Ex-Goldman-Sachs-Präsident Cohn glaubt an globale Kryptowährung, nicht an Bitcoin

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Der Ex-Goldman-Sachs-Präsident und ehemalige Trump-Berater Gary Cohn glaubt an die Möglichkeiten einer globalen Kryptowährung. Der Bitcoin allerdings besitze dieses Potential nicht, dafür sei er zu kompliziert. Dies sagte der ehemalige Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates dem amerikanischen Wirtschaftssender CNBC in dieser Woche. Damit wird die derzeit wachsende Liste kritischer Stimmen zum Bitcoin um ein weiteres namhaftes Mitglied länger.

Eine weltweite Kryptowährung wird kommen, da ist sich Ex-Goldman-Sachs Präsident Gary Cohn im Gespräch mit CNBC am Dienstag sicher. Ebenso sicher sei jedoch, dass der Bitcoin dieses Ziel nicht schaffen könne. Dafür sei er schlicht zu kompliziert. Eine Digitalwährung jedoch, die einfacher zu verstehen sei, könnte künftig weltweite Anwendung finden.

„Ich glaube wir werden eine globale Kryptowährung bekommen, wenn die Welt diese versteht und diese nicht auf Mining- oder Stromkosten oder solchen Dingen beruht“,

so Cohns Einschätzung.

„Dabei wird leichter zu verstehen sein, wie die Währung geschaffen ist, wie sie funktioniert und wie Menschen sie nutzen können.“

Eine Absage an die Blockchain-Technologie ist dies jedoch nicht. Vielmehr betonte Cohn, dass eine künftige Kryptowährung wahrscheinlich auch von Distributed Ledger Technologie getragen werde.


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Er glaube zwar nicht an den Bitcoin, aber er „glaube an die Blockchain-Technologie“, so Cohn, der von 2006 bis 2017 die Geschicke des  amerikanischen Investmentriesen Goldman Sachs leitete.

Cohn: Vom Weißen Haus zur Krypto-Bank?

Nach seinem alten Arbeitgeber und dessen zunehmenden Engagement in der Kryptobranche gefragt, antwortete Cohn kurz:

„Sie sollten tun, was das Beste für ihre Anteilseigner ist.“

Ende April  hatte die führende US-Investmentbank mit Justin Schmidt erstmals einen Trader direkt aus der Krypto-Branche rekrutiert und damit Spekulationen über einen Einstieg in den Handel mit den digitalen Bezahlalternativen wieder auflodern lassen. Solche waren vergangenes Jahr laut geworden. Berichten zufolge, plante die Bank eine eigene Handelsabteilung für Kryptowährungen, Goldman hingegen betritt dies.

Anders als sein alter Arbeitgeber ziehe er jedoch in Erwägung, selbst „eine regulierte Bank für die Digitalwelt“ ins Leben zu rufen, so der 57-jährige Cohn.

„Ich habe eine Idee für ein Unternehmen. Es wird ein interessantes Konzept, das auf mein Wissen aus der Bankenwelt zurückgreift.“

Vergangenes Jahr hatte er die Wall Street verlassen und als Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates unter Präsident Trump Posten im Weißen Haus bezogen. Im März jedoch verkündete er seinen Rücktritt, wohl aus Protest gegenüber den Strafzöllen, mit denen Trump die heimische Wirtschaft anfachen will.

Den Schritt ins Digitale bereits vorgemacht hat unter anderem Cohns Ex-Kollege Mike Novogratz. Der ehemalige Goldman-Sachs-Anstellte leitet derzeit seine eigene Krypto-Bank, Galaxy Digital.

Stimmen aus dem Aus

Neben Gary Cohn melden sich dieser Tage zahlreiche namhafte Figuren des institutionellen Finanzwesens mit ihren Einschätzungen zu Kryptowährungen zu Wort. So äußerten mit Warren Buffet, Charlie Munger und Bill Gates einige der größten Namen der Investmentwelt scharfe Kritik an Bitcoin, ICOs und Kryptowährungen. Microsoft-Gründer Gates etwa würde gegen den Bitcoin wetten, „wenn dies einfacher wäre“, so der ehemals reichste Mann der Welt im Gespräch mit CNBC.

Optimistischere Töne jedoch schlug vergangene Woche eine weitere ehemalige Spitze der Trump-Administration an. Gegenüber der  New York Times betonte der ehemalige Gouverneur der US-Notenbank und Trump-Berater Kevin Warsh das Potential von Kryptowährungen für Zentralbanken Diese besäßen große Innovationskraft. Dennoch brauche es entschiedenere Forschung, damit Kryptowährungen von Zentralbanken genutzt werden könnten.

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