Bitcoin-FAQ

Häufig gestellte Fragen – Bitcoin & Blockchain FAQ

Bitcoin ist eine digitale Währung, die elektronisch geschaffen (Mining) und verwahrt wird. Niemand kontrolliert die Währung. Bitcoins (kurz: BTC) werden nicht wie der Euro oder der Dollar physisch gedruckt; sie werden von vielen Menschen rund um den Globus mit Computerpower errechnet und digital verwahrt.
Ein Softwareentwickler namens Satoshi Nakamoto soll Bitcoin erfunden haben. Die Idee war es eine digitale Währung zu erschaffen, die losgelöst von zentralen Institution bestehen kann und elektronisch für sehr geringe Kosten übertragen wird. Wer oder was Satoshi Nakamoto ist, ist bis heute nicht bekannt. Nakamoto könnte eine Einzelperson, eine Gruppe, ein Unternehmen oder gar ein Staat sein.
Keine einzelne Instanz kontrolliert oder besitzt das Bitcoin-Netzwerk. Bitcoin ist eine Open-Source Software. Das Netzwerk wird von allen Nutzern auf der Welt kontrolliert und funktioniert wie eine große Demokratie die im Konsens stehen muss. Selbst die Entwickler können nicht eingeständig über Änderungen oder Verbesserungen am Netzwerk entscheiden. Die Mehrheit der Netzwerkteilnehmer muss einer Aktualisierung und einer Änderung am Netzwerk zustimmen indem sie alle die gleiche Software benutzen.
Für die meisten Bitcoin-Nutzer besteht Bitcoin aus einem Wallet, mit dem man Bitcoins versenden und empfangen kann. In Wirklichkeit ist es aber die Technologie hinter Bitcoin, die das ganze System so einzigartig und “simpel” macht – Die Blockchain.

Die Blockchain ist ein Register in dem alle Transaktionen in “Blocks” gespeichert und verwaltet werden. Jeder Computer, der mit Bitcoin Netzwerk über eine Node verbunden ist, kann die Gültigkeit einer Transaktion prüfen. Die Echtheit einer jeden Transaktion wird durch eine digitale Signatur (Hash) und der dazugehörigen Adresse des Bitcoin-Senders sichergestellt. Alle Bitcoin-Transaktionen, also alle Blocks die mehrere Transaktionen beinhalten, sind durch diesen Hash miteinander verbunden (daher Blockchain). Mit einer speziellen Hardware (Bitcoin-Miner) werden Tag täglich neue Blocks berechnet. Das ist auch notwendig, da die Miner letztendlich die Transaktionen durch ihre dem Netzwerk zur Verfügung gestellten Rechenleistung bestätigen. Entlohnt werden sie dafür in Bitcoin. Je mehr Bitcoin Transaktionen getätigt werden, desto mehr sind die Miner gefragt, die derzeit pro Block 12,5 BTC errechnen.

Es gibt verschiedene Wege an Bitcoins zu gelangen.

  1. Bitcoins auf einem Online-Marktplatz oder über einen Broker gegen Euro, US-Dollar oder einer anderen Fiat-Währungen kaufen
  2. Bitcoin als Zahlungsmittel für Produkte oder Dienstleistungen akzeptieren
  3. Bitcoins selber minen (schürfen)
Bitcoins zu versenden oder zu empfangen ist einfacher als eine Überweisung zu tätigen.

Man benötigt lediglich ein Bitcoin-Wallet (Desktop-, Online-, Mobil- oder Hardware Wallet) um Bitcoin empfangen oder versenden zu können. Jedes Wallet besitzt eine Bitcoin-Adresse an die man Bitcoins empfangen, verwahren oder versenden kann. Um eine Transaktion zu tätigen gibt man lediglich die Empfängeradresse ein oder scannt die mittels eines QR-Codes ab. Die Transaktion wird (abhängig von den benötigten Bestätigungen durch das Netzwerk) binnen Sekunden verschickt.

1.      Bitcoin ist dezentralisiert

Das Netzwerk wird von keiner zentralen Institution kontrolliert. Jeder Computer der Bitcoins errechnet und transferiert ist Teil des Netzwerks und sie arbeiten alle zusammen. Das bedeutet, dass keine zentrale Institution mit einer monetären Richtlinie die Oberhand über Bitcoin erlangen  oder den Nutzern die Bitcoins wegnehmen kann, wie es z.B. in Zypern mit der Europäischen Bank der Fall war. Wenn das System einmal aus irgend einem Grund offline gehen sollte, bleiben die Coins dennoch erhalten.

