.

Trevon Gross wurde bereits im März zusammen mit Lebedev überführt. Anthony Murgio muss nun für 5,5 Jahre die Justizvollzugsanstalt besuchen. Gross hatte von Lebedev Spenden für seine Kirche im Wert von bis zu 15.000 US-Dollar angenommen. Gross half Murgio dafür, eine kleine Kreditgenossenschaft, den „Collectables Club“, die mit der Kirche zusammenhängt, zu übernehmen. Murgio benutzte sie schließlich dafür, Kontrollen durch Banken zu umgehen.

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Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen und arbeitet seitdem als freier Journalist. Bereits während seinem Studium hat er für verschiedene Magazine geschrieben und fasst nun in Berlin Fuß. Im Fokus seines journalistischen Schaffens stehen vor allem die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, sodass er sich seit einiger Zeit auch mit dem Themenkomplex Blockchain und Kryptowährungen befasst.