Frankreich: Bitcoin-Scam kostet Anleger 31 Millionen Euro

Quelle: shutterstock

Frankreich: Bitcoin-Scam kostet Anleger 31 Millionen Euro

Bitcoin-Scam: Die französische Finanzaufsicht Autorité des Marchés Financiers (AMF) hat bekannt gegeben, dass seit Anfang dieses Jahres Betrüger mehr als 700 Krypto-Anleger um insgesamt 31 Millionen Euro erleichtert haben. Grund hierfür sei das blinde FOMO-Verhalten der Betroffenen.

Spätestens im Dezember letzten Jahres haben sich viele Krypto-Interessierte geärgert, dass sie nicht früher in Bitcoin & Co. investiert haben. Aus diesem Gefühl, eine Chance bereits verpasst zu haben, und die Angst, den richtigen Zeitpunkt für den Sprung auf die abhebende Mondrakete erneut zu verschlafen, erwuchs FOMO – Fear of missing out. Diese Befürchtung darf jedoch nicht in blindes Investieren münden, wie ein Bericht der AMF nun deutlich macht.

Bitcoin-FOMO: Ein gefundenes Fressen

Wie die französische Zeitung Le Parisien am 5. Oktober berichtete, sind seit Beginn dieses Jahres mehr als 700 Anleger auf Bitcoin-Scams hereingefallen. Dabei konnten die Betrüger insgesamt 31 Millionen Euro erbeuten. Demnach hätten die Betrogenen im Schnitt ungefähr 44.000 Euro verloren – keine Peanuts. Professionell wirkende Websites, auf der den Anlegern versprochen wurde, ihre Ersparnisse durch die Investition in Kryptowährungen in die Höhe zu treiben, und groß angelegte Werbekampagnen waren dabei das Werkzeug der Betrüger. Während die Investoren glaubten, ihr Geld in Bitcoin & Co. anzulegen, wanderten die Gelder jedoch ohne Umschweife auf die Konten der Kriminellen.

Bitcoin-Anwältin äußert sich

Die Anwältin Me Hélène Féron-Poloni betreut zahlreiche bestohlene Anleger. Der Pariser Zeitung erklärte sie:

„Bitcoin ist sehr komplex zu verstehen, sehr technisch. Sparer verstehen nicht unbedingt, was passiert, sagen sich aber einfach: Dieses Mal verpasse ich nicht die Gelegenheit, Geld zu verdienen.“

Gutgläubige Anleger, die ohne Vorwissen, unüberlegt und durch den FOMO-Gedanken getrieben investieren, sind entsprechend ein gefundenes Fressen für Krypto-Betrüger. Wie die AMF betont, werden diese zudem immer „professioneller“. Den Webseiten und Werbeanzeigen sehe man nicht an, dass sie nicht echt sind. Entsprechend gilt es nach wie vor, sich vor der Investition in Bitcoin & Co. gründlich zu informieren, entsprechende Fachliteratur zu Rate zu ziehen und nicht die FOMO-Brille aufzusetzen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin im Kampf gegen die Inflation: Venezolanische Kaufhauskette Traki will BTC akzeptieren
Bitcoin im Kampf gegen die Inflation: Venezolanische Kaufhauskette Traki will BTC akzeptieren
Bitcoin

Die venezolanische Kaufhauskette Traki will künftig neben Bitcoin und Ether einen breiten Katalog an Kryptowährungen akzeptieren. Dabei helfen soll das Bezahlsystem XPOS des Singapurer Krypto-Start-ups Pundi X. Mit der jüngsten Kooperation will Traki dem Wertverfall des Bolivars trotzen und die Beliebtheit von Bitcoin & Co. für sich nutzen.

Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs rüttelt stetig an der psychologisch wichtigen 10.000 US-Dollar-Marke. BTC-Trader brauchen ein ruhiges Gemüt. Der Fear & Greed Index zeigt, dass das aktuell nicht einfach ist. Und gibt eine klare Handlungsanweisung

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Report August 2019 – Ein Blick auf Bitcoin und seine Forks
Bitcoin-Report August 2019 – Ein Blick auf Bitcoin und seine Forks
Wissen

In diesem und weiteren Reports möchten wir einen genaueren Blick auf die Bitcoin-Blockchain und die generelle Kursentwicklung werfen. Wir schauen dabei diesmal auf Bitcoin, Bitcoin Cash und Bitcoin SV.

Bitcoin und klassische Märkte: Analoges Gold schlägt digitales Gold
Bitcoin und klassische Märkte: Analoges Gold schlägt digitales Gold
Märkte

Die Korrelation Bitcoins zu den klassischen Märkten ist weiterhin minimal. Ebenso ist die Volatilität auf Werte gesunken, die der Bitcoin-Kurs seit über einem Monat nicht mehr gesehen hat. Dies wird von einer akzeptablen positiven Performance begleitet, die jedoch aktuell nicht die von Gold schlagen kann.

Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Kolumne

Neues bei IOTA, Bitcoin-Akzeptanz in Österreich und ein neuer Satoshi Nakamoto: der BTC-ECHO-Newsflash.

NEO-CEO Da Hongfei im Interview: „Es gibt große Unterschiede zwischen NEO und Ethereum“
NEO-CEO Da Hongfei im Interview: „Es gibt große Unterschiede zwischen NEO und Ethereum“
Altcoins

Die größte Veranstaltung der Blockchain Week in Berlin war der Web3 Summit. Hier versammelt sich die globale Tech-Elite und mit ihr die CEOs und CTOs der Blockchain-Szene. Auch der prominente Blockchain-Unternehmer Da Hongfei, Gründer und CEO der NEO-Plattform, war vor Ort. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit ihm über seine Plattform und die größten Hürden der Krypto-Ökonomie gesprochen.

Angesagt

Bitcoin im Kampf gegen die Inflation: Venezolanische Kaufhauskette Traki will BTC akzeptieren
Bitcoin

Die venezolanische Kaufhauskette Traki will künftig neben Bitcoin und Ether einen breiten Katalog an Kryptowährungen akzeptieren. Dabei helfen soll das Bezahlsystem XPOS des Singapurer Krypto-Start-ups Pundi X. Mit der jüngsten Kooperation will Traki dem Wertverfall des Bolivars trotzen und die Beliebtheit von Bitcoin & Co. für sich nutzen.

Bitcoin-Scam? GGMT & Eldo Coin mahnen zur Vorsicht
Szene

Die österreichische GGMT wirbt damit, „das größte Geschäft aller Zeiten“ zu ermöglichen. Ein fragwürdiger Bitcoin-Abkömmling namens Eldo Coin sowie Versprechen von passivem Einkommen lassen jedoch erhebliche Zweifel am Projekt aufkommen. 

Überhitzte Amazon Server verursachen absurd niedrige Bitcoin-Kurse
Märkte

Den Betreibern einiger asiatischer Bitcoin-Börsen dürfte heute Morgen das Herz in die Hose gerutscht sein: Ausgefallene Server von Amazon Web Services (AWS), dem Cloud-Dienst von Amazon, sorgten zeitweise für hahnebüchene Krypto-Kurse. Durch die Störung gelang es einigen Tradern, BTC für weniger als einen US-Dollar zu kaufen. 

Blockchain-Kurse starten an kalifornischen Universitäten
Blockchain

Mouse Belt kooperiert mit drei kalifornischen Universitäten, um der hohen Nachfrage nach Blockchain-Kursen entgegenzuwirken. Neben einer Spende von 500.000 US-Dollar werden auch weitere Blockchain-Projekte finanziell gefördert. Die kalifornischen Unis streben danach, eine treibende Kraft in der Blockchain-Ausbildung zu werden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: