Ex-Visa-CEO schließt sich Krypto-Start-up Crypterium an

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: Petrozavodsk. Karelia. Russia. November 26. 2017: Two coins of bitcoin on a black wallet with dollars and a visa card via Shutterstock

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Das Start-up Crypterium, das 2017 in Estland gegründet wurde, hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bezahlen mit Kryptowährungen zu vereinfachen. Nun hat es einen großen Fisch an Land gezogen: Der ehemalige CEO von Visa in Großbritannien und Irland, Marc O’Brien, hat sich dem Start-up als CEO angeschlossen.

Crypterium will das Bezahlen mit Bitcoin und Ether in den Alltag integrieren. Hierfür erhofft es sich eine Kooperation mit Visa oder MasterCard, um Kryptowährungskarten einzuführen. Mit dem neuen CEO Marc O’Brien, der von 2008 bis 2014 Visa in Großbritannien und Irland geleitet hat, ist das Start-up seinem Ziel einen großen Schritt nähergekommen. Letztes Jahr konnte Crypterium mit seinem ICO 53 Millionen US-Dollar einsammeln.

In Alltagssituationen mit Krypto bezahlen


Das Motto von Crypterium „Whatever you can do with your money, you can now do with your crypto“ (zu deutsch: „Was immer Du mit Deinem Geld tust, kannst Du jetzt auch mit Deinen Kryptos machen“) klingt schon sehr ambitioniert. Sie scheinen aber offenbar auf dem richtigen Weg dahin zu sein. So bildet der neue CEO mit Visa-Hintergrund nur den Anfang. Das Start-up will in naher Zukunft ein ganzes Team an erfahrenen Finanzdienstleistern anheuern. In diesem Zuge haben sie bereits einen Personalvermittler beauftragt. Derzeit besteht das Team von Crypterium aus drei Vertretern in London und zehn in Moskau. Gegenüber Business Insider sagte O’Brien, dass nun auch Büros in New York, Singapur und Miami geplant sind. Dazu lässt sich das Unternehmen momentan ausführlich rechtlich beraten, um alle erforderlichen Lizenzen zu bekommen. O’Brien verriet hierzu:

„Sie sind sehr gut darin zu erkennen, dass sie das richtige Team für das Konzept und die Durchführung des ICOs waren, aber jetzt, wo sie in das Betriebsmodell einsteigen, müssen sie erfahrenes, professionelles Personal einbringen, das mit Großprojekten und globalen Aktivitäten vertraut ist.“

Aktuell gestaltet sich die Bezahlung mit Kryptos noch recht kompliziert. Um diesen Prozess zu vereinfachen, will Crypterium eine Karte entwickeln, die in die bereits erstellte Wallet integriert werden soll. Will der Nutzer darüber eine Transaktion tätigen, erhält Crypterium eine entsprechende Anfrage und gibt nach erfolgreicher Prüfung des Guthabens grünes Licht für die Zahlung. „Sie können in einem Geschäft stehen und das alles ist in einem Bruchteil einer Sekunde erledigt“, betont O’Brien.

„Geheime Sauce“

Wie das Start-up mit der extremen Volatilität der Kryptowährungen umgehen will, gibt es allerdings nicht bekannt. Laut O’Brien ist das die „geheime Sauce“ des Unternehmens, das geistige Eigentum bezüglich dieser Details sei „sorgfältig geschützt“. Allerdings verweist der neue CEO die Vorteile, die gerade für Märkte mit hoher Inflation wie Argentinien oder der Türkei von Bedeutung sind: „Wir haben die einmalige Chance, den Verbrauchern in diesen Ländern in gewissem Maße einen sicheren Hafen zu bieten.“

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Derzeit ist Crypterium noch mit potentiellen Partnern im Gespräch. Die ersten Produkte will es aber bereits im Herbst dieses Jahres veröffentlichen.

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