Ex SEC Chef: Bitcoin Unternehmen brauchen klare Regulierung

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Arthur Levitt
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Der ehemaligeSecurities and Exchange Comission (SEC) Vorsitzende Arthur Levitt diskutierte auf Bloomberg TV das heranwachsende regulatorische Umfeld für Bitcoin Unternehmen und die Fähigkeiten der Kommission mit der rasanten technologischen Entwicklung mithalten zu können.

rsitzende Arthur Levitt diskutierte auf Bloomberg TV das heranwachsende regulatorische Umfeld für Bitcoin Unternehmen und die Fähigkeiten der Kommission mit der rasanten technologischen Entwicklung mithalten zu können.


Levitt war das dienstälteste Mitglied des Vorstandes und wurde vor drei Tagen zum profiliertesten Mitglied aus der regulatorischen Finanzbranche in der Bitcoin Welt. Vor drei Tagen verkündete Levitt seine Beraterfunktion bei BitPay und Vaurum.

In dem Interview im Bloomberg TV sagte Levitt, er sei von sechs Bitcoin Unternehmen kontaktiert worden, bevor er sich letztendlich für BitPay und Vaurum entschied. Er sagt er sei “fasziniert” von Bitcoin und den “ehrfurchtslosen” und “schlauen” Gründern der Bitcoin-Startups die er nun beraten darf.

Das ehemalige SEC Schwergewicht, dessen achtjährige Amtszeit 1993 begann unterstrich die Wichtigkeit der regulatorischen Compliance für Bitcoin-Unternehmen, die für den rechtlichen Rahmen, der rund um die digitalen Währungen aufgebaut werden muss, steht:

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“Ich denke der Grund dafür, warum sie auf mich zugekommen sind ist: Erstens, sie denken es sieht gut aus einen ehemaliger SEC Regulator in seinen eigenen Reihen zu haben. Aber ich denke auch dass ein transparentes Unternehmen, was sich um eine regulatorische Klarheit bemüht besser dasteht als ein Unternehmen was gegen die Regulatoren angeht… Ich glaube also nicht daran, dass wir gar keine Regulierung brauchen.”

Lawsky ‘hat die richtige Balance’

Levitt lobte den New York State Superintendenten für finanzielle Dienstleistungen Ben Lawsky für seine Handhabung der BitLicense.

Lawsky hatte erst kürzlich positives Feedback aus der Bitcoin Community erhalten. Vor einigen Wochen sagte er, dass weder Miner, noch Entwickler von der Lizens betroffen sein werden. Dennoch haben einige Bitcoiner noch so ihre Zweifel an einigen Bestandteilen der BitLicense.

Levitt lobte außerdem  Lawskies Aufruf, dass sich die Öffentlichkeit zu der BitLicense äußern und sie kommentieren soll. Das Feedback der Bitcoin Community wird in den nächsten Entwurf mit einfließen. Damit habe er den “Schmalen Grat” zwischen dem Schutz der Investoren und den neuen Technologien, die ihre Zeit und Raum benötigen um florieren zu können, verstanden.

Levitt sagte:

“Es gibt Regulatoren und es gibt Regulatoren. Damit meine ich ein wirklich guter Regulator ist ein Regulator der das Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Öffentlichkeit und einer aufregend anderen und neuen Technologie versteht. Ich denke Lawsky hat die richtige Balance gefunden.”

Levitt sitzt derzeit im Vorstand von Bloomberg und der Online-Brokerfirma Motif Investing. Außerdem ist er Berater bei der Top-Investmentbank Goldman Sachs, Knight Capital Promontory Financial Group

Regulatoren spielen Aufholjagdt

Levitt diskutierte auch über die Fähigkeiten der SEC bei den neuen Technologien stehts am Ball zu bleiben. Eine Studie der University of Chicago fand heraus, dass institutionelle Anleger durch Highe Speed datenwege bereits Firmenfilings erhalten können, bevor die Öffentlichkeit an sie herangelangt. Diese Investoren können dann von den Informationen profitieren indem sie einen von Computer gesteuerten Algorithmus mit diesen Daten füttern.

Regulatoren sind immer “ein Stück” hinter den “Übeltätern” oder hinter denjenigen, die einen Vorteil gegenüber den anderen Marktteilnehmern haben und das ist auch normal so, so Levitt.  Wenn die Regulatoren jedoch zu weite hinterherhinken, dann wird es zu einem ernsten Problem.

Levitt sagt:

“Zuerst einmal müssen wir annehmen dass die Bösewichte den Regulatoren immer ein kleines Stück voraus sind. Wenn sie sich jedoch zu weit von den Regulatoren entfernt haben, dann gerät das System aus dem Gleichgewicht. Aber so etwas passiert.”

Levitt spielte auch auf seine alltägliche Verteidigung der Investoren an als er beschrieb was passieren könnte, wenn die SEC nicht den technologischen Vorteil einiger Investoren über andere Marktteilnehmer überwachen würde:
“Viele Leute denken, dass der große Mann, die große Institution alle Vorteile hat und wir, wir kleinen Investoren immer weiter in den Hintergrund geraten. Und das ist schlecht. Wenn wir keine vertrauenswürdigen Märkte haben, dann haben wir keine Märkte.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Joon Ian Wong via CoinDesk

Image Source: Bloomberg TV

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