2.      Bitcoin ist leicht zu handhaben und gibt Freiheit für Jedermann

Konventionell Banken machen es einem oft schwer ein Konto oder ein Geschäftskonto zu eröffnen was oftmals mit vielen bürokratischen Hürden verbunden ist. Jeder kann ein Bitcoin Konto (Wallet) eröffnen. Jeder Mensch mit einem Wallet und einem Internetzugang kann einen beliebigen Geldbetrag ohne Verzögerung versenden oder empfangen; überall auf der Welt und zu jeder Zeit. Bitcoin erlaubt eine vollständige Kontrolle über das eigene Geld.

3.      Bitcoin besitzt einen bestimmten Grad an Anonymität

Nutzer können mehrere Bitcoin-Konten (Wallets) besitzen und diese sind keinen Namen, Adressen oder anderen persönlichen Informationen zugeordnet.

4.      Bitcoin Zahlungen sind zu 100% transparent

Das Netzwerk speichert jede, wirklich jede einzelne Transaktion in einem riesigen Register, auch BlockChain genannt. Die BlockChain weiss alles. Wenn jemand eine öffentliche BTC-Adresse besitzt kann jeder einsehen, wie viele Bitcoins sich auf diesem Konto befinden. Sie wissen lediglich nicht wem diese Adresse gehört. Viele Nutzer benutzen dennoch wechselnde Adressen und transferieren nur Teile von Bitcoins an eine Adresse.

5.      Transaktionskosten sind verschwindend gering

Eine Bank verlangt schon mal leicht 15 Euro für einen internationalen Banktransfer. Bitcoin nicht. Hier sind es abhängig von der Bestätigungsdauer nur wenige Cent.

6.      Bitcoin ist schnell

Bitcoin kann überall hin versendet werden und es dauert nur (abhängig von der eingestellten Transaktionsgebühr) nur wenige Minuten bis das Netzwerk die Zahlung bestätigt.

7.      Bitcoin bietet Sicherheit für den Handel

Bitcoin-Transaktionen sind nicht umkehrbar, sprich sobald man mit Bitcoin bezahlt hat, sind diese transferiert und keiner kann die Transaktion rückgängig machen.

1.      Geringe Akzeptanz

Derzeit ist die Akzeptanz der digitalen Währung noch überschaubar. Das hat zur Folge, dass viele Menschen Bitcoin kaufen und halten und sie nicht ausgeben und damit bezahlen. Die Anzahl Bitcoin akzeptierender Unternehmen, Shops und Dienstleister steigt jedoch täglich.

2.      Volatilität

Das Marktvolumen bzw. die Marktkapitalisierung ist derzeit noch verglichen mit anderen Kapitalmärkten und Börsen noch relativ gering. Daher können auch kleinere Ereignisse wie Käufe oder Verkäufe einzelner Großanleger einen Einfluss auf den ganzen Markt haben. Auch politische oder regulatorische Ereignisse in einzelnen Ländern können sie schnell auf den Bitcoin-Markt auswirken.

3.      Fehlende Anwendungen

Täglich kommen neue Bitcoin-Anwendungen auf den Markt. Es wird an Anwendungen und Apps gearbeitet die eine Handhabung von Bitcoin für die breite Masse verständlich und einfach zugänglich machen sollen. Eine sogenannte “Killer-App” gibt es bisher noch nicht. Mit der steigenden Anzahl von Bitcoin-Anwendungen wird auch die Akzeptanz der digitalen Währung wachsen.

atürlich kann man mit Bitcoin Geld verdienen, es gibt aber wie bei allen anderen Investitionen Käufen oder Gründungen keine Garantie. Man kann zwangsläufig auch genauso gut Geld verlieren. Auch wenn Bitcoin in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt hat, gibt es keine Garantie dafür, dass es immer so weitergehen wird.

Bitcoin bietet Raum für viele Innovationen und Geschäftsmöglichkeiten. Auch gibt es viele Investoren die auf einen Wertzuwachs der digitalen Währung spekulieren und darin investieren. Wer wirklich langfristig mit Bitcoin Geld verdienen möchte sollte Unternehmergeist zeigen, sich mit dem Markt beschäftigen und behutsam sein – denn auch hier gilt: Hohe Profite gehen Hand in Hand mit einem hohen Risiko.

