Ex-JPMorgan Trader erklärt warum Bitcoin unterbewertet ist

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © domnitsky - Fotolia.com

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Daniel Masters ist der ehemalige Leiter der Energy-Trading Devision von JP Morgan und Direktor des Bitcoin Investment Fonds Plc.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

erklärt die Konsequenzen auf die digitale Währung in diesem Jahr.

Der 28. November 2012 war ein gähnen langweiliger News-Tag.


Es gab eine Mondfinsternis, bereits die zweite in diesem Jahr und es war der erste Tag seit 1990 an dem die NYPD keinen erschossenen, erstochenen oder erschlagenen Toten zu beklagen hatte. Es gab nicht viel zu berichten. Während Journalisten rund um den Globus händeringend nach einer Schlagzeile suchten, blieb ein Ereignis ganz unbeobachtet – es fand das erste Block Halving in der Geschichte von Bitcoin statt. An dem Tag halbierte sich der Reward (die Belohnung), also die Anzahl Bitcoins je geschürften Block auf der Blockchain.

Beginnend am 9. Januar 2009 als die Bitcoin-Blockchain initiiert wurde, gab es für  jeden einzelnen der 209.999 ersten Blocks 50 Bitcoins Belohnung aus dem Netzwerk. Dabei wurde in einer 24/7 Routine-Rechenoperation etwa alle 10 Minuten ein Block errechnet.

Seit 2009 hat sich jedoch einiges getan. Der erste Block der geschürft (gemined) wurde, bestand aus nur einer Transaktion – sonst nichts. Im Jahr 2012 stieg die Netzwerk-Größe sowie die Aktivität rasant an und es gab bereits 543 Transaktionen im “Pre-Halving” Block.

Da sich der Mining-Reward alle 210.000 Blocks halbiert, wird es nach dem bevorstehenden Block Halving also nur noch 12,5 Bitcoins (BTC) anstatt der bisher 25 BTC Belohnung geben. So hat es der bisher noch unbekannte Satoshi Nakamoto im Code von Bitcoin vor einigen Jahren festgelegt.

Derzeit befinden wir uns bei Block 408.484, es fehlen also nur noch 11.516 Blocks (rund 80 Tage) bis zum nächsten Halving.

So what?

Damals passierte zunächst nicht viel. Einige Monate später explodierte der Preis pro Bitcoin jedoch. Zuvor stieg der Preis kurz vor dem Halving stetig an. 2011 lag der Preis pro BTC noch bei 7 US-Dollar – im September 2012 betrug er bereits 11 US-Dollar. Der ultimative Kurssprung fand im April 2013 statt – da lagen wir bereits bei 259 US-Dollar pro Bitcoin.

Das nächste Block Halving steht kurz bevor

Jedem ist klar, dass die starke Bitcoin-Volatilität vielen Menschen große Bauchschmerzen bereitet hat und die Kursschwankungen mit vielen Turbulenzen verbunden waren. Die wenigsten der Turbulenzen standen dabei im direkten Zusammenhang mit einem Block Halving. Aber dennoch gab es genügend Chancen Profit daraus zu schlagen.

Jetzt stehen wir kurz vor dem nächsten Block Halving bei 420.000 Blocks. Berechnungen zufolge müsste das nächste Halving also ungefähr am 11. Juli 2016 stattfinden. Hier halbiert sich der Mining Reward von 25 auf 12,5 Bitcoins.

Es ist sehr interessant darüber nachzudenken ob wir bei dem Ereignis wieder einen rasanten Kurssprung sehen werden. Ich bin mir sicher es wird keine Preisexplosion an dem Tag selbst geben und die Chancen stehen gut, dass der Kurs bereits im Vorfeld steigen wird.

Derzeit beträgt der Wert von allen sich im Umlauf befindlichen Bitcoins 6,7 Mrd US-Dollar. Mit dem alten Ausgabewert bedeutet das es kommen pro Jahr neue Coins im Wert von 575 Mio US-Dollar in Umlauf.

Der Preis pro BTC verhielt sich im Verlauf diesen Jahres recht stabil. Daran sehe ich, dass es genügen Investment und Real-Time Demand gibt um die neuen Coins im Wert von 575 Mio US-Dollar pro Jahr aufzufangen. Das bedeutet zugleich dass wenn die am Dollar gemessene Nachfrage pro Bitcoin standhaft bleibt, was ich glaube, der Preis pro Bitcoin zwangsläufig steigen muss.

Bestandswert

Neinsager und “Hater” werden neben ihrer gewöhnlichen Kritik an Bitcoin sagen, dass ein Rückgang des Supplies um 288 Mio US-Dollar pro Jahr, gemessen am Bestandswert von 6,7 Mrd. nicht nennenswert ist. So funktioniert das aber nicht mit Rohstoffen.

Schauen wir uns doch einmal den Ölmarkt an.

Alleine in den USA haben wir mit mehr als 2 Mio Barrels mehr Öl und raffinierte Endprodukte als je zuvor. Dennoch steig der Preis von 25 USD zu Beginn des Jahres um rund 60%.

OPEC hat bereits angedeutet, dass die Ölproduktion nicht weiter steigen wird. Das wird aber sicherlich sehr wenig am Bild des Bestandswertes ändern.

Woher kommt also die massive Preis-Rallye? Weil der sich der Rohstoff Preis an der Rate der Bestandswert-Veränderung orientiert und nicht am Bestandswert selbst.

Als der Bitcoin-Kurs im Juni 2015 rasant abgestürzt ist habe ich auf die Leute eingeredet und gesagt dass der Preis nicht bei 200 USD stagnieren wird.

Auch heute bin ich der gleichen Überzeugung: Noch einmal, mit einem Preis von 400 US-Dollar ist Bitcoin unterbewertet.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

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BTC-Echo

Englische Originalfassung von Daniel Masters via CoinDesk


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