FundRequest: Dezentrale Open-Source-Plattform

Mit FundRequest soll eine Plattform entstehen, die die Vorteile von Open-Source-Software mit denen der Blockchain-Technologie verbindet. Mitglieder der Community können Angebote unterbreiten oder annehmen, um Softwarelösungen zu finden.



Das Fehlen von (monetären) Anreizen, so die Entwickler in ihrem White Paper, sei es, dass Open-Source-Projekte für Entwickler oft unattraktiv seien. Der Vorteil, dass theoretisch jeder Zugang zu den Quellcodes hat und diese weiterentwickeln und verändern kann, bleibe daher oft auf der Strecke.

Durch die Kombination mit Smart Contracts der Ethereum-Blockchain wollen die Entwickler diesen Missstand nun ändern. So sollen Entwickler die Möglichkeit haben, auf FundRequest ihre aktuelle fehlerhafte Software zu posten. Für das Beheben der Bugs können sie dann eine Belohnung aussetzen. Programmierer können sich an Lösungsansätzen versuchen und diese den jeweiligen Unternehmen anbieten.

Dann werden alle Lösungsvorschläge verglichen und der beste wird schließlich verwendet und entlohnt. Die Smart Contracts der Ethereum-Blockchain zahlen die Belohnung dann automatisch aus. So muss dank der dezentralen Organisationsform der Blockchain kein Vermittler agieren.

Ganz ohne menschliche Interaktion kommt das System jedoch noch nicht aus. In Fällen von Unstimmigkeiten, so die Entwickler, werden dann doch wieder Mittelmänner angestellt, die als Streitschlichter agieren.

FundRequest belohnt die Nutzer mit Skill Token

Die Plattform hat zudem etwas von einem sozialen Netzwerk, das auf Wettbewerb basiert. So können sich Nutzer, die besonders effizient Probleme lösen, sogenannte Skill Tokens ergattern. Sie werden von der Skill Token Factory, einem weiteren Smart Contract, an die Gewinner der Ausschreibungen verteilt. So entsteht ein plattform-internes Rankingsystem, das dann doch wieder recht zentralisiert wirkt.

Die Entwicklung der Plattform lief bereits ähnlich ab wie das Programm selbst. Im September dieses Jahres veröffentlichte FundRequest eine Alpha Version, wo Nutzer dazu eingeladen wurden, Feedback zu geben. Außerdem gab es die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzureichen und gefundene Fehler zu beheben. Noch diesen Monat soll die erste Version der Plattform online gehen.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen und arbeitet seitdem als freier Journalist. Bereits während seinem Studium hat er für verschiedene Magazine geschrieben und fasst nun in Berlin Fuß. Im Fokus seines journalistischen Schaffens stehen vor allem die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, sodass er sich seit einiger Zeit auch mit dem Themenkomplex Blockchain und Kryptowährungen befasst.

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