Floyd Mayweather, Floyd Mayweather und DJ Khaled in ICO-Betrugsvorwürfe verstrickt

Floyd Mayweather und DJ Khaled in ICO-Betrugsvorwürfe verstrickt

Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Der Musikproduzent DJ Khaled und der Boxprofi Floyd Mayweather junior hätten das Initial Coin Offering (ICO) von Centra Tech wohl etwas genauer unter die Lupe nehmen sollen. Spätestens seit dem Frühjahr dieses Jahres ist klar, dass die Betreibergesellschaft betrügerisch gehandelt hat. Da sie beide für diese Abzocke geworben haben, haben sie nun Probleme, diesen Schatten wieder loszuwerden. Auch ob die Anleger ihre insgesamt 32 Millionen US-Dollar wiedersehen werden, bleibt unklar.

Schon Friedrich Schiller wusste im Lied von der Glocke zu berichten: „Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.“ Gemeint war aber die Liebe und Ehe, und nicht das Werben in sozialen Netzwerken für einen Geldgeber, dem die beiden Prominenten offenbar blind vertraut haben. Der ehemalige WBC-Weltmeister Floyd Mayweather junior und der Rapper und Musikproduzent DJ Khaled sind in einen Betrugsfall verwickelt, bei dem nach Angaben der New York Times (NYT) nicht weniger als 32 Millionen US-Dollar auf dem Spiel stehen.

Floyd Mayweather animierte seine Fans zum Kauf

Die NYT war es auch, die im Oktober des Vorjahres enthüllt hat, wie einer der weltweit besten Boxer zwei jungen Männern aus Miami half, reich zu werden. Mayweather ist in den sozialen Netzwerken geradezu omnipräsent. Bei Facebook schrieb er im September 2017 seinen 13,5 Millionen Followern gleich mehrfach, dass sie sich unbedingt die neue virtuelle Währung namens Centra Token anschaffen sollen. Man solle den Token erwerben, solange er noch verfügbar sei, empfahl der Boxer. Er habe sich schon seine Coins gesichert, weil er davon überzeugt sei, damit einen großen Gewinn einzufahren. Auch der Amerikaner Khaled Mohamed Khaled warb für ein Unternehmen, von dem später bekannt wurde, dass offenbar sogar der Name des Geschäftsführers frei erfunden war.

Scam statt „Game Changer“

Die Behörden verhafteten die beiden Gründer von Centra Tech (CTR), Sam Sharma und Robert Farkas, am Sonntag, dem 1. April. Einer davon stellte dabei gerade einen Fluchtversuch an. Die Börsenaufsichtsbehörde SEC reichte eine Klage gegen Sharma und Farkas aus Miami ein, weil sie unter anderem in mehreren Fällen zum eigenen Vorteil die Unwahrheit verbreitet hatten. So warb man damit, ihr Unternehmen arbeite eng mit Visa und MasterCard zusammen, um eine gemeinsame Kreditkarte herauszubringen. Später stellte sich heraus, diese Aussage entstammte ebenfalls nur der Fantasie der beiden „Geschäftsmänner“ aus Miami.


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Innerhalb von sechs Stunden nach Eröffnung der ersten Token-Ausgabe gab das Unternehmen bekannt, dass 2.500 Personen Einlagen in Höhe von rund 25 Millionen US-Dollar getätigt haben sollen. Mayweather jr. bewarb das Investment nebst Facebook auch bei Twitter und Instagram. Später änderte er seinen Namen in diversen Netzwerken sogar in „Floyd ‘Crypto’ Mayweather“. Böse Zungen sprachen vielmehr von „Money Mayweather“. In einem zwischenzeitlich gelöschten Instagram-Posting verkündete DJ Khaled seinen 12 Millionen Anhängern, dass er dieses Crowdfunding als einen waschechten „Game Changer“ ansehen würde.

Rufschaden statt guter Kasse

Geändert hat sich letztlich vor allem eines: der Ruf der Prominenten. Fest steht: Die beiden US-Promis hätten diesen ICO sehr viel gewissenhafter prüfen müssen. Wer seine Fans zu einem Investment ermuntert, übernimmt damit augenblicklich sehr viel Verantwortung. Man wird sehen, ob Khaled und Mayweather dieser Verantwortung gerecht werden. Oben im Tweet eingebettet ist übrigens ein Video aus August 2017, indem Khaled gemeinsam mit Jessica VerSteeg eine „revolutionäre“ Blockchain-Lösung für Cannabis-Unternehmen anpreist. Unerwähnt bleibt im Video, dass sich der Preis des letzten von ihm beworbenen Token schon seit längerer Zeit bei ebenfalls revolutionären 0,016 Dollar und etwas darüber bewegt.

BTC-ECHO

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