Frankreich: Gesetzentwurf sieht Senkung der Bitcoin-Steuer auf 30 Prozent vor

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Frankreich: Gesetzentwurf sieht Senkung der Bitcoin-Steuer auf 30 Prozent vor

Frankreich könnte die Kapitalertragssteuer für Gewinne aus dem Handel mit Krypto-Assets wie Bitcoin senken. Stimmt das französische Parlament einem neuen Gesetzentwurf zu, müssen Krypto-Gewinne zukünftig nur noch mit 30 Prozent anstatt mit vormals 36,2 Prozent besteuert werden.

Frankreich schlägt einen krypto-freundlichen Kurs ein. Denn wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, nahm der Finanzausschuss des französischen Parlaments am 7. November eine Gesetzesänderung an, die Gewinne aus Krypto-Veräußerungen an die steuerliche anderer Finanzprodukte angleicht. Derzeit sind diese mit 36,2 Prozent um 6,2 Prozentpunkte höher besteuert als Gewinne aus Kapitalerträgen wie Anleihen und Aktien. Die Gesetzesänderung hätte sodann eine steuerliche Gleichbehandlung von Gewinnen aus dem Handel mit Krypto-Assets und denen aus dem konventionellen Finanzsektor zur Folge.

Noch ist das Gesetz aber nicht verabschiedet. Die Umsetzung des Entwurfs steht und fällt mit der Annahme des Haushaltsentwurfs im Parlament. Denn das neue Gesetz ist eine Ergänzung zum Haushaltsplan für das Jahr 2019.

Frankreich zeigt ein krypto-freundliches Gesicht

Bitcoin-Freunde in Frankreich dürften sich zufrieden zeigen. Die mögliche Senkung der Kapitalertragssteuer fällt in eine Zeit positiver regulatorischer Signale in der Fünften Republik. Wie BTC-ECHO bereits berichtete, schraubt Frankreich nicht nur an der Kapitalertragssteuer, sondern geht auch in Sachen ICO-Regulierung einen zukunftsgewandten Weg. Durch geplante Richtlinien will die Regierung Rechtssicherheit für die steuerliche Behandlung von ICOs schaffen und dadurch die Gründung von Krypto-Start-ups fördern.

Regulierung in Deutschland hinkt nach

Die Regulierung in Deutschland ist indes weniger eindeutig als im Nachbarland. Dies wird am Beispiel der Gerichtsentscheidung des Kammergerichts Berlin besonders klar. In dem Urteil widersprach das Gericht eindeutig dem vorherrschenden BaFin-Dogma, dass Bitcoin ein Finanzinstrument im Sinne des Kreditwesengesetzes sei. Im Zuge dessen kam es vermehrt zu Protestaktionen aus dem deutschen Krypto-Umfeld. So veröffentlichte Neufund einen offenen Brief an den Bundestag, in dem das Unternehmen die vorherrschende Unsicherheit in Bezug auf regulatorische Rahmenbedingungen anprangerte.


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Um ein wenig Licht ins Dunkel der Regulierung zu bekommen, haben wir der steuerlichen Behandlung von Gewinnen aus dem Handel mit Bitcoin eine eigene Podcast-Folge gewidmet.

BTC-ECHO

 

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