Bitcoin wurde ursprünglich als Zahlungsmittel entwickelt, was seinen Nutzern einen bestimmten Grad an Anonymität bieten soll. Es herrscht teilweise ein Irrglaube, dass Bitcoin zu 100% anonym ist. Das ist nicht der Fall –  Bitcoin ist nicht anonymer als Bargeld, denn jede Transaktion ist öffentlich für jedermann einsehbar. Man weiss lediglich nicht wer sich hinter der jeweiligen Transaktion verbirgt. Alle Transaktionen sind beispielsweise auf Blockchain.info einsehbar.

Es gibt nur wenig Zweifel daran, dass wenn es eine Strafverfolgungsbehörde es darauf anlegt eine normale Transaktion zu verfolgen, sie es mit bestimmten Mitteln auch schafft. Schwieriger wird es jedoch mit bestimmten Tools zur Anonymisierung von Bitcoin-Transaktionen. Mit diesen Tools kann man seine Transaktionen verschleiern und zusätzlich anonymisieren. Als beliebtes Tool ist hier das Bitcoin-Mixing zu nennen.

Wenn man sein Wallet verliert ist es genauso als wenn man sein Bargeld verliert und das Geld aus dem Kreislauf genommen wird. Verlorene Bitcoins bleiben zwar in der Blockchain weiter bestehen, man kann ohne das Wallet bzw. ohne den privaten Schlüssel des Wallets nicht mehr darauf zugreifen. Sie verweilen für immer in der Blockchain und das Angebot/Nachfrage Prinzip greift. Je mehr Bitcoins “verloren” gehen desto geringer wird langfristig das Angebot -bei steigender Nachfrage steigt zwangsläufig der Preis pro Bitcoin.
Es gibt unserem Wissen weltweit nach keinen Gerichtstand der Bitcoin gänzlich verboten hat. Zwar gibt es viele verschiedene Regulierung für Einzelpersonen oder Unternehmen, wie beispielsweise Bitcoin-Börsen, die genaue Richtlinien im Umgang mit Bitcoin vorschreiben, aber ein generelles Verbot wurde bisher nicht ausgesprochen.

Anders sieht es im steuerrechtlichen Umgang aus. Hier gibt es bereits Richtlinien und Vorschläge zur Regulierung von Bitcoin. Wie bei allen anderen monetären Mitteln scheint eine klare Regulierung im Umgang mit Bitcoin und anderen digitalen Währungen langfristig unumgänglich.

„Bitcoin ist weder Geld noch E-Geld“

Anders als der Euro sind Bitcoin und andere kryptographische Währungen kein gesetzliches Zahlungsmittel. Es besteht daher keine gesetzliche Verpflichtung zur Annahme von Bitcoins. Ob ein Verkäufer von Waren oder Dienstleistungen Bitcoins akzeptieren will, ist vielmehr eine rein privatrechtliche Frage, die der Verkäufer für sich allein beantworten kann und muss. Bitcoin kann auch nicht als „E-Geld“ klassifiziert werden, da es beim Minen von Bitcoins, im Gegensatz zur Emission bei Unternehmen, an einem Emittenten fehlt. Zuletzt wurde dies von der BaFin am 19.12.2013 eindeutig klargestellt.

Zumindest im Ertragssteuerrecht hat die steuerliche Behandlung von Bitcoin zur Folge, dass diese als gewöhnliche immaterielle Wirtschaftsgüter zu behandeln sind. Weiterhin sind die konkreten steuerlichen Folgen von Bitcoin-Geschäften davon abhängig, ob die Geschäfte im privaten Bereich oder in der betrieblichen Sphäre abgewickelt werden.

Für den Privatnutzer von Bitcoins ist im Wesentlichen die Frage relevant, wie deren Veräußerung besteuert wird. Ein simples Beispiel einer Veräußerung ist der Verkauf von Bitcoins gegen Euro über eine Handelsplattform. Bezahlt ein Bitcoin-Inhaber jedoch für den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen mit Bitcoin, stellt dies aber auch einen Veräußerungstatbestand von Bitcoins als Zahlungsmittel dar.

