Gegen Zentral-Mining: Ethereum Hard Fork im Gespräch

Quelle: Cryptocurrency Ethereum (ETH) with a fork on the motherboard via shutterstock

Gegen Zentral-Mining: Ethereum Hard Fork im Gespräch

Piper Merriam, einer der Entwickler von Ethereum, hat eine Hard Fork vorgeschlagen. Die Hard Fork im Ethereum-Protokoll soll Mining wieder mehr dezentralisieren, indem sie vor ASIC-Minern schützt.

Die Zentralisierung des Minings von Kryptowährungen wird in der Kryptoszene mit Argusaugen betrachten. Mit Satoshis Vision, ein dezentrales elektronisches Währungssystem zu schaffen, welches ohne zentrale Institutionen auskommt, hat der Stand der Dinge mitunter wenig gemeinsam. Gerade der Mining-Hardware-Hersteller Bitmain Ltd. gerät hier immer wieder in die Schusslinie der Kritik.

Um der Zentralisierung letztlich entgegenzuwirken, hat Piper Merriam nun eine Hard Fork vorgeschlagen. In einem Post auf Github kritisiert er von Bitmain unterstütztes ASIC-Mining. Im Vergleich zu GPU-Mining fördere dieses Vorhaben zentralisiertes Mining. Sein Vorschlag ist als Umfrage an die Community konzipiert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stößt er auf breite Akzeptanz der Community. Während nur 34 Mitglieder dagegen stimmen, sprechen sich 864 Mitglieder deutlich für die Hard Fork aus. Die Meldung von Merriam geht auf eine Meldung zurück, in der Bitmain einen neuen Miner ankündigt. Auch Vlad Zamfir hat am 28. März eine Twitter-Umfrage zur Meinung der Community zu einer Hard Fork gestartet. Mit 57 % stimmte auch hier die Mehrheit der Community für eine Hard Fork.

Zentralisierung von Mining nicht beliebt

Eine andere Art, um gegen die Zentralisierung von Mining vorzugehen, schlägt Intel vor. Sie planen ein Update, das man auf ASIC, SoCs, CPUs und FGPAs anwenden kann. Dadurch wollen sie auch Bitcoin-Mining effizienter machen. In ihrem eingereichten Patent präsentieren sie daher eine Möglichkeit, das Mining künftig platzsparender und weniger energieaufwendig zu gestalten.

Wenn Mining damit auch wieder für Einzelpersonen interessant wird, bedeutet das einen wichtigen Schritt für das Krypto-Ökosystem. Denn wenn mehr Menschen am Schöpfungsprozess von Kryptowährungen teilhaben können, werden sie letztlich auch wieder mehr Menschen benutzen. Gerade bei Ether besteht noch viel Potential. Denn bei einer gesamten Marktkapitalisierung von knapp 30 Milliarden Euro, einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 1 Milliarde Euro und einem derzeitigen Preis von knapp 330 Euro pro ETH ist sicher noch Luft nach oben.


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