Ex-Banker will mit eigenem ICO Krypto-Scams veranschaulichen

Patrick Pehl

von Patrick Pehl

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Patrick Pehl

Patrick Pehl arbeitet als freier Journalist in Berlin. Dort macht er auch Podcasts und erdenkt in kreativen Prozessen für verschiedene Kunden originelle PR Konzepte. Allerdings ärgert sich sich noch heute die ersten Bitcoins für einen mittelmäßigen Burger ausgegeben zu haben.

Quelle: Shutterstock.com

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Ein ehemaliger Banker der Großbank BNP Paribas zeigt auf, wie mit Kryptowährungen betrogen wird und wie leicht es sein kann, auf die Masche hereinzufallen. Zu diesem Zweck hat er mit dem „PitchToken Klassik“ einen eigenen Token erschaffen – selbstverständlich per ICO.

Der Ex-Bankier Colin Platt ist Mitbegründer des Krypto-Token PTK. Dieser Token hat den einzigen Zweck, dem Markt einen Spiegel vorzuhalten.


Auf der Deconomy-Konferenz in Seoul hat Platt gemeinsam mit seinen Kollegen an einem halben Tag einen Krypto-Token geschaffen. Kostenpunkt: 40 US-Dollar. Das erklärte Ziel des Satire-Token sei, zu zeigen, wie leicht ein Krypto-Token gefälscht werden kann. In seinem Blog schreibt er zu seinem Initial Coin Offering (ICO):

Wir dachten über die schlimmste Idee nach, die wir für ein Token haben könnten. Und wir haben uns den „PitchToken Klassic (PTK)“ ausgedacht – um eine Idee zu präsentieren, muss man zuerst einen PTK bezahlen.

Sollte eine Idee gewinnen, so hätten Investoren in PTK bezahlt.

Das Schlimmste ist, dass wir, nachdem wir fertig waren, merkten, dass es bereits fertig erschaffen war,

so Platt weiter.

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Es geht nicht um Bitcoin oder Ethereum

Sein Spaß-ICO richtet sich nicht gegen große Kryptowährungen, wie Bitcoin oder Ether. Auch nicht gegen Token, die echte Werte schaffen oder diese abbilden, sondern gegen sogenannte Shitcoins. Also Krypto-Token, die einzig und allein den Zweck haben, Geld für eine Person oder Gruppe einzusammeln, ohne einen Gegenwert zu erzeugen.

Colin Platt und seine Kollegen wollten mit ihrer Aktion aufzeigen, wie leicht es ist, den Markt mit erfundenen Werten zu betrügen. Das Anliegen ist, dass es darum geht, die Anleger zu sensibilisieren, was sie kaufen und ob es hier um echte Werte geht oder nicht. In seinem Medium-Post schreibt er:

Ich habe viele Leute getroffen, die ein sehr geringes Verständnis für diese Technologie haben und viel Geld dafür ausgaben.

Mit Security Token Offerings (STO) gebe es laut Platt dasselbe Problem.

Platt ist auch als Banker kritisch gewesen. Er kritisierte die Auswüchse um Wertpapierspekulationen. Heute berät er Anleger darin, mit Krypto-Token zu investieren und Werte zu schaffen.

Es gibt interessante Dinge, große Experimente, von denen ich ein Fan bin,

schreibt Platt. Dennoch müssen sich Anleger fragen, wie nützlich bestimmte Produkte sind und wofür sie genutzt werden können.

Solange der blinde Herdentrieb an den Märkten nicht hinterfragt und die Leichtgläubigkeit der Käufer nicht bekämpft wird, kann Platt sich wohl auch weiterhin „reichster Mann der Welt“ nennen. Der PTK wird von seiner nicht ganz ernst gemeinten „PTK Phoundation“ auf 3,6 Billiarden US-Dollar dotiert.


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