Im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 2 des Einkommensteuergsetzes (EStG), liegen in beiden Fällen private Veräußerungsgeschäfte vor, welche auch unter der Bezeichnung „Spekulationsgeschäfte“ bekannt sind. Die Einstufung als Spekulationsobjekt führt steuerlich dazu, dass Veräußerungsgewinne nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr komplett steuerfrei sind. Wird ein Veräußerungsgeschäft innerhalb der einjährigen Haltefrist abgewickelt, greift zumindest noch eine Freigrenze von 600 Euro pro Jahr. Die Freigrenze bezieht sich also nur auf Bitcoin-Geschäfte des Steuerpflichtigen, sondern gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte im betreffenden Jahr.

Bitcoins werden durch “Mining”. Das Mining ist ein dezentrales Verfahren bei dem neue Bitcoins mittels einer komplexen Formel neu berechnet (geschürft) werden. Das mittlerweile sehr kostspielige Minen von Bitcoin ist so konzipiert, dass die Miner für ihre dem Netzwerk zur Verfügung gestellten Rechenleistung entlohnt werden – in Bitcoin. Bitcoin Miner verarbeiten Transaktionen und sichern das Netzwerk durch die Benutzung von spezieller Hardware ab, und erhalten im Austausch dafür neue Bitcoins.

Als Belohnung für einen geschürften Block gibt es immer eine bestimmte Anzahl Bitcoins als Entlohnung. Die Anzahl der in einem jeden geschürften Block enthaltenen Bitcoins nach einer vorhersehbaren Rate mit der Zeit ab. Derzeit (stand März 2017) enthält jeder Block 12,5 Bitcoins. Gleichzeitig ist die Schwierigkeit zur Berechnung von Bitcoins ist so programmiert, dass sie mit der Zeit zunimmt. Kurz gesagt wird die Entlohnung, gemessen an der Stückzahl, geringer und die Schwierigkeit zur Berechnung höher. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen die Miner zwangsläufig in leistungsstärkere und effizientere Miner investieren. Auch hier greift das Angebot/Nachfrage Prinzip. Es werden aufgrund der sinkenden Entlohnung (Anzahl Bitcoins pro Block) und der steigenden Schwierigkeit zur Berechnung der Blocks immer weniger neue Bitcoins generiert. Mit gleichbleibender oder steigender Nachfrage steigt auch der Bitcoin-Kurs. Das ist auch notwendig, damit das Mining profitabel bleibt und die Miner das Netzwerk absichern.

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst einmal den Begriff „Wert“ definieren.

Wie erhält eine Ware, ein Rohstoff/Edelmetalle oder eine Währung einen Wert? Oder anders gesagt, wie erhalten diese drei Wirtschaftsgüter die Wichtigkeit für die Befriedigung der subjektiven Bedürfnisse?

Waren oder Produkte erhalten durch die für die Herstellung aufgebrachten Ressourcen und durch das Marktgleichgewicht (Angebot und Nachfrage) einen Wert. Genauso sieht es bei den Edelmetallen oder Rohstoffen aus. Auch hier bestimmen, wie beim Gold, Angebot und Nachfrage den Wert. Gold gefällt nicht nur wegen seines Glanzes. Gold ist vor allem leicht zu bearbeiten und, noch wichtiger, es trotzt den meisten chemischen Einflüssen. Fiat-Währungen wie Euro, Dollar oder Yuan haben im Gegensatz zum Gold keinen physischen Wert. Der Wert der Währung wird durch die Sicherheiten der Regierungen gegeben und setzt sich aus dem Verhältnis von umlaufender Geldmenge zum aktuellen Warenangebot zusammen.

Der physische Wert eines Bitcoin liegt bei genau 0,00 EUR, 0,00 USD oder 0,00 Yuan. Zunächst einmal ist und war in den enormen Kursausbrüchen ein großer Spekulationsanteil enthalten. Viele Menschen haben von Bitcoin gehört, haben das enorme Wachstum gesehen und investierten. Zu den Bestzeiten im Jahr 2013 erreichte Bitcoin ein Marktvolumen von mehr als 11 Mrd. US-Dollar. Viele Menschen werden in die digitale Währung investiert haben, ohne überhaupt zu wissen was für eine durchdachte Technologie dahinter steckt. Bitcoin ist nämlich auf 21 Mio. Coins limitiert und die Schwierigkeit zum berechnen (auch schürfen oder minen genannt) steigt mit zunehmend verfügbaren Rechenkapazitäten.

