Geld: Über Vertrauen und das Bedürfnis nach Sicherheit

Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Was ist eigentlich Geld? Ein universales Tauschgut, dessen Wertigkeit letztendlich auf Vertrauen basiert, um beständig einen erwarteten Gegenwert dafür zu erhalten. So könnte man es kurz und knapp definieren. Uns allen ist bewusst, dass das Geldsystem ein Konstrukt ist, dass uns den Handel erleichtern soll, indem man eine Universalwährung schafft.

Aber diese Universalwährung ist kein rein finanzielles Objekt, dass aus dem Nichts entstanden ist. Es wird nicht nur politisch reguliert, es erfüllt sogar politische Zwecke. Es scheint also, als wäre es eine klassische Eigenschaft von Währungen, dass zwangsläufig Menschen für deren Steuerung, Kontrolle und Regulierung verantwortlich sind. So hat es sich schließlich über lange Zeiten der Geschichte eingeprägt.


Aber in welche Rolle passen digitale Währungen in unser klassisches Bild von Währungen und Finanzsystemen? Sie haben keinen zentralen Verantwortlichen, auf dessen Entscheidungen man sich verlassen kann, bestenfalls können sie in ihrer Verwendung reguliert werden. Die Grundlage eines solchen Systems ist technisch gelegt, einmal errichtet und in Stein gemeißelt. Eine digitale Währung ist normalerweise resistent gegen politische Entscheidungen, die Inflation oder Deflation bewirken. Sie agieren völlig autonom, denn niemand hat die Macht über sie. Oder doch?

Angenommen, digitale Währungen sind völlig unabhängig von jeglichen menschlichen Entscheidungen (In der Realität haben Entwickler des Systems trotzdem einen gewissen Einfluss). Das würde bedeuten: Jeder Teilnehmer des Systems kann tun und lassen, wonach er sich gerade neigt. Es gibt keine Beschränkungen, keine Steuern, keine Überwachung im klassischen Sinne, aber auch eines nicht: Sicherheit.

Sicherheit

Denn einen Vorteil, den uns die klassischen, politischen Finanzsysteme bieten, ist “Sicherheit”. Politische Entscheider tragen die Rechenschaftspflicht und die Verantwortung, das System (zumindest augenscheinlich) am Laufen zu halten. Der Untergang eines Finanzsystems oder die Enteignung vieler Menschen, bedeutet Machtverlust für diese politischen Instrumente. Sie sind also daran interessiert, den Eindruck zu erzeugen, dass die Finanzsysteme stabil sind. Dass die tatsächliche Garantie von Sicherheit und Verantwortung nur selten gelingt, wird alle Jahre wieder in Form eines finanziellen Umbruchs sichtbar. Durch umfängliche Machtinstrumente kann zumindest bewirkt werden, dass Verluste vom einzelnen Menschen nicht als solche realisiert werden.

Politische Geldsysteme geben uns ein bestimmtes Gefühl: Sicherheit! Die meisten Menschen tragen den Gedanken der Verantwortungsdelegation stets im Kopf: “Wenn so etwas schlimmes passiert, dann werden die schon rechtzeitig angreifen”. Obwohl wir wissen, dass uns in einem ungefähr gleichmäßigen Rhytmus eine Wirtschaftskrise bevorsteht, sind indirekte Belastungen wie eine kalte Progression oder eine steigende Inflation für viele Menschen nicht so dramatisch wie ein Totalverlust des Vermögens, den man auf dem Kontoauszug sichtbar wahrnehmen kann.

Vergleicht man die digitalen Systeme wieder mit den klassischen Geldsystemen stellt man fest: In der Welt der digitalen Währungen gibt es kein politisches Instrument, dem wir unsere Verantwortung übertragen können. Der Nutzer allein ist für all seine Handlungen verantwortlich. Verliert er sein Geld, ist es unwiederbringlich verschwunden. Auf der anderen Seite stehen ihm Möglichkeiten offen, die in klassischen Finanzsystemen unvollstellbar sind, zum Beispiel weitestgehende Anonymität.

Verantwortung

Geht man von einem gewissen Menschenbild aus, dann sind Menschen sehr bedacht darauf, Verantwortung zu scheuen und sie in andere Hände zu legen. Menschen wünschen maximale Sicherheit bei minimaler Verantwortung. Deswegen erhärtet sich das Plateau, auf dem Kryptowährungen stehen: Es gibt einige Menschen, die bereit sind, ihr Sicherheitsbefürfnis zugunsten der Vorteile eines digitalen Zahlungssystems aufzugeben. Aber die meisten Menschen sind nach wie vor skeptisch, fürchten die neue Technologie gewissermaßen. Sie bringt Risiken – Das lässt sich nicht bestreiten. Und diese Risiken scheinen in den meisten Fällen gegenüber den Vorteilen zu überwiegen. So war es damals mit der Erfindung der Eisenbahn und so ist es heute mit digitalen Währungen. Bis man langsam, aber sicher, an einem Punkt angelangt ist und das System so groß geworden ist, dass man ihm Vertrauen schenkt.

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