Feintuning für Datenbanken – US-Start-up Fluree sammelt knapp 5 Millionen Dollar

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Shutterstock

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Das US-amerikanische Start-up Fluree darf sich über eine Finanzspritze freuen. In dieser Woche gelang es dem Unternehmen aus North Carolina, rund 5 Millionen US-Dollar an Investorengeldern zu sammeln. Fluree entwickelt blockchainbasierte Systeme für die Verwaltung von Datenbanken. Mithilfe der Plattform FlureeDB sollen Kunden dabei den Zentralisierungsgrad ihrer Daten frei bestimmen können. Dies soll dezentrale Datenbanken leistungsfähiger machen.

Wer bei der Digitalisierung seiner Datenbanken gänzlich auf Blockchain-Technologie setzt, den könnten die traditionellen Konsensmechanismen dezentraler Technologien wie Proof of Work lähmen. Ein Unternehmen, das dem Problem der Skalierung den Kampf ansagt, ist das US-amerikanische Start-up Fluree.

Wie der Branchendienst TechCrunch an diesem Montag, dem 3. Juni, berichtet, darf sich Fluree für seine selbst gewählte Mission nun über eine Finanzspritze freuen: Mithilfe des Investmentfonds Rise of the Rest gelang es dem Unternehmen, sich 4,7 Millionen US-Dollar (knapp 4,2 Millionen Euro) an Investorengeldern zu sichern.

Anders als in der Verwaltung von Datenbanken Blockchain-Technologien alle Arbeit machen zu lassen, will die Firma aus North Carolina digitale Datensysteme mithilfe von Distributed-Ledger-Technologie feintunen. Auf Basis der Plattform FlureeDB sollen Kunden dabei den Zentralisierungsgrad ihrer Daten frei bestimmen und Blockchain-Lösungen für ihre Datensysteme anpassen können.

Wenn man 100-prozentige Dezentralisierung, wie etwa beim Bitcoin will, dann wird dies [Datenbanken] langsam machen. Man kann dabei nicht alles haben. Was man jedoch herunterschrauben kann, ist den Grad der Zentralisierung. Wir wollen Unternehmen eine Stellschraube hierfür zur Verfügung stellen,


erklärt Fluree-Gründer und Geschäftsführer Brian Platz die Vision seines Unternehmens.

Dabei gelte es jedoch weiterhin, die Vorzüge dezentraler Blockchain-Technologien wie etwa Transparenz oder die Unveränderlichkeit gegenüber Datensätzen entschieden in den Blick zu fassen.

Der eigentliche Vorteil hierbei ist die immense Integrität der Daten. So kann man nachweisen, dass keine Manipulation vorliegt oder von wem Daten angelegt wurden. Dies ist mit aktuellen Datenbanken oder anderen Datenverwaltungstechnologien derzeit nicht möglich,

gibt sich Platz selbstbewusst.

Sichere Daten dank Blockchain – Kein neues Versprechen

Für zahlreiche Unternehmen und Institutionen gelten Blockchain-Technologien bereits seit Jahren als möglicher Heilsbringer für klobige, unsichere und undurchsichtige Datensysteme. Dezentrale Datenbanken sollen Informationen dabei gegen Manipulation absichern und den manuellen Verwaltungsaufwand minimieren.

Die Krux solcher Blockchain-Systeme ist jedoch: Je größer die Datenmenge und je breiter angelegt die Blockchain-Netzwerke, desto schwerfälliger kann sich die Dezentralisierung der Datenbanken erweisen. Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain etwa benötigen derzeit durchschnittlich knapp eine Stunde. Unternehmen hingegen dürften jedoch eher an Datenübertragung in Echtzeit interessiert sein.

Seit Jahren feilen deshalb zahlreiche Interessierte ehrgeizig an der Anwendung dezentraler Datenbanken. Besonders in der Logistikbranche gelten Blockchain-Datenbanken dabei längst als Innovationsmotor. Von UPS über FedEx nehmen hier immer mehr Versandgrößen Blockchain-Software in den Blick, etwa um Frachtbriefen zu übermitteln und ihre globalen Lieferketten abzusichern.


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