Das Angebot wird knapper. Das Errechnen von Bitcoins wird immer schwieriger und verlangt zunehmend mehr Rechenleistung. Wenn man vor einigen Jahren noch mit dem heimischen Computer mehrere Bitcoins pro Tag errechnen konnte, würde der gleiche Prozess heutzutage mehrere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern.

Halten wir also einmal fest: Bitcoin ist auf 21 Mio. Coins limitiert und die Schwierigkeit steigt mit Zunahme der Rechenkapazität, die erforderlich ist um neue Coins zu schürfen. Als Resultat daraus steigt der Wert pro Bitcoin aufgrund der limitierten Verfügbarkeit und der steigenden Nachfrage mit wachsender Bekanntheit. Hinzu kommt, dass im Code von Bitcoin ein sogenanntes Block-Halving codiert ist. D.h: alle 210.000 Blocks oder ca. alle 4 Jahre erhalten die Miner nur noch die Hälfte an Bitcoins als Entlohnung für ihre Mining-Arbeit. Bis 2012 erhielten die Miner 50 BTC pro Block, nach dem 28. November 2012 waren das nur noch 25. Seit Juli 2016, also weitere 210.000 Blocks später sind das nur 12,5 BTC pro Block.

Die Schwierigkeit wird also immer größer und der Reward, ausgedrückt in Stückzahl, immer niedriger. Damit die Miner weiterhin die gleiche Anzahl Bitcoins generieren können, müssen sie zwangsläufig in neue Hardware und steigenden Stromkosten investieren. Wenn die Nachfrage also bleibt, muss der Wert zwangsläufig weiter steigen.

Wie entsteht aber die Nachfrage nach einer Währung, die nur aus digitalen Schlüsseln besteht?

Hier kommen die einzigartigen Vorteile von Bitcoin als digitale Währung ins Spiel. Denn neben der spekulativen Beliebtheit von Bitcoin, sind die Vorteile von Bitcoin als Währung der Schlüssel für die bestehende und allmählich wachsende Nachfrage.

Nicht nur die Verbraucher erfreuen sich an der digitalen Währung – auch Großbanken, internationale Konzerne und Institutionen sind auf die digitale Währung gekommen und schätzen ihre Vorteile: Niedrige Transakationsgebühren, Schnelligkeit, Verfügbarkeit, Sicherheit und Transparenz.

Ja. Das Währungen scheitern können haben wir bereits in der Vergangenheit beobachten dürfen -meist durch Hyperinflationen. Auch wenn das im Fall von Bitcoin nicht möglich ist, gibt es andere Gefahren. Technisches Versagen, konkurrierende digitale Währungen und regulatorische Maßnahmen stellen eine potentielle Gefahr für Bitcoin dar. Zwar hat Bitcoin in der Vergangenheit ein beachtliches Wachstum in Sachen technologischer Weiterentwicklung und Wertentwicklung hingelegt, es kann jedoch niemand vorhersagen wie es um Bitcoin in Zukunft stehen wird.
Nein. Ein Schneeball- oder Pyramiedensystem ist ein betrügerisches Geschäftsmodell bei dem Investoren von den Einlagen ihrer Nachfolger profitieren und nicht von dem Profit des Unternehmens selbst. Kommt es bei einem Schneeballsystem zu einem “Nachfolgerengpass” gibt es nicht mehr genügend “Einnahmen” um die Auszahlungen der vorherigen Investoren decken zu können. Der Schneeball kommt zum Erliegen bzw. die Pyramide bricht zusammen. Ein Schneeballsystem kollabiert immer zu Ungunsten der letzten Einsteiger.

Bitcoin ist eine freie Software die von keiner zentralen Instanz gesteuert werden kann und folglich keine leeren Versprechungen über mögliche Investitionserträge gemacht werden können. Anders als bei bedeutenden Fiat-Währungen wie Euro, US-Dollar, Gold, Yen, Yuan etc. gibt es keine garantierte Kaufkraft und der Wechselkurs schwankt frei. Durch die dadurch entstehende Volatilität können die Besitzer von Bitcoin unerwartet Gewinne oder Verluste erzielen. Bitcoin besitzt viel wichtigere Eigenschaften als die eines Spekulationsgutes die bereits von vielen Menschen, Unternehmen und Institutionen geschätzt und genutzt werden. Bitcoin ist kein leeres Versprechen.

Die Menge an Bitcoins ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Für den täglichen Zahlungsverkehr, auch in kleinen Summen, ist das dennoch kein Problem. Gegenwärtig können Bitcoins bis zur 8ten Dezimalstelle verrechnet werden. Selbst wenn der Bitcoin-Kurs stark ansteigt und in 5- oder gar 6- stellige Höhen schießt, kann auch der Kaffee oder das T-Shirt problemlos abgerechnet bzw. bezahlt werden. Sollten selbst Stückelungen bis zur 8ten Dezimalstelle nicht mehr ausreichen, so wären auch hier Erweiterungen denkbar. Die Gegenwärtig kleinste Untereinheit nennt man Satoshi ( 1 Satoshi = 0.00000001 BTC).
Da die Geldmenge respektive Menge an Bitcoins nicht beliebig ausgeweitet werden kann, sondern auf 21 Millionen begrenzt ist, hat Bitcoin deflationäre Züge. Eine Inflation durch theoretisch unbegrenzte Geldmengenausweitung, wie bei Zentralbank-Geld, ist daher nicht möglich. Das ist auf der einen Seite ein großes makroökonomisches Problem, auf der anderen Seite aber auch gleichzeitig die Stärke von Bitcoin.

Nicht umsonst wird Bitcoin gerne mit Gold verglichen, da er eben nicht beliebig vermehrbar ist. In Zeiten einer expansiven Geldpolitik seitens der Notenbanken ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Für die langfristige Wertstabilität kann sich dieser Aspekt positiv auswirken, da er Vertrauen und Planbarkeit schafft.

Die Volatilität gibt die Schwankungsbreite eines Anlagegutes an. Im Vergleich zu anderen Anlageklassen weist Bitcoin die höchste Volatilität auf, was in der Tendenz ein Zeichen für geringe Liquidität und hohes Risiko ist. Entsprechend positiv ist zu bewerten, dass die Volatilität in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Waren vor drei Jahren Tagesschwankungen von 10 % und mehr vollkommen normal, so sind sie heute eher eine Ausnahme. Dies zeigt, dass die Kryptowährung Bitcoin eine gewisse Stabilität und Verlässlichkeit über die Jahre ausgebildet hat – Ein wichtiges Kriterium, um auch von der breiten Masse, insbesondere institutionellen Anlegern, “ernst genommen” zu werden.
Oftmals werden die Begriffe Investieren und Spekulieren wenig trennscharf voneinander verwendet. Die Spekulation unterscheidet sich von der Investitionen vor allem darin, dass sie nicht auf eine langfristige Wertsteigerung bzw. Kursteigerung ausgerichtet ist, sondern versucht durch Kursschwankungen einen Gewinn zu erzielen. Entsprechend ist die Spekulation der kurzfristige Versuch, losgelöst von der langfristigen, fundamentalen Erwartung, mit Hilfe des aktiven Tradings Gewinne aus dem Handelsgeschehen zu ziehen. Auf Bitcoin angewendet trifft beides zu. Laut der Handelsbörsen Blockchain.info und Coinbase hält sich das Verhältnis zwischen Spekulationen Investitionen gegenwärtig (Stand: April 2017) relativ in der Waage. Konkret heißt das, dass ungefähr die Hälfte aller Nutzer Bitcoin kauft, um die Kryptowährung als Vermögenswert zu lagern, mit der Erwartung steigender Kurse. Die andere Hälfte nutzt Bitcoin um aktiv Handel zu betreiben und auf fallende oder steigende Kurse zu wetten.

Besonders kritische Stimmen äußern in diesem Kontext gerne, dass der Begriff Investieren bei der Anlageklasse der (Krypto-) Währungen falsch gewählt sei, da (Krypto-) Währungen im Gegensatz zu Unternehmen oder Staaten keine Gewinne ausschütten oder Zinsen zahlen. Allerdings ist dies bei Edelmetallen und Rohstoffen auch nicht der Fall, trotzdem ist es üblich von Rohstoff- oder Edelmetallinvestments zu sprechen. Entsprechend ist es vollkommen in Ordnung auch bei (Krypto-) Währungen den Begriff Investieren zu verwenden, da hier vielmehr die Herangehensweise gemeint ist als eine spezielle Eigenschaft eines Vermögenswertes. Wer also seine Euros in Bitcoins umtauscht und diese über einen längeren Zeitraum hinweg verwahrt, der darf sich auch als Investor bezeichnen und muss sich nicht mit dem negativ konnotierten Begriff des Spekulanten schmücken.

Natürlich. Gegenwärtig sieht es aber nicht danach aus und es gibt auch gute Gründe, warum Bitcoin auch noch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nachgefragt wird. Inzwischen gibt es hunderte andere Kryptowährungen, die teilweise auch Vorteile gegenüber Bitcoin aufweisen. Technische Aspekte sind allerdings nur eine Seite der Medaille. Am wichtigsten ist nach wie vor die Nachfrage und Ausbreitung bzw. Akzeptanz einer Kryptowährung. Die technisch beste Kryptowährung hat keinen Nutzen und keinen Wert, wenn sie nicht von den Menschen nachgefragt wird.

Genau hier liegt die Stärke von Bitcoin. Es gibt keine andere Kryptowährung, die auch nur ansatzweise so verbreitet und akzeptiert ist wie Bitcoin. Eine Verdrängung von Bitcoin in absehbarer Zeit ist daher sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht undenkbar.

Um Bitcoins zu versenden braucht man zwei Dinge: Eine Bitcoin-Adresse und einen privaten Schlüssel. Eine Bitcoin-Adresse wird zufällig generiert und ist einfach eine Reihenfolge aus Buchstaben und Zahlen. Der private Schlüssel ist eine andere Folge aus Buchstaben und Zahlen, doch anders als die Bitcoin-Adresse wird dieser geheim gehalten.

Die Bitcoin-Adresse kann man wie ein Schließfach mit einer gläsernen Seite vorstellen. Jeder weiß, was sich darin befindet, aber nur der private Schlüssel kann es aufschließen und Dinge hineinlegen oder herausnehmen.

Wenn Alice Bitcoins an Bob senden will, nutzt sie ihren privaten Schlüssel um eine Nachricht mit dem Input (die vorhergegangene Transaktion der Coins), der Menge und dem Output (Bobs Adresse) zu signieren. Dann versendet sie ihre Bitcoins von ihrem Wallet an das Bitcoin-Netzwerk. Dort verifizieren Bitcoin-Miner die Transaktion, setzen sie in den Transaktionsblock und lösen sie eventuell auf. 

Eine Bitcoin-Überweisung ist um ein vielfaches schneller als eine Banküberweisung, dennoch braucht auch das Bitcoin-Netzwerk einige Minuten bis eine Bitcoin-Transaktion bestätigt und auf das Empfängerkonto überwiesen wurde. Mehrere Bestätigungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass es sich um den rechtmäßigen Besitzer der Bitcoins handelt und nicht versucht wird “Fake-Transaktionen” bzw. nicht existente Bitcoins zu versenden. Konkret ist damit der Mechanismus gemeint, der das “Double-Spending-Problem” verhindert, also die mehrfache Ausgabe von Coins, die einem nicht (mehr) gehören.
Bitcoin-Mining ist ein Prozess, bei dem Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung, Absicherung und Synchronisierung aller Nutzer im Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Das Mining ist eine Art dezentrales Bitcoin-Rechenzentrum mit Minern aus allen möglichen Ländern. Keine Einzelperson hat Kontrolle über das Netzwerk. Dieser Prozess wird analog zum Goldschürfen “Mining” genannt.

Das Bitcoin-Netzwerk macht das, indem es alle Transaktionen eines bestimmten Zeitraums sammelt und in einer Liste zusammenfügt – der sogenannte Block. Es ist des Schürfers (Miner) Job diese Transaktionen zu bestätigen und in einem “Kontenbuch” einzutragen. Entlohnt wird er dafür in Bitcoin (die Bitcoin-Transaktionsgebühr).

Bitcoin bzw. das Bitcoin-Protokoll wurde bislang noch nicht erfolgreich gehackt und es sieht auch gegenwärtig nicht danach aus, dass das zeitnah möglich sein sollte. Die Bitcoin-Blockchain ist also extrem sicher.

Allerdings gibt es Sicherheitslücken an den Schnittstellen, wie Börsen oder Wallets. Hier ist es in der Vergangenheit schon öfter zu Cyberattacken und Bitcoin-Diebstahl gekommen. Das Sicherheitsrisiko liegt also nicht bei Bitcoin. Entsprechend ist es wichtig seine Bitcoins sicher zu lagern. Wie das geht erfahrt ihr in unserem Tutorial “Bitcoin-Wallet: Bitcoins sicher aufbewahren